Fokus 2024
Wohnen
Bezahlbarer und ausreichender Wohnraum bleiben die zentralen Themen, auch um z.B. genügend Fachkräfte im Kreis zu halten. Die Mietpreise steigen weiter, wohingegen bei den Bestandsbauten Abschläge bei den Kaufpreisen zu verzeichnen sind. Dies liegt auch daran, dass hier bei einem Großteil energetische Sanierungen in den nächsten Jahren notwendig werden. Für zunehmend mehr Einwohnende gibt es herausfordernde Bedingungen auf dem Wohnungsmarkt.
159.400
Wohnungen
4.620
Sozialwohnungen
10,04 Euro
durchschnittl. Neumiete
3.025
untergebrachte Wohnungslose
Im vergangenen Jahr wurde die Machbarkeitsstudie eines gemeinsamen, regionalen Wohnungsmarktmonitorings für die Metropolregion Hamburg vorgestellt. Diese beinhalte auch die Formulierung eines Lastenhefts, also welche Indikatoren und in welcher Häufigkeit, Dichte und Feingranularität die Daten für alle Kommunen der verschiedenen Bundesländer gleichmäßig zu erfassen sind. Die Machbarkeitsstudie wurde von den Gremien als positiv beurteilt und das Projekt befindet sich nun in der Umsetzungsphase. Ziel ist es, Ländergrenzen übergreifende Informationen über den Wohnungsmarkt in der Metropolregion zur Verfügung zu stellen, so dass aus den Erkenntnissen zukünftig auch gemeinsame Maßnahmen entwickelt werden können.
Im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKK) wird darauf hingewiesen, dass eine klimafreundliche Energie- und Wärmenutzung ein zentrales Element zur Erreichung der gesetzten Klimaziele sein wird. Etwa die Hälfte der Wohnungen im Kreis wurden zwischen 1949 und 1978 gebaut und erfüllen größtenteils nicht die heutigen energetischen Anforderungen. Hier sind gebäudeseitig in den nächsten Jahren energetische Sanierungen notwendig. Neben den gestiegenen Zinsen zur Finanzierung könnten auch die zusätzlichen Kosten für Sanierungen im Bestand ein Grund für die Zurückhaltung der Käufer im Kreis sein. Auch beim Neubau ist auf eine klimafreundliche Bauweise zu achten. Neben den baulichen Maßnahmen gilt es, die Bevölkerung für ein sparsames Heizverhalten zu sensibilisieren, um Einsparungen zu erzielen. All diese Maßnahmen können dazu beitragen, die Steigerungen bei den Wohnkosten für alle Bevölkerungsgruppen etwas abzumildern.
Mit der Bereitstellung eines Solarpotenzialkatasters als interaktive Landkarte ist für die Gebäudeeigentümer im Kreis nun ersichtlich, ob sich ihre Dächer für Solarnutzung eignen. Zusätzlich müssen die Kommunen bis spätestens Mitte 2028 eine Wärmeplanung erstellen. Auf Wunsch unterstützt die Kreisverwaltung hierbei. Im Rahmen der Bauleitplanung werden Empfehlungen ausgearbeitet, wie zum Beispiel im Quartier vorhandene Wärmequellen (z.B. Geothermie oder Abwärme) genutzt werden könnten. Auch diese Maßnahmen zielen letztendlich auf eine Stabilisierung und bessere Planbarkeit der Wohnnebenkosten ab.
Angeregt von mehreren Fokusgruppen haben sich die politischen Gremien in den vergangenen zwölf Monaten intensiv mit dem Thema Kommunale Wohnungsagentur beschäftigt. Ziel ist es hierbei Menschen, die besondere Schwierigkeiten oder Bedarfe auf dem Wohnungsmarkt haben, bei der Anmietung und Vermittlung von Wohnraum zu unterstützen. Weiterhin soll es auch um die Begleitung von Mietverhältnissen gehen, wenn z.B. Menschen aus stationären Einrichtungen wieder in den regulären Wohnungsmarkt wechseln. Auch eine Mediation von bestehenden schwierigen Mietverhältnissen ist möglich. Zielgruppen sind hierbei besonders Menschen mit Behinderung, Menschen in Wohnungslosigkeit oder aus öffentlichen Unterkünften, sowie Personen mit Schufa-Einträgen. Weiterhin zählen Menschen mit Migrationshintergrund oder besonderen Sprachbarrieren dazu. Ein vergleichbares Projekt „WohnECK“ aus dem Kreis Nordfriesland wurde ausführlich im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Senioren vorgestellt. Die Kreisverwaltung hat dem Ausschuss im Juni 2024 ein Grobkonzept zur Realisierung einer Kommunalen Wohnungsagentur im Kreis Pinneberg vorgelegt. Auch die in Zahlen, Daten und Fakten erstmals veröffentlichte Statistik für untergebrachte Wohnungslose zeigt die Bedarfe im Kreis für diese Zielgruppe auf. Weitere Aspekte zum Wohnen für Menschen mit besonderen Bedarfen sind auch im Handlungsfeld Inklusion beschrieben. Zentrale Akteure bei der Schaffung von Wohnraum sind die Kommunen. In der Stadt Schenefeld ist auch preisgedämpfter Wohnungsbau möglich, wenn z.B. aufgrund begrenzter Landesmittel die soziale Wohnraumförderung nicht genutzt werden kann.
Eine besondere Rolle hat die Unterbringung geflüchteter Menschen im vergangenen Jahr eingenommen. Der bisher verfolgte Ansatz einer dezentralen Unterbringung stellt, aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes, immer mehr Kommunen vor Herausforderungen. Die Einrichtung einer temporären zentralen Gemeinschaftsunterkunft wurde diskutiert. Auch einige Kommunen wie die Stadt Elmshorn planen inzwischen mit zentralen Unterkünften für geflüchtete Menschen. Im Bereich Bauordnung der Kreisverwaltung wurde eine personelle Ressource zur Verfügung gestellt, um die Kommunen bei der Schaffung von eigenem Wohnraum zu unterstützen.
- Weiteres Bevölkerungswachstum und damit eine Erhöhung der Anzahl der Haushalte im Kreisgebiet führt zu weiterem Bedarf an Wohnraum
- Der Bestand an Wohnungen im Kreisgebiet beträgt Ende 2022 etwa 159.400 (+1.300 ggü. Vj.)
- Weiterhin haben davon knapp 66 % eine Größe von drei bis fünf Zimmern
- Etwa 1.650 neuen Wohnungen wurden 2022 fertiggestellt (+400 ggü. Vj.), durch den Rückgang der Baugenehmigungen sind hier in den nächsten Jahren geringere Zahlen zu erwarten
- Etwa 53 % der neuen Wohnungen hatten eine Größe von ein bis drei Zimmern (+2 % ggü. Vj.)
- Die erteilten Baugenehmigungen für Wohnungen sinken 2022 deutlich auf etwa 1.530 (-430 ggü. Vj.)
- Die Eigentümerquote im Kreis wurde letztmals im Rahmen des Zensus 2011 ermittelt und wird mit 53 % angegeben
- In den ersten Datenveröffentlichungen des Zensus 2022 wird für den Kreis eine Leerstandsquote von Wohnungen mit 2,23 % angegeben, deutlich unter dem Landesschnitt von 2,73 %
- Die durchschnittliche Wohnfläche je Einwohnende nimmt 2022 erstmals seit mehreren Jahren leicht ab auf 45,3 qm (-0,1 qm ggü. Vj.)
- Bei der durchschnittlichen Wohnfläche hat der Kreis im Landesvergleich noch den geringsten Wert
- Andere Kreise in Schleswig-Holstein kommen auf Werte bis zu 57,8 qm, tendenziell sind in den nördlichen Kreisen die Werte deutlich höher als in den Kreisen, die an die Metropole Hamburg grenzen
- Nach Prognosen der Bertelsmann Stiftung (Wegweiser Kommune) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ist auch in den nächsten Jahren von weiterem Bevölkerungswachstum im Kreis Pinneberg auszugehen, was zu weiterem Wohnungsbedarf führt, gerade im Mietmarkt wird es voraussichtlich steigende Preise geben
- Erstmals wurde die Statistik der untergebrachten Wohnungslosen für den Kreis veröffentlicht, für Ende 2022 wird durch die Fluchtbewegungen aus der Ukraine und die Herausforderungen in der Unterbringung ein deutlicher Anstieg auf 3.025 Menschen angegeben (+1.780 ggü. Vj.)
- Etwa 31 % der wohnungslosen Menschen sind unter 18 Jahren und etwa 8 % über 60 Jahre alt
- Etwa 4.620 Wohnungen im Kreis waren Ende 2022 durch den sozialen Wohnungsbau gefördert (-80 ggü. Vj.), nach ersten Erkenntnissen wird die Anzahl der sozial geförderten Wohnungen 2023 etwas geringer sein Geförderter Wohnraum
- Nach dem aktuellen Stand wird bis 2027 für etwa 22 % dieser Wohnungen die Bindungspflicht entfallen
- Das Verhältnis der sozial geförderten Wohnungen zu allen Wohnungen hat sich in den vergangenen Jahren wenig geändert, die Quote verbleibt für 2022 bei etwa 2,90 % (-0,05 ggü. Vj.)
- Alle Preise für die größeren Kommunen im Kreis sind in der Tabelle angegeben: Kauf- und Mietpreise 2023
- Bei bestehenden Einfamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen sinken 2023 in fast allen großen Kommunen die Preise erneut, teilweise um über 10%
- Bei den Neubauten von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen gibt es keinen einheitlichen Trend, in einigen Kommunen sinken seit vielen Jahren erstmals die Preise im Neubausegment
- Die Randgebiete um Hamburg wie Schenefeld, Wedel, Rellingen oder Halstenbek bleiben die Spitzenreiter bei den Preisen
- Die Preise für Neuvermietungen stiegen schon 2022 in allen größeren Kommunen weiter deutlich an, eine Fortsetzung wird für 2023 erwartet
- Die Quadratmeterpreise im Kreisgebiet liegen bei Neuvermietung mit 10,04 Euro pro qm erstmals über 10 Euro (+0,53 Euro ggü. Vj.)
- In den Kommunen im Hamburger Randgebiet liegen die Preise für Neuvermietungen 2022 am höchsten, nur in Elmshorn, Barmstedt und Uetersen sind die Preise noch unter 10 Euro pro qm
- Der durchschnittliche Anspruch auf Wohngeld steigt im Kreisgebiet in 2022 auf 217 Euro (+5 Euro ggü. Vj.)
- Der Kreis Pinneberg liegt weiterhin deutlich über dem Durchschnitt des Landes von 196 Euro (+5 Euro ggü. Vj.) und des Bundes mit 191 Euro (-1 Euro ggü. Vj.)
- Die Zahl der Haushalte im Wohngeldbezug steigt Ende 2022 auf 2.090 (+25 ggü. Vj.)
Quellenangaben
Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2022, 2021 // IB.SH Mietmonitoring 2022 // Zensus 2011 // Zensus 2022 // Bertelsmann Stiftung Wegweiser Kommune 2024 // Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) 2024 // Landesbausparkasse Immobilienmarktatlas 2023 // Interkommunale Vergleichs-Systeme 2022
Im Jahr 2024 gibt es keine Handlungsempfehlung aus dem Netzwerk der Sozialplanung für das Handlungsfeld Wohnen. Handlungsempfehlungen der Vorjahre bzw. für andere Handlungsfelder finden Sie hier .
Im vergangenen Jahr wurde die Machbarkeitsstudie eines gemeinsamen, regionalen Wohnungsmarktmonitorings für die Metropolregion Hamburg vorgestellt. Diese beinhalte auch die Formulierung eines Lastenhefts, also welche Indikatoren und in welcher Häufigkeit, Dichte und Feingranularität die Daten für alle Kommunen der verschiedenen Bundesländer gleichmäßig zu erfassen sind. Die Machbarkeitsstudie wurde von den Gremien als positiv beurteilt und das Projekt befindet sich nun in der Umsetzungsphase. Ziel ist es, Ländergrenzen übergreifende Informationen über den Wohnungsmarkt in der Metropolregion zur Verfügung zu stellen, so dass aus den Erkenntnissen zukünftig auch gemeinsame Maßnahmen entwickelt werden können.
Im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKK) wird darauf hingewiesen, dass eine klimafreundliche Energie- und Wärmenutzung ein zentrales Element zur Erreichung der gesetzten Klimaziele sein wird. Etwa die Hälfte der Wohnungen im Kreis wurden zwischen 1949 und 1978 gebaut und erfüllen größtenteils nicht die heutigen energetischen Anforderungen. Hier sind gebäudeseitig in den nächsten Jahren energetische Sanierungen notwendig. Neben den gestiegenen Zinsen zur Finanzierung könnten auch die zusätzlichen Kosten für Sanierungen im Bestand ein Grund für die Zurückhaltung der Käufer im Kreis sein. Auch beim Neubau ist auf eine klimafreundliche Bauweise zu achten. Neben den baulichen Maßnahmen gilt es, die Bevölkerung für ein sparsames Heizverhalten zu sensibilisieren, um Einsparungen zu erzielen. All diese Maßnahmen können dazu beitragen, die Steigerungen bei den Wohnkosten für alle Bevölkerungsgruppen etwas abzumildern.
Mit der Bereitstellung eines Solarpotenzialkatasters als interaktive Landkarte ist für die Gebäudeeigentümer im Kreis nun ersichtlich, ob sich ihre Dächer für Solarnutzung eignen. Zusätzlich müssen die Kommunen bis spätestens Mitte 2028 eine Wärmeplanung erstellen. Auf Wunsch unterstützt die Kreisverwaltung hierbei. Im Rahmen der Bauleitplanung werden Empfehlungen ausgearbeitet, wie zum Beispiel im Quartier vorhandene Wärmequellen (z.B. Geothermie oder Abwärme) genutzt werden könnten. Auch diese Maßnahmen zielen letztendlich auf eine Stabilisierung und bessere Planbarkeit der Wohnnebenkosten ab.
Angeregt von mehreren Fokusgruppen haben sich die politischen Gremien in den vergangenen zwölf Monaten intensiv mit dem Thema Kommunale Wohnungsagentur beschäftigt. Ziel ist es hierbei Menschen, die besondere Schwierigkeiten oder Bedarfe auf dem Wohnungsmarkt haben, bei der Anmietung und Vermittlung von Wohnraum zu unterstützen. Weiterhin soll es auch um die Begleitung von Mietverhältnissen gehen, wenn z.B. Menschen aus stationären Einrichtungen wieder in den regulären Wohnungsmarkt wechseln. Auch eine Mediation von bestehenden schwierigen Mietverhältnissen ist möglich. Zielgruppen sind hierbei besonders Menschen mit Behinderung, Menschen in Wohnungslosigkeit oder aus öffentlichen Unterkünften, sowie Personen mit Schufa-Einträgen. Weiterhin zählen Menschen mit Migrationshintergrund oder besonderen Sprachbarrieren dazu. Ein vergleichbares Projekt „WohnECK“ aus dem Kreis Nordfriesland wurde ausführlich im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Senioren vorgestellt. Die Kreisverwaltung hat dem Ausschuss im Juni 2024 ein Grobkonzept zur Realisