Fokus 2024
Arbeit
Durch die Zunahme der Gesamtbevölkerung steigt die Anzahl der beschäftigten Einwohnenden, hingegen bleibt die Anzahl der Beschäftigten im Kreisgebiet konstant. Die Arbeitslosenquote steigt ebenso wie die Jugendarbeitslosigkeit leicht an. Angesichts des sich offenkundig noch weiter verschärfenden Mangels an Fachpersonal sind strategische Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität von Arbeitgebern aber auch der gesamten Region weiterhin von hoher Relevanz, um die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit sozialer Angebote zu gewährleisten.
Wechselwirkungen mit anderen Handlungsfeldern:
Infrastruktur sozialer Angebote Bildung Zuwanderung und Integration Gesundheitsversorgung und Pflege
5,4 %
Arbeitslosenquote
95.700
Beschäftige im Kreisgebiet
70,5 %
Beschäftigte im Dienstleistungsbereich
-1.000
Vollzeitstellen
Fachkräftegewinnung stellt sich in allen sozialpolitischen Handlungsfeldern als drängendstes Thema dar, das auch als sozialpolitischer Zielvorschlag formuliert ist. Auch die Steuerungsgruppe Sozialplanung hatte zunächst diskutiert, eine Fokusgruppe Fachkräftegewinnung oder eine agilere Arbeitsform „Task Force Fachkräfte“ zu bilden, da sich diese Herausforderung in den nächsten Jahren noch weiter verstärken wird. Abschließend hat die Steuerungsgruppe Sozialplanung angeregt, zunächst das Fachkräftekonzept des Kreises abzuwarten, das konkrete Instrumente und Maßnahmen beinhaltet, und es dann partizipativ mit dem Netzwerk der Sozialplanung weiter auszuarbeiten. Das Konzept wird im Sommer in den Ausschüssen vorgestellt und beinhaltet u.a. die Handlungsbereiche Berufsorientierung, Aus- und Weiterbildung, Erhöhung von Arbeitspotenzialen, Bindung von Fachpersonal und Festigung der Region Kreis Pinneberg als Marke. Zusätzlich zu den bereits in Umsetzung befindlichen Maßnahmen wie z.B. PiA (Praxisintegrierte Ausbildung von Erziehungsfachkräften) und dem Ausbildungsverbund Duales Studium soll dann nachhaltig auf die Entwicklung im Bereich der Fachkräfte im Sozialen eingewirkt werden. Es wurde zudem angemerkt, dass auch Strategien bedacht werden sollten, die einen Umgang mit der Fachkräftelücke ermöglichen.
Besonders eklatant wird sich der Fachkräftemangel im Pflegebereich auswirken, da die Zahl der Pflegebedürftigen aufgrund der Tatsache, dass die Generation der Babyboomer und deren Eltern teilweise zeitgleich Pflegeleistungen benötigen, unerwartet stark ansteigt. Sollte es hier nicht gelingen, mehr Fachkräfte zu gewinnen, wird sich dieser Mangel auch auf alle anderen Branchen auswirken, da zunehmend Fachkräfte aufgrund familiärer Pflegeverantwortung aus dem Erwerbsleben austreten werden.
Der Kreis setzt mit dem Konzept „Koordination Fachkräftegewinnung Pflege“ und der Übernahme der ÖPNV-Fahrtkosten für Auszubildende zur Pflegeassistenz bereits wichtige Maßnahmen um. Auch die Einführung des landesweit einheitlichen Bildungstickets für eine preiswerte Nutzung des ÖPNV ab 2025 und einer Übergangslösung ab September 2024 soll dazu beitragen, die Bildungschancen und den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen.
Nach wie vor gilt, dass Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für unterschiedliche Zielgruppen generell flexibilisiert und nach dem Baukastenprinzip angeboten werden sollten, um mit einzelnen Modulen noch mehr Fähigkeiten und Eignungsnachweise zu erwerben.
