Fokus 2024
Gesundheitsversorgung und Pflege
Durch die mittlerweile kritische Personalsituation stehen die gesundheitlichen und pflegerischen Versorgungsstrukturen vor großen Herausforderungen. Nicht nur das Thema Fachkräftegewinnung, sondern auch Fachkräftebindung sollten stärker berücksichtigt werden. Angebote der Selbsthilfe oder auch gesundheitspräventive Maßnahmen in Institutionen, wie Kita oder Schule, sind zu stärken. Die Krankheitstage nehmen deutlich zu und bei den Vorschulkindern verschlechtert sich die Sprachkompetenz.
Wechselwirkungen mit anderen Handlungsfeldern:
3.745
Pflegeplätze
59.600
vollstationäre Behandlungen
9,6 %
Übergewichtigkeit
96,9%
Masernimpfquote
Bei der Kommunalen Gesundheitskonferenz im Dezember 2023 stand das Thema Kinder- und Jugendgesundheit im Mittelpunkt. Gerade im frühkindlichen Bereich wurde erwähnt, dass sich viele Kinder zuhause mit Fast Food und auch in Kitas nicht gesund genug ernähren würden. Schon während der Schwangerschaft sollten daher Kompetenzen zu gesundem Essen in der Familie aufgebaut werden. Aus dieser Erkenntnis ist die Handlungsempfehlung „Pilotprojekt zur Verankerung des Themas Gesunde Ernährung in zwei Kitas und bei zwei Kindertagespflegepersonen“ entwickelt worden. Hierbei soll pilothaft an einem Qualifizierungsprogramm zum entsprechenden Thema teilgenommen werden. Die Steuerungsgruppe Sozialplanung hat diese Handlungsempfehlung als weniger steuerungsrelevant eingeschätzt. Bereits in der Grundschule sollte die Gesundheitsförderung einen größeren Raum einnehmen, häufig fehlt es, z.B. in Bezug auf ausreichende Bewegung, im Schulsport an geeigneten Räumlichkeiten und genügend Fachkräften. Auch an weiterführenden Schulen ist ungesunde Ernährung bei den Kindern und Jugendlichen ein Thema, hierzu sollten Ideen entwickelt werden, wie die Attraktivität des Schulessens gesteigert werden kann. Eine Idee, Gesundheit strukturell zu verankern, ist die Etablierung von Schulgesundheitsfachkräften („Schulkrankenschwester“). Diese könnten neben der Erstversorgung auch Präventionsangebote sowie eine gesundheitsförderliche Umgebung mitgestalten. Auch eine Verknüpfung mit den Klassenassistenzen sollte geprüft werden. Die internationale HSBC-Studie, veröffentlicht vom Robert Koch Institut, kommt ebenso zum Ergebnis, dass sich die größten sozioökonomischen Ungleichheiten bei Schulkindern in der Lebenszufriedenheit sowie im Ernährungsverhalten zeigen.
Auch bei der kinderärztlichen Versorgung im Kreis zeigt sich ein Ungleichgewicht. Aufgrund der regional schlecht verteilten Kinderarztpraxen kann z.B. in der Stadt Elmshorn nur ein gewisser Teil der Bevölkerung wohnortnah versorgt werden und viele Eltern müssen weite Wege in Kauf nehmen. Auf der übergeordneten Ebene der Kassenärztlichen Vereinigung und des Gemeinsamen Bundesausschusses sollte daher die Frage im Mittelpunkt stehen, ob die Verhältniszahlen auf Kreisebene noch geeignetes Mittel für wohnortnahe Versorgung sind, wenn bei den Arztpraxen Niederlassungsfreiheit besteht. Vergleichbares gilt auch für die generelle Gesundheitsversorgung im Kreisgebiet besonders im Hinblick auf den ländlichen Raum. Mit dem Neubau eines Zentralkrankenhaues in Pinneberg gilt es die Versorgungsstrukturen ganzheitlich zu betrachten. So zeigen Studien, dass notärztliche Einsatzraten in sozioökonomisch benachteiligten Gebieten höhere Werte aufweisen, dies gilt es zukünftig bei der Versorgungsplanung zu berücksichtigen. Auch der Sachverständigenrat Gesundheit und Pflege der Bundesregierung weist aufgrund der Fachkräftesituation darauf hin, dass die flächendeckende hausärztliche und gesundheitliche Versorgung gefährdet ist und Ärzte, Pflegefachpersonen und Medizinische Fachangestellte bereits als Engpassberufe eingestuft sind. Mit dem Gesetzentwurf auf Bundesebene zu einer Digitalagentur Gesundheit sollen auch die Themen digitale Versorgungsangebote und Telemedizin im Sinne einer effektiveren Nutzung in den nächsten Jahren weiter ausgebaut und innovative Versorgungsformen, wie Primärversorgungszentren oder Community Health Nurses, systematisch durchdacht werden.
Die Fokusgruppen Fachbeirat Sucht und der AK Gemeindenahe Psychiatrie haben sich u.a. mit Aspekten des Fachkräftemangels beschäftigt. Da in den nächsten Jahren eine große Anzahl des Fachpersonals in Ruhestand gehen wird, droht vielfältiges professionelles Wissen verloren zu gehen. Die Möglichkeit, Fachkräfte über das Angebot eines dualen Studienplatzes zu gewinnen, wird als erfolgreich eingeschätzt. Der Fachbeirat Sucht hat sich weiter mit den Themen Suchtpräventionsprojekte und Kindeswohlgefährdung beschäftigt. Hier wurde Sicherheit geschaffen hinsichtlich der Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Als Fazit der digitalen Suchtberatung wird gesehen, dass besonders jüngere Personen und Menschen, die schon häufiger Kontakt mit einer Beratungsstelle hatten, dies nutzen würden. Auch auf Helgoland wird die digitale Beratung effektiv genutzt. Der AK Gemeindenahe Psychiatrie weist erneut darauf hin, dass es für psychisch Erkrankte immer schwieriger wird, Wohnraum zu finden. Die Schaffung einer Kommunalen Wohnungsagentur wird als sinnvolles Instrument angesehen, genaueres hierzu im Handlungsfeld Wohnen. Weiterhin ist eine Woche der seelischen Gesundheit in Planung. Die Methode des „Offenen Dialog“, zu der bereits Fachkräfte im Kreis geschult wurden, wurde dort vorgestellt und soll als handlungsleitend umgesetzt werden. Der AK Gemeindenahe Psychiatrie hat die Handlungsempfehlung „Zuschuss Basisfortbildung Offener Dialog für Genesungsbegleiter*innen“ entwickelt. Im Sinne der Selbsthilfe sollen mit dieser Ausbildung psychisch erkrankte Personen andere Betroffene auf ihrem Genesungsweg unterstützen und damit die psychosozialen Versorgungsstrukturen im Kreis verbessern. Die Steuerungsgruppe Sozialplanung hat die Handlungsempfehlung als weniger steuerungsrelevant eingeschätzt.
Die Fokusgruppe Altenhilfe und Pflege hat sich vor allem mit den Themen Ausbildung, Fachkräftegewinnung sowie Personalbindung beschäftigt. Die Beteiligung der Koordinierungsstelle Fachkräftegewinnung Pflege an Berufsorientierungsveranstaltungen sowie an Jobmessen wird als sehr positiv gesehen. Durch die aufgebaute Vernetzung hat sich die Beteiligung von Pflegebetrieben an diesen Veranstaltungen deutlich erhöht. Insgesamt sollte der Bereich Fachkräftebindung in nächsten Jahren eine noch größere Rolle spielen. Als ein zentrales Kriterium für die Personalbindung wird die gute Vereinbarkeit von Familie und Pflegeberuf gesehen, dies zeigen auch entsprechende Befragungen. Weiteres Potential für den Pflegeberuf wird in der Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen gesehen, hier bestehen noch entsprechende Bedarfe zur Berufsinformation. Bei der gezielten Anwerbung ausländischer Pflegefachkräfte gibt es noch Unterstützungsbedarf beim Spracherwerb sowie bei der Anerkennung von ausländischen Qualifikationen. Aus vorher genannten Gründen hat die Fokusgruppe die Handlungsempfehlung „Aufstockung und Verstetigung der Koordinationsstelle Fachkräftegewinnung Pflege“ entwickelt. Die Steuerungsgruppe Sozialplanung hat die Handlungsempfehlung als steuerungsrelevant eingeschätzt. Weiterhin gilt es zudem, Insolvenzen und den Verlust von Plätzen in Einrichtungen zu vermeiden. Auch mit den Aspekten psychische Erkrankung und Pflege hat sich die Fokusgruppe beschäftigt. Psychische Erkrankungen treten in allen Altersgruppen auf. Zudem wird darauf hingewiesen, dass nicht nur professionelle Pflegekräfte, sondern auch viele Angehörige, ältere Menschen und Pflegebedürftige, die noch in der eigenen Wohnung leben, versorgen. Ein Modellprojekt zu „Präventiven Hausbesuchen“ wird zurzeit in den politischen Gremien diskutiert. Durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft gewinnt auch das Thema Demenz an Bedeutung, die Fokusgruppe hat hierzu eine Handlungsempfehlung für einen „Demenzbeauftragte*n“ entwickelt, neben verstärkter Öffentlichkeitsarbeit sollen auch Versorgungsstrukturen und Hilfsangebote im Kreis betrachtet werden. Die Steuerungsgruppe Sozialplanung hat diese Handlungsempfehlung als weniger steuerungsrelevant eingeschätzt.
Der möglichst lange Erhalt der Gesundheit im Alter wurde noch einmal von der Fokusgruppe Altenhilfe und Pflege betont. Die zweite Kommunale Gesundheitskonferenz im Herbst 2024 wird sich daher mit dem Thema „Gesund älter werden“ beschäftigen. Voraussichtlich wird auch der Gesundheitsbericht 2025 hier einen entsprechenden Schwerpunkt setzen. Auch das Land wird die Gesundheitsberichterstattung ausbauen, ein landesweites Webportal zur Sozial- und Gesundheitsberichterstattung wird in diesem Jahr umgesetzt.
Seit der Gesundheits- und Sozialreform im Jahr 2004 werden die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel für Menschen ab dem 22. Lebensjahr nicht mehr von den Krankenkassen übernommen. Dies trifft besonders Familien mit geringen Einkommen und Menschen, die auf staatliche Leistungen angewiesen sind. Der Kreis Pinneberg stellt, im Rahmen der freiwilligen Leistungen, seit 2020 Mittel zur Kostenübernahme für Verhütungsmittel bereit. Die Entscheidung, welches Verhütungsmittel eine Person nutzen kann, hängt dann nicht mehr ab von den finanziellen Möglichkeiten, sondern wird individuell mit Ärztin oder Arzt entschieden. Damit wird auch finanziell ärmeren Menschen der Zugang zu einer selbstbestimmten Familienplanung ermöglicht. 99 % der Anträge werden von Frauen gestellt. Das Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C – Female genital mutilation/cutting) wurde in Form einer Fortbildung für Erziehungsfachkräfte behandelt. Neben den traditionellen Ursachen für FGM/C und der weltweiten Verbreitung, wurden auch die Bedeutung und Folgen für die betroffenen Frauen und ihre Familien angesprochen. Ebenso erhielten die Personen Hinweise zu den rechtlichen Handlungsmöglichkeiten und entsprechenden Beratungsstellen. Dieses Fortbildungsangebot als Teil der Istanbul Konvention soll jährlich wiederholt werden.
- Zentrale Informationen über den Gesundheitszustand von Kindern im Kreisgebiet liefern die Schuleingangsuntersuchungen
- Die Daten der Schuleingangsuntersuchung 2022/2023 für das Einschulungsjahr 2023 liegen vor
- Aufgrund von Programmumstellungen bei der Schuleingangsuntersuchung und neuen fachlichen Bewertungsstandards wird darauf hingewiesen, dass die Daten nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten zu vergleichen sind
- Ausführlichere Informationen zu den Daten, auch differenziert nach Geschlecht oder Herkunft, sind im Gesundheitsbericht „Kinder- und Jugendgesundheit“ 2024 veröffentlicht
- Der durchschnittliche Anteil unzureichender Sprachkompetenz, also weniger als 4 auf der 5er-Skala zur Ermittlung, beträgt 22,0 % (-0,9 % ggü. Vj.)
- Der Betrachtungsraum Elmshorn weist bei unzureichender Sprachkompetenz die höchsten Werte auf
- Emotionale Probleme wurden bei 9,6 % (+5,0 % ggü. Vj.) der Kinder diagnostiziert, bei 9,1 % eine Hyperaktivität (+4,6 % ggü. Vj.)
- Die Übergewichtigkeit bei den Einschulungskindern liegt kreisweit bei 9,6 % Übergewichtigkeit. Auf den Vergleich zum Vorjahr wird aufgrund der oben beschriebenen Programmumstellungen an dieser Stelle verzichtet
- Den höchsten Anteil an Übergewichtigkeit gibt es mit 11,3 % im Betrachtungsraum Elmshorn
- Von den untersuchten Kindern weisen 8,9 % eine Einschränkung im Hörvermögen auf (+3,8 % ggü. Vj.)
- Beim Sehvermögen weisen 18,5 % Einschränkungen auf (+7,0 % ggü. Vj.), es wurde eine Überweisung zum Augenarzt angeraten
- Bei Masern sind aufgrund der Impfpflicht beim Kita-Besuch mit 96,9 % die höchsten Impfquoten zu verzeichnen (-1,2 % ggü. Vj.), gleich gefolgt von Mumps mit 96,8 % (-1,4 % ggü. Vj.)
- Auch bei Tetanus existieren hohe Impfquoten, 91,4 % haben eine aktuell empfohlene vierte Impfung (-0,6 % ggü. Vj.)
- Informationen über die Gesundheit von Erwachsenen liefern die Diagnosen der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der gesetzlich Versicherten
- Die Auswertung erfolgt nur für die Mitglieder der einzelnen gesetzlichen Krankenkassen
- Für die Mitglieder der Barmer Ersatzkasse im Kreis Pinneberg zeigt sich, dass diese im Jahr 2022 bei den Krankheitstagen etwa 10 % unterhalb des Bundesdurchschnitts lagen; es wurden 20,64 Krankheitstage pro Beschäftigen ermittelt
- Bei den Mitgliedern der Barmer Ersatzkasse hat der Kreis in Schleswig-Holstein damit den geringsten Wert, im Landesschnitt wurden 23,13 Tage pro beschäftigter Person angegeben
- Insgesamt wurde 2022 damit ein Höchstwert der vergangenen Jahre erreicht, die ersten Zahlen für 2023 für Schleswig-Holstein deuten darauf hin, dass die Werte mit 23,75 landesweit auf diesem Niveau verbleiben
- Der weit überwiegende Teil der Krankschreibungen resultiert weiterhin aus leichten Erkrankungen mit nur kurzer Krankschreibungsdauer
- Die meisten Krankschreibungen gibt es sowohl bei der Barmer als auch bei DAK und Techniker für Atemwegserkrankungen
- Die höchsten Fehlzeiten basieren nach den Atemwegserkrankungen entweder auf psychischen Erkrankungen oder auf Muskel-Skelett-Erkrankungen
- Bei allen Kassen gibt es deutliche Zunahmen für Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen
- Der DAK Gesundheitsreport setzt noch einen besonderen Schwerpunkt auf Personalmangel als Gesundheitsrisiko, besonders im Gesundheitswesen sind die Krankenstände hoch
- Der DAK Gesundheitsreport empfiehlt aus diesem Grund betriebliche Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen, die den Fokus auf den Abbau von psychosozialen Belastungen wie chronischer Zeitdruck, Arbeitsunterbrechungen oder Überforderung legen
- Die Daten zur Pflege werden nur alle zwei Jahre aktualisiert und liegen für Ende 2021 vor, die Daten für 2023 werden in der 2. Jahreshälfte 2024 veröffentlicht
- Etwa 13.840 Menschen gelten Ende 2021 als pflegebedürftig (+700 ggü. 2019)
- Ende 2023 stehen im Kreisgebiet insgesamt 3.745 stationäre Pflegeplätze (-26 ggü. Vj.) mit 171 eingestreuten Kurzzeitpflegeplätzen (+11 ggü. Vj.) bereit, aufgrund des Fachkräftemangels sind aber nicht immer alle Plätze durchgehend belegbar Pflegeplätze
- Im Kreisdurchschnitt stehen 53 Pflegeplätze je 1.000 Einwohnende ab 65 Jahren zur Verfügung (unverändert ggü. Vj.)
- Die regionale Verteilung ist recht unterschiedlich, während im Betrachtungsraum Wedel nur 35 Plätze für die Altersgruppe zur Verfügung stehen, sind es im Betrachtungsraum Barmstedt 68 Plätze, die Werte bleiben fast unverändert zum Vorjahr
- Das Verhältnis der Plätze ist auch mit regionalen Gegebenheiten hinsichtlich der Wohn- und Mietkosten verbunden
- Etwa 1.000 Menschen erhalten Ende 2022 Hilfe zur Pflege (-200 ggü. Vj.)
- Die Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) wurde im April 2024 fortgeschrieben, die Regionen der KV stimmen dabei weder mit den Betrachtungsräumen und bei den Fachärzten auch nicht mit dem Kreisgebiet überein
- Im Gesundheitsbericht sind hierzu noch weitere detaillierte Informationen verfügbar
- Bei den Hausärzten sind im Gebiet Elmshorn noch 10,5 mögliche Stellen zu vergeben
- In der Bedarfsplanung der KV wird weiter davon ausgegangen, dass die schnell erreichbare ärztliche Infrastruktur in der Hansestadt Hamburg mit genutzt wird
- Im Bereich der psychotherapeutischen Versorgung sind im Kreis 1,0 Stellen ärztliche Psychotherapie und 3,0 Stellen im Bereich Psychosomatik zu besetzen
- Hier wird immer noch auf lange Wartezeiten und eine erforderliche Ausweitung des Versorgungssystems innerhalb des Kreisgebietes hingewiesen
- Für 2022 wurden etwa 59.600 vollstationäre Behandlungen in Krankenhäusern durchgeführt (+200 ggü. Vj.)
- 47,5 % der vollstationär behandelten Personen waren über 65 Jahre (+1,4 ggü. Vj.)
- Perspektivisch werden in Kooperation mit der Leitstelle die notärztlichen Einsatzraten im Kreis analysiert
Quellenangaben
Statistikamt Nord 2022 // Kreis Pinneberg 2022, 2023 // Kassenärztliche Vereinigung S.-H. Bedarfsplanung 2023 // Barmer Gesundheitsreport 2023 // TK Gesundheitsreport 2023 // DAK Gesundheitsreport 2023 // Robert Koch Institut (RKI) 2024 Kinder- und Jugendgesundheitsstudie „Health Behaviour in School-aged Children (HSBC) “ // Notfall + Rettungsmedizin 2024 Studie „Einfluss des sozioökonomischen Status auf Art und Häufigkeit notärztlicher Einsätze“
| Handlungsfeld | Handlungsempfehlung | Steuerungsrelevanz | Jahr | Status |
|---|---|---|---|---|
| Gesundheitsversorgung und Pflege | Demenzbeauftragte*r | weniger steuerungsrelevant | 2024 | beraten |
| Gesundheitsversorgung und Pflege | Aufstockung Koordinationsstelle Fachkräftegewinnung Pflege | steuerungsrelevant | 2024 | beraten und nicht beschlossen |
| Gesundheitsversorgung und Pflege | Pilotprojekt Gesunde Ernährung | weniger steuerungsrelevant | 2024 | nicht beraten |
| Gesundheitsversorgung und Pflege | Zuschuss Basisfortbildung für Genesungsbegleiter*innen | weniger steuerungsrelevant | 2024 | beraten und beschlossen |
Bei der Kommunalen Gesundheitskonferenz im Dezember 2023 stand das Thema Kinder- und Jugendgesundheit im Mittelpunkt. Gerade im frühkindlichen Bereich wurde erwähnt, dass sich viele Kinder zuhause mit Fast Food und auch in Kitas nicht gesund genug ernähren würden. Schon während der Schwangerschaft sollten daher Kompetenzen zu gesundem Essen in der Familie aufgebaut werden. Aus dieser Erkenntnis ist die Handlungsempfehlung „Pilotprojekt zur Verankerung des Themas Gesunde Ernährung in zwei Kitas und bei zwei Kindertagespflegepersonen“ entwickelt worden. Hierbei soll pilothaft an einem Qualifizierungsprogramm zum entsprechenden Thema teilgenommen werden. Die Steuerungsgruppe Sozialplanung hat diese Handlungsempfehlung als weniger steuerungsrelevant eingeschätzt. Bereits in der Grundschule sollte die Gesundheitsförderung einen größeren Raum einnehmen, häufig fehlt es, z.B. in Bezug auf ausreichende Bewegung, im Schulsport an geeigneten Räumlichkeiten und genügend Fachkräften. Auch an weiterführenden Schulen ist ungesunde Ernährung bei den Kindern und Jugendlichen ein Thema, hierzu sollten Ideen entwickelt werden, wie die Attraktivität des Schulessens gesteigert werden kann. Eine Idee, Gesundheit strukturell zu verankern, ist die Etablierung von Schulgesundheitsfachkräften („Schulkrankenschwester“). Diese könnten neben der Erstversorgung auch Präventionsangebote sowie eine gesundheitsförderliche Umgebung mitgestalten. Auch eine Verknüpfung mit den Klassenassistenzen sollte geprüft werden. Die internationale HSBC-Studie, veröffentlicht vom Robert Koch Institut, kommt ebenso zum Ergebnis, dass sich die größten sozioökonomischen Ungleichheiten bei Schulkindern in der Lebenszufriedenheit sowie im Ernährungsverhalten zeigen.
Auch bei der kinderärztlichen Versorgung im Kreis zeigt sich ein Ungleichgewicht. Aufgrund der regional schlecht verteilten Kinderarztpraxen kann z.B. in der Stadt Elmshorn nur ein gewisser Teil der Bevölkerung wohnortnah versorgt werden und viele Eltern müssen weite Wege in Kauf nehmen. Auf der übergeordneten Ebene der Kassenärztlichen Vereinigung und des Gemeinsamen Bundesausschusses sollte daher die Frage im Mittelpunkt stehen, ob die Verhältniszahlen auf Kreisebene noch geeignetes Mittel für wohnortnahe Versorgung sind, wenn bei den Arztpraxen Niederlassungsfreiheit besteht. Vergleichbares gilt auch für die generelle Gesundheitsversorgung im Kreisgebiet besonders im Hinblick auf den ländlichen Raum. Mit dem Neubau eines Zentralkrankenhaues in Pinneberg gilt es die Versorgungsstrukturen ganzheitlich zu betrachten. So zeigen Studien, dass notärztliche Einsatzraten in sozioökonomisch benachteiligten Gebieten höhere Werte aufweisen, dies gilt es zukünftig bei der Versorgungsplanung zu berücksichtigen. Auch der Sachverständigenrat Gesundheit und Pflege der Bundesregierung weist aufgrund der Fachkräftesituation darauf hin, dass die flächendeckende hausärztliche und gesundheitliche Versorgung gefährdet ist und Ärzte, Pflegefachpersonen und Medizinische Fachangestellte bereits als Engpassberufe eingestuft sind. Mit dem Gesetzentwurf auf Bundesebene zu einer Digitalagentur Gesundheit sollen auch die Themen digitale Versorgungsangebote und Telemedizin im Sinne einer effektiveren Nutzung in den nächsten Jahren weiter ausgebaut und innovative Versorgungsformen, wie Primärversorgungszentren oder Community Health Nurses, systematisch durchdacht werden.
Die Fokusgruppen Fachbeirat Sucht und der AK Gemeindenahe Psychiatrie haben sich u.a. mit Aspekten des Fachkräftemangels beschäftigt. Da in den nächsten Jahren eine große Anzahl des Fachpersonals in Ruhestand gehen wird, droht vielfältiges professionelles Wissen verloren zu gehen. Die Möglichkeit, Fachkräfte über das Angebot eines dualen Studienplatzes zu gewinnen, wird als erfolgreich eingeschätzt. Der Fachbeirat Sucht hat sich weiter mit den Themen Suchtpräventionsprojekte und Kindeswohlgefährdung beschäftigt. Hier wurde Sicherheit geschaffen hinsichtlich der Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Als Fazit der digitalen Suchtberatung wird gesehen, dass besonders jüngere Personen und Menschen, die schon häufiger Kontakt mit einer Beratungsstelle hatten, dies nutzen würden. Auch auf Helgoland wird die digitale Beratung effektiv genutzt. Der AK Gemeindenahe Psychiatrie weist erneut darauf hin, dass es für psychisch Erkrankte immer schwieriger wird, Wohnraum zu finden. Die Schaffung einer Kommunalen Wohnungsagentur wird als sinnvolles Instrument angesehen, genaueres hierzu im Handlungsfeld Wohnen. Weiterhin ist eine Woche der seelischen Gesundheit in Planung. Die Methode des „Offenen Dialog“, zu der bereits Fachkräfte im Kreis geschult wurden, wurde dort vorgestellt und soll als handlungsleitend umgesetzt werden. Der AK Gemeindenahe Psychiatrie hat die Handlungsempfehlung „Zuschuss Basisfortbildung Offener Dialog für Genesungsbegleiter*innen“ entwickelt. Im Sinne der Selbsthilfe sollen mit dieser Ausbildung psychisch erkrankte Personen andere Betroffene auf ihrem Genesungsweg unterstützen und damit die psychosozialen Versorgungsstrukturen im Kreis verbessern. Die Steuerungsgruppe Sozialplanung hat die Handlungsempfehlung als weniger steuerungsrelevant eingeschätzt.
Die Fokusgruppe Altenhilfe und Pflege hat sich vor allem mit den Themen Ausbildung, Fachkräftegewinnung sowie Personalbindung beschäftigt. Die Beteiligung der Koordinierungsstelle Fachkräftegewinnung Pflege an Berufsorientierungsveranstaltungen sowie an Jobmessen wird als sehr positiv gesehen. Durch die aufgebaute Vernetzung hat sich die Beteiligung von Pflegebetrieben an diesen Veranstaltungen deutlich erhöht. Insgesamt sollte der Bereich Fachkräftebindung in nächsten Jahren eine noch größere Rolle spielen. Als ein zentrales Kriterium für die Personalbindung wird die gute Vereinbarkeit von Familie und Pflegeberuf gesehen, dies zeigen auch entsprechende Befragungen. Weiteres Potential für den Pflegeberuf wird in der Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen gesehen, hier bestehen noch entsprechende Bedarfe zur Berufsinformation. Bei der gezielten Anwerbung ausländischer Pflegefachkräfte gibt es noch Unterstützungsbedarf beim Spracherwerb sowie bei der Anerkennung von ausländischen Qualifikationen. Aus vorher genannten Gründen hat die Fokusgruppe die Handlungsempfehlung „Aufstockung und Verstetigung der Koordinationsstelle Fachkräftegewinnung Pflege“ entwickelt. Die Steuerungsgruppe Sozialplanung hat die Handlungsempfehlung als steuerungsrelevant eingeschätzt. Weiterhin gilt es zudem, Insolvenzen und den Verlust von Plätzen in Einrichtungen zu vermeiden. Auch mit den Aspekten psychische Erkrankung und Pflege hat sich die Fokusgruppe beschäftigt. Psychische Erkrankungen treten in allen Altersgruppen auf. Zudem wird darauf hingewiesen, dass nicht nur professionelle Pflegekräfte, sondern auch viele Angehörige, ältere Menschen und Pflegebedürftige, die noch in der eigenen Wohnung leben, versorgen. Ein Modellprojekt zu „Präventiven Hausbesuchen“ wird zurzeit in den politischen Gremien diskutiert. Durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft gewinnt auch das Thema Demenz an Bedeutung, die Fokusgruppe hat hierzu eine Handlungsempfehlung für einen „Demenzbeauftragte*n“ entwickelt, neben verstärkter Öffentlichkeitsarbeit sollen auch Versorgungsstrukturen und Hilfsangebote im Kreis betrachtet werden. Die Steuerungsgruppe Sozialplanung hat diese Handlungsempfehlung als weniger steuerungsrelevant eingeschätzt.
Der möglichst lange Erhalt der Gesundheit im Alter wurde noch einmal von der Fokusgruppe Altenhilfe und Pflege betont. Die zweite Kommunale Gesundheitskonferenz im Herbst 2024 wird sich daher mit dem Thema „Gesund älter werden“ beschäftigen. Voraussichtlich wird auch der Gesundheitsbericht 2025 hier einen entsprechenden Schwerpunkt setzen. Auch das Land wird die Gesundheitsberichterstattung ausbauen, ein landesweites Webportal zur Sozial- und Gesundheitsberichterstattung wird in diesem Jahr umgesetzt.
Seit der Gesundheits- und Sozialreform im Jahr 2004 werden die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel für Menschen ab dem 22. Lebensjahr nicht mehr von den Krankenkassen übernommen. Dies trifft besonders Familien mit geringen Einkommen und Menschen, die auf staatliche Leistungen angewiesen sind. Der Kreis Pinneberg stellt, im Rahmen der freiwilligen Leistungen, seit 2020 Mittel zur Kostenübernahme für Verhütungsmittel bereit. Die Entscheidung, welches Verhütungsmittel eine Person nutzen kann, hängt dann nicht mehr ab von den finanziellen Möglichkeiten, sondern wird individuell mit Ärztin oder Arzt entschieden. Damit wird auch finanziell ärmeren Menschen der Zugang zu einer selbstbestimmten Familienplanung ermöglicht. 99 % der Anträge werden von Frauen gestellt. Das Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C – Female genital mutilation/cutting) wurde in Form einer Fortbildung für Erziehungsfachkräfte behandelt. Neben den traditionellen Ursachen für FGM/C und der weltweiten Verbreitung, wurden auch die Bedeutung und Folgen für die betroffenen Frauen und ihre Familien angesprochen. Ebenso erhielten die Personen Hinweise zu den rechtlichen Handlungsmöglichkeiten und entsprechenden Beratungsstellen. Dieses Fortbildungsangebot als Teil der Istanbul Konvention soll jährlich wiederholt werden.
- Zentrale Informationen über den Gesundheitszustand von Kindern im Kreisgebiet liefern die Schuleingangsuntersuchungen
- Die Daten der Schuleingangsuntersuchung 2022/2023 für das Einschulungsjahr 2023 liegen vor
- Aufgrund von Programmumstellungen bei der Schuleingangsuntersuchung und neuen fachlichen Bewertungsstandards wird darauf hingewiesen, dass die Daten nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten zu vergleichen sind
- Ausführlichere Informationen zu den Daten, auch differenziert nach Geschlecht oder Herkunft, sind im Gesundheitsbericht „Kinder- und Jugendgesundheit“ 2024 veröffentlicht
- Der durchschnittliche Anteil unzureichender Sprachkompetenz, also weniger als 4 auf der 5er-Skala zur Ermittlung, beträgt 22,0 % (-0,9 % ggü. Vj.)
- Der Betrachtungsraum Elmshorn weist bei unzureichender Sprachkompetenz die höchsten Werte auf
- Emotionale Probleme wurden bei 9,6 % (+5,0 % ggü. Vj.) der Kinder diagnostiziert, bei 9,1 % eine Hyperaktivität (+4,6 % ggü. Vj.)
- Die Übergewichtigkeit bei den Einschulungskindern liegt kreisweit bei 9,6 % Übergewichtigkeit. Auf den Vergleich zum Vorjahr wird aufgrund der oben beschriebenen Programmumstellungen an dieser Stelle verzichtet
- Den höchsten Anteil an Übergewichtigkeit gibt es mit 11,3 % im Betrachtungsraum Elmshorn
- Von den untersuchten Kindern weisen 8,9 % eine Einschränkung im Hörvermögen auf (+3,8 % ggü. Vj.)
- Beim Sehvermögen weisen 18,5 % Einschränkungen auf (+7,0 % ggü. Vj.), es wurde eine Überweisung zum Augenarzt angeraten
- Bei Masern sind aufgrund der Impfpflicht beim Kita-Besuch mit 96,9 % die höchsten Impfquoten zu verzeichnen (-1,2 % ggü. Vj.), gleich gefolgt von Mumps mit 96,8 % (-1,4 % ggü. Vj.)
- Auch bei Tetanus existieren hohe Impfquoten, 91,4 % haben eine aktuell empfohlene vierte Impfung (-0,6 % ggü. Vj.)
- Informationen über die Gesundheit von Erwachsenen liefern die Diagnosen der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der gesetzlich Versicherten
- Die Auswertung erfolgt nur für die Mitglieder der einzelnen gesetzlichen Krankenkassen
- Für die Mitglieder der Barmer Ersatzkasse im Kreis Pinneberg zeigt sich, dass diese im Jahr 2022 bei den Krankheitstagen etwa 10 % unterhalb des Bundesdurchschnitts lagen; es wurden 20,64 Krankheitstage pro Beschäftigen ermittelt
- Bei den Mitgliedern der Barmer Ersatzkasse hat der Kreis in Schleswig-Holstein damit den geringsten Wert, im Landesschnitt wurden 23,13 Tage pro beschäftigter Person angegeben
- Insgesamt wurde 2022 damit ein Höchstwert der vergangenen Jahre erreicht, die ersten Zahlen für 2023 für Schleswig-Holstein deuten darauf hin, dass die Werte mit 23,75 landesweit auf diesem Niveau verbleiben
- Der weit überwiegende Teil der Krankschreibungen resultiert weiterhin aus leichten Erkrankungen mit nur kurzer Krankschreibungsdauer
- Die meisten Krankschreibungen gibt es sowohl bei der Barmer als auch bei DAK und Techniker für Atemwegserkrankungen
- Die höchsten Fehlzeiten basieren nach den Atemwegserkrankungen entweder auf psychischen Erkrankungen oder auf Muskel-Skelett-Erkrankungen
- Bei allen Kassen gibt es deutliche Zunahmen für Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen
- Der DAK Gesundheitsreport setzt noch einen besonderen Schwerpunkt auf Personalmangel als Gesundheitsrisiko, besonders im Gesundheitswesen sind die Krankenstände hoch
- Der DAK Gesundheitsreport empfiehlt aus diesem Grund betriebliche Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen, die den Fokus auf den Abbau von psychosozialen Belastungen wie chronischer Zeitdruck, Arbeitsunterbrechungen oder Überforderung legen
- Die Daten zur Pflege werden nur alle zwei Jahre aktualisiert und liegen für Ende 2021 vor, die Daten für 2023 werden in der 2. Jahreshälfte 2024 veröffentlicht
- Etwa 13.840 Menschen gelten Ende 2021 als pflegebedürftig (+700 ggü. 2019)
- Ende 2023 stehen im Kreisgebiet insgesamt 3.745 stationäre Pflegeplätze (-26 ggü. Vj.) mit 171 eingestreuten Kurzzeitpflegeplätzen (+11 ggü. Vj.) bereit, aufgrund des Fachkräftemangels sind aber nicht immer alle Plätze durchgehend belegbar Pflegeplätze
- Im Kreisdurchschnitt stehen 53 Pflegeplätze je 1.000 Einwohnende ab 65 Jahren zur Verfügung (unverändert ggü. Vj.)
- Die regionale Verteilung ist recht unterschiedlich, während im Betrachtungsraum Wedel nur 35 Plätze für die Altersgruppe zur Verfügung stehen, sind es im Betrachtungsraum Barmstedt 68 Plätze, die Werte bleiben fast unverändert zum Vorjahr
- Das Verhältnis der Plätze ist auch mit regionalen Gegebenheiten hinsichtlich der Wohn- und Mietkosten verbunden
- Etwa 1.000 Menschen erhalten Ende 2022 Hilfe zur Pflege (-200 ggü. Vj.)
- Die Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) wurde im April 2024 fortgeschrieben, die Regionen der KV stimmen dabei weder mit den Betrachtungsräumen und bei den Fachärzten auch nicht mit dem Kreisgebiet überein
- Im Gesundheitsbericht sind hierzu noch weitere detaillierte Informationen verfügbar
- Bei den Hausärzten sind im Gebiet Elmshorn noch 10,5 mögliche Stellen zu vergeben
- In der Bedarfsplanung der KV wird weiter davon ausgegangen, dass die schnell erreichbare ärztliche Infrastruktur in der Hansestadt Hamburg mit genutzt wird
- Im Bereich der psychotherapeutischen Versorgung sind im Kreis 1,0 Stellen ärztliche Psychotherapie und 3,0 Stellen im Bereich Psychosomatik zu besetzen
- Hier wird immer noch auf lange Wartezeiten und eine erforderliche Ausweitung des Versorgungssystems innerhalb des Kreisgebietes hingewiesen
- Für 2022 wurden etwa 59.600 vollstationäre Behandlungen in Krankenhäusern durchgeführt (+200 ggü. Vj.)
- 47,5 % der vollstationär behandelten Personen waren über 65 Jahre (+1,4 ggü. Vj.)
- Perspektivisch werden in Kooperation mit der Leitstelle die notärztlichen Einsatzraten im Kreis analysiert
Quellenangaben
Statistikamt Nord 2022 // Kreis Pinneberg 2022, 2023 // Kassenärztliche Vereinigung S.-H. Bedarfsplanung 2023 // Barmer Gesundheitsreport 2023 // TK Gesundheitsreport 2023 // DAK Gesundheitsreport 2023 // Robert Koch Institut (RKI) 2024 Kinder- und Jugendgesundheitsstudie „Health Behaviour in School-aged Children (HSBC) “ // Notfall + Rettungsmedizin 2024 Studie „Einfluss des sozioökonomischen Status auf Art und Häufigkeit notärztlicher Einsätze“
| Handlungsfeld | Handlungsempfehlung | Steuerungsrelevanz | Jahr | Status |
|---|---|---|---|---|
| Gesundheitsversorgung und Pflege | Demenzbeauftragte*r | weniger steuerungsrelevant | 2024 | beraten |
| Gesundheitsversorgung und Pflege | Aufstockung Koordinationsstelle Fachkräftegewinnung Pflege | steuerungsrelevant | 2024 | beraten und nicht beschlossen |
| Gesundheitsversorgung und Pflege | Pilotprojekt Gesunde Ernährung | weniger steuerungsrelevant | 2024 | nicht beraten |
| Gesundheitsversorgung und Pflege | Zuschuss Basisfortbildung für Genesungsbegleiter*innen | weniger steuerungsrelevant | 2024 | beraten und beschlossen |