In nahezu allen sozialen Arbeitsfeldern sind die Arbeitgeber gehalten, ihre Attraktivität für Beschäftigte zu erhöhen, um Abwanderung oder den Anstieg von Fehlzeiten zu verhindern. Gerade auch im Kontext des allgemein gestiegenen Durchschnittsalters der Arbeitnehmerschaft. Um die Teilhabechancen von Geflüchteten am Arbeitsmarkt zu stärken, ist den zum Teil sehr unterschiedlichen Lebenssituationen und Bedarfen dieser Personengruppe Rechnung zu tragen. Hierzu zählen eine genaue und ressourcenorientierte Erfassung individueller Lebenslagen, Informationen über die Kompetenzen bzw. Qualifikationen und weitere Bedarfe, die auch geschlechtsspezifische Maßnahmen erfordern können.
Durch die Pandemie und Digitalisierung hat sich das Verständnis von Arbeit grundlegend gewandelt. Dabei spielen neben der Bezahlung und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten insbesondere arbeitnehmerfreundlich ausgestaltete Arbeitsbedingungen und eine gute Arbeitsplatzkultur eine zentrale Rolle. Hierzu zählen auch Elemente von „New Work“, um Selbstorganisation und Kollaboration in Räumen, die eine offene Kommunikation fördern, zu ermöglichen. Daneben sind weiterhin das Recruiting und Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung zu intensivieren. Hierzu trägt auch die Umsetzung der Personalstrategie der Kreisverwaltung bei, die einen flexiblen Rahmen für die Personalarbeit bildet, damit die Verwaltung auch zukünftig handlungsfähig bleibt. Insgesamt wurden in sieben strategischen Zielfeldern zeitlich gestaffelte Maßnahmen entwickelt, auf deren Basis personalwirtschaftliche Kennzahlen gestaltet und nachgehalten werden können. Damit werden auch die Anliegen und Bedarfe der externen Partner besser bedient.
Damit ein möglichst reibungsloser Einstieg in die Arbeitswelt gelingt, können zahlreiche Unterstützungsangebote in Anspruch genommen werden. Qualifizierungsmaßnahmen vor der Ausbildung werden gefördert oder Ausbildungsbegleiter helfen bei Schwierigkeiten mit dem Lernen oder im Betrieb. Berufsinformationszentren als erste Anlaufstellen bieten eine persönliche Berufsberatung an. Ein Berufspraktikum, für das vorab eine Förderung beantragt werden kann, ist eine Möglichkeit, Berufe näher kennenzulernen. Für eine Phase der Neuorientierung bietet die Arbeitsagentur berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen an.
Auch die Jugendberufsagentur (JBA) berät an zwei Standorten in Elmshorn und Pinneberg zum Erreichen eines Schulabschlusses, bei der Berufswahl, bei der Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle, bei Schwierigkeiten in der Ausbildung aber auch in sozialen Fragen. Mitarbeitende der Berufsberatung, des Jobcenters sowie Lehrkräfte und Pädagogen des Allgemeinen Sozialdienstes bieten gemeinsam passgenaue individuelle Unterstützung an. Besonders im Fokus steht dabei die Identifikation von Schülern, die am Übergang Schule Beruf scheitern könnten, um diesen ein differenziertes Unterstützungsangebot zukommen zu lassen und Brüche in der Bildungsbiographie zu vermeiden.
- Die Zahl der erwerbstätigen Personen im Kreisgebiet bleibt 2023 konstant bei 95.700 Personen (unverändert ggü. Vj.)
- Die Anzahl der Vollzeitstellen verringert sich auf 64.400 (-1.000 ggü. Vj.), die Teilzeitstellen liegen parallel ansteigend bei 31.300 (+1.000 ggü. Vj.)
- Neue Teilzeitstellen werden etwas mehr von Frauen besetzt (+550 ggü. Vj.) als von Männern (+450 ggü. Vj.)
- Etwa 68 % der Vollzeitstellen bleiben von Männern (unverändert ggü. Vj.) und knapp 79 % der Teilzeitstellen von Frauen besetzt (-1 % ggü. Vj.)
- Deutliche Verschiebung innerhalb der Sektoren vom produzierenden Gewerbe zur Dienstleistungsbranche
- 27,4 % arbeiten im produzierenden Gewerbe (-0,8 % ggü. Vj.), 70,5 % im Dienstleistungssektor (+0,8 % ggü. Vj.) und 2,2 % in der Forst- und Landwirtschaft (unverändert ggü. Vj.)
- Anstieg der Beschäftigtenzahlen im Dienstleistungsbereich, besonders im Sozial- und Erziehungswesen, sowie in der öffentlichen Verwaltung
- Rückgang der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe, besonders in Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie
- Deutlicher Anstieg bei den beschäftigten Einwohnenden des Kreises auf 134.900 Menschen Mitte 2023 (+2.000 ggü. Vj.) Beschäftigte
- Insgesamt arbeiten 56 % der beschäftigten Einwohnenden außerhalb des Kreisgebiets (unverändert ggü. Vj.), hauptsächlich in Hamburg
- Starke räumliche Trennung zwischen Wohn- und Arbeitsort bleibt typisch für das Kreisgebiet, daraus ergeben sich auch Potentiale für Home Office
- Durch die Zunahme der Gesamtbevölkerung ist auch die Anzahl der beschäftigten Einwohnenden steigend, dies wirkt der Überalterung der Bevölkerung und dem demographischen Wandel etwas entgegen
- Statistiken zu schwerbehinderten Menschen in regulären Arbeitsverhältnissen werden mit zweijähriger Verzögerung veröffentlicht, mit den Daten für 2022 ist erst im 3. Quartal 2024 zu rechnen
- 2021 waren etwa 2.016 schwerbehinderte Menschen in Betrieben im Kreisgebiet tätig (+150 Personen ggü. Vj.)
- 51 % sind davon über 55 Jahre alt (+1 % ggü. Vj.), weitere 28 % zwischen 45 und 55 Jahre alt (-2 % ggü. Vj.)
- Im privatwirtschaftlichen Sektor betrug 2021 die Beschäftigungsquote 3,3 % (+0,1 % ggü. Vj.), im öffentlichen Sektor liegt die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen bei 5,9 % (-0,5 % ggü. Vj.)
- Etwa 750 Menschen mit Behinderung im Kreis arbeiten 2023 in entsprechenden Werkstätten oder vergleichbaren Einrichtungen (+ 20 Personen ggü. Vj.)
- Die Arbeitslosenquote beträgt Ende 2023 im Kreisgebiet 5,4 % und ist merklich angestiegen (+0,4 % ggü. Vj.)
- Der Kreis bleibt damit unterhalb der Werte des Bundes mit 5,7 % (+0,3 % ggü. Vj.) und des Landes 5,5 % (+0,2 % ggü. Vj.), die ebenso steigende Werte zu verzeichnen haben
- Die Arbeitslosenquote von ausländischen Personen im Kreisgebiet steigt auf 18,6 % an (+0,4 % ggü. Vj.)
- Sie liegt dabei unterhalb des Landesschnitts mit 19,7 % (+0,1 % ggü. Vj.) und über dem Bundesschnitt von 15,1 % (+0,4 % ggü. Vj.), deren beide Werte auch angestiegen sind
- Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat Ende 2023 auf etwa 2.700 Personen zugenommen (+250 Personen ggü. Vj.), es befinden sich damit 28,4 % der Arbeitslosen in Langzeitarbeitslosigkeit (+0,6 % ggü. Vj.) Langzeitarbeitslose
- Die Jugendarbeitslosigkeit steigt deutlich auf 5,4 % an (+0,6 % ggü. Vj.) Jugendarbeitslose
- Die Jugendarbeitslosigkeit bleibt damit über den Werten von Land mit 5,0 % (+0,6 % ggü. Vj.) und dem Bund mit 4,8 % (+0,5 % ggü. Vj.), die ebenso steigende Werte aufweisen
Quellenangaben
Agentur für Arbeit 2022 // Agentur für Arbeit 2023
Im Jahr 2024 gibt es keine Handlungsempfehlung aus dem Netzwerk der Sozialplanung für das Handlungsfeld Arbeit. Handlungsempfehlungen der Vorjahre bzw. für andere Handlungsfelder finden Sie hier .
Fachkräftegewinnung stellt sich in allen sozialpolitischen Handlungsfeldern als drängendstes Thema dar, das auch als sozialpolitischer Zielvorschlag formuliert ist. Auch die Steuerungsgruppe Sozialplanung hatte zunächst diskutiert, eine Fokusgruppe Fachkräftegewinnung oder eine agilere Arbeitsform „Task Force Fachkräfte“ zu bilden, da sich diese Herausforderung in den nächsten Jahren noch weiter verstärken wird. Abschließend hat die Steuerungsgruppe Sozialplanung angeregt, zunächst das Fachkräftekonzept des Kreises abzuwarten, das konkrete Instrumente und Maßnahmen beinhaltet, und es dann partizipativ mit dem Netzwerk der Sozialplanung weiter auszuarbeiten. Das Konzept wird im Sommer in den Ausschüssen vorgestellt und beinhaltet u.a. die Handlungsbereiche Berufsorientierung, Aus- und Weiterbildung, Erhöhung von Arbeitspotenzialen, Bindung von Fachpersonal und Festigung der Region Kreis Pinneberg als Marke. Zusätzlich zu den bereits in Umsetzung befindlichen Maßnahmen wie z.B. PiA (Praxisintegrierte Ausbildung von Erziehungsfachkräften) und dem Ausbildungsverbund Duales Studium soll dann nachhaltig auf die Entwicklung im Bereich der Fachkräfte im Sozialen eingewirkt werden. Es wurde zudem angemerkt, dass auch Strategien bedacht werden sollten, die einen Umgang mit der Fachkräftelücke ermöglichen.
Besonders eklatant wird sich der Fachkräftemangel im Pflegebereich auswirken, da die Zahl der Pflegebedürftigen aufgrund der Tatsache, dass die Generation der Babyboomer und deren Eltern teilweise zeitgleich Pflegeleistungen benötigen, unerwartet stark ansteigt. Sollte es hier nicht gelingen, mehr Fachkräfte zu gewinnen, wird sich dieser Mangel auch auf alle anderen Branchen auswirken, da zunehmend Fachkräfte aufgrund familiärer Pflegeverantwortung aus dem Erwerbsleben austreten werden.
Der Kreis setzt mit dem Konzept „Koordination Fachkräftegewinnung Pflege“ und der Übernahme der ÖPNV-Fahrtkosten für Auszubildende zur Pflegeassistenz bereits wichtige Maßnahmen um. Auch die Einführung des landesweit einheitlichen Bildungstickets für eine preiswerte Nutzung des ÖPNV ab 2025 und einer Übergangslösung ab September 2024 soll dazu beitragen, die Bildungschancen und den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen.
Nach wie vor gilt, dass Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für unterschiedliche Zielgruppen generell flexibilisiert und nach dem Baukastenprinzip angeboten werden sollten, um mit einzelnen Modulen noch mehr Fähigkeiten und Eignungsnachweise zu erwerben.
In nahezu allen sozialen Arbeitsfeldern sind die Arbeitgeber gehalten, ihre Attraktivität für Beschäftigte zu erhöhen, um Abwanderung oder den Anstieg von Fehlzeiten zu verhindern. Gerade auch im Kontext des allgemein gestiegenen Durchschnittsalters der Arbeitnehmerschaft. Um die Teilhabechancen von Geflüchteten am Arbeitsmarkt zu stärken, ist den zum Teil sehr unterschiedlichen Lebenssituationen und Bedarfen dieser Personengruppe Rechnung zu tragen. Hierzu zählen eine genaue und ressourcenorientierte Erfassung individueller Lebenslagen, Informationen über die Kompetenzen bzw. Qualifikationen und weitere Bedarfe, die auch geschlechtsspezifische Maßnahmen erfordern können.
Durch die Pandemie und Digitalisierung hat sich das Verständnis von Arbeit grundlegend gewandelt. Dabei spielen neben der Bezahlung und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten insbesondere arbeitnehmerfreundlich ausgestaltete Arbeitsbedingungen und eine gute Arbeitsplatzkultur eine zentrale Rolle. Hierzu zählen auch Elemente von „New Work“, um Selbstorganisation und Kollaboration in Räumen, die eine offene Kommunikation fördern, zu ermöglichen. Daneben sind weiterhin das Recruiting und Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung zu intensivieren. Hierzu trägt auch die Umsetzung der Personalstrategie der Kreisverwaltung bei, die einen flexiblen Rahmen für die Personalarbeit bildet, damit die Verwaltung auch zukünftig handlungsfähig bleibt. Insgesamt wurden in sieben strategischen Zielfeldern zeitlich gestaffelte Maßnahmen entwickelt, auf deren Basis personalwirtschaftliche Kennzahlen gestaltet und nachgehalten werden können. Damit werden auch die Anliegen und Bedarfe der externen Partner besser bedient.
Damit ein möglichst reibungsloser Einstieg in die Arbeitswelt gelingt, können zahlreiche Unterstützungsangebote in Anspruch genommen werden. Qualifizierungsmaßnahmen vor der Ausbildung werden gefördert oder Ausbildungsbegleiter helfen bei Schwierigkeiten mit dem Lernen oder im Betrieb. Berufsinformationszentren als erste Anlaufstellen bieten eine persönliche Berufsberatung an. Ein Berufspraktikum, für das vorab eine Förderung beantragt werden kann, ist eine Möglichkeit, Berufe näher kennenzulernen. Für eine Phase der Neuorientierung bietet die Arbeitsagentur berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen an.
Auch die Jugendberufsagentur (JBA) berät an zwei Standorten in Elmshorn und Pinneberg zum Erreichen eines Schulabschlusses, bei der Berufswahl, bei der Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle, bei Schwierigkeiten in der Ausbildung aber auch in sozialen Fragen. Mitarbeitende der Berufsberatung, des Jobcenters sowie Lehrkräfte und Pädagogen des Allgemeinen Sozialdienstes bieten gemeinsam passgenaue individuelle Unterstützung an. Besonders im Fokus steht dabei die Identifikation von Schülern, die am Übergang Schule Beruf scheitern könnten, um diesen ein differenziertes Unterstützungsangebot zukommen zu lassen und Brüche in der Bildungsbiographie zu vermeiden.
- Die Zahl der erwerbstätigen Personen im Kreisgebiet bleibt 2023 konstant bei 95.700 Personen (unverändert ggü. Vj.)
- Die Anzahl der Vollzeitstellen verringert sich auf 64.400 (-1.000 ggü. Vj.), die Teilzeitstellen liegen parallel ansteigend bei 31.300 (+1.000 ggü. Vj.)
- Neue Teilzeitstellen werden etwas mehr von Frauen besetzt (+550 ggü. Vj.) als von Männern (+450 ggü. Vj.)
- Etwa 68 % der Vollzeitstellen bleiben von Männern (unverändert ggü. Vj.) und knapp 79 % der Teilzeitstellen von Frauen besetzt (-1 % ggü. Vj.)
- Deutliche Verschiebung innerhalb der Sektoren vom produzierenden Gewerbe zur Dienstleistungsbranche
- 27,4 % arbeiten im produzierenden Gewerbe (-0,8 % ggü. Vj.), 70,5 % im Dienstleistungssektor (+0,8 % ggü. Vj.) und 2,2 % in der Forst- und Landwirtschaft (unverändert ggü. Vj.)
- Anstieg der Beschäftigtenzahlen im Dienstleistungsbereich, besonders im Sozial- und Erziehungswesen, sowie in der öffentlichen Verwaltung
- Rückgang der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe, besonders in Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie
- Deutlicher Anstieg bei den beschäftigten Einwohnenden des Kreises auf 134.900 Menschen Mitte 2023 (+2.000 ggü. Vj.) Beschäftigte
- Insgesamt arbeiten 56 % der beschäftigten Einwohnenden außerhalb des Kreisgebiets (unverändert ggü. Vj.), hauptsächlich in Hamburg
- Starke räumliche Trennung zwischen Wohn- und Arbeitsort bleibt typisch für das Kreisgebiet, daraus ergeben sich auch Potentiale für Home Office
- Durch die Zunahme der Gesamtbevölkerung ist auch die Anzahl der beschäftigten Einwohnenden steigend, dies wirkt der Überalterung der Bevölkerung und dem demographischen Wandel etwas entgegen
- Statistiken zu schwerbehinderten Menschen in regulären Arbeitsverhältnissen werden mit zweijähriger Verzögerung veröffentlicht, mit den Daten für 2022 ist erst im 3. Quartal 2024 zu rechnen
- 2021 waren etwa 2.016 schwerbehinderte Menschen in Betrieben im Kreisgebiet tätig (+150 Personen ggü. Vj.)
- 51 % sind davon über 55 Jahre alt (+1 % ggü. Vj.), weitere 28 % zwischen 45 und 55 Jahre alt (-2 % ggü. Vj.)
- Im privatwirtschaftlichen Sektor betrug 2021 die Beschäftigungsquote 3,3 % (+0,1 % ggü. Vj.), im öffentlichen Sektor liegt die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen bei 5,9 % (-0,5 % ggü. Vj.)
- Etwa 750 Menschen mit Behinderung im Kreis arbeiten 2023 in entsprechenden Werkstätten oder vergleichbaren Einrichtungen (+ 20 Personen ggü. Vj.)
- Die Arbeitslosenquote beträgt Ende 2023 im Kreisgebiet 5,4 % und ist merklich angestiegen (+0,4 % ggü. Vj.)
- Der Kreis bleibt damit unterhalb der Werte des Bundes mit 5,7 % (+0,3 % ggü. Vj.) und des Landes 5,5 % (+0,2 % ggü. Vj.), die ebenso steigende Werte zu verzeichnen haben
- Die Arbeitslosenquote von ausländischen Personen im Kreisgebiet steigt auf 18,6 % an (+0,4 % ggü. Vj.)
- Sie liegt dabei unterhalb des Landesschnitts mit 19,7 % (+0,1 % ggü. Vj.) und über dem Bundesschnitt von 15,1 % (+0,4 % ggü. Vj.), deren beide Werte auch angestiegen sind
- Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat Ende 2023 auf etwa 2.700 Personen zugenommen (+250 Personen ggü. Vj.), es befinden sich damit 28,4 % der Arbeitslosen in Langzeitarbeitslosigkeit (+0,6 % ggü. Vj.) Langzeitarbeitslose
- Die Jugendarbeitslosigkeit steigt deutlich auf 5,4 % an (+0,6 % ggü. Vj.) Jugendarbeitslose
- Die Jugendarbeitslosigkeit bleibt damit über den Werten von Land mit 5,0 % (+0,6 % ggü. Vj.) und dem Bund mit 4,8 % (+0,5 % ggü. Vj.), die ebenso steigende Werte aufweisen
Quellenangaben
Agentur für Arbeit 2022 // Agentur für Arbeit 2023
Im Jahr 2024 gibt es keine Handlungsempfehlung aus dem Netzwerk der Sozialplanung für das Handlungsfeld Arbeit. Handlungsempfehlungen der Vorjahre bzw. für andere Handlungsfelder finden Sie hier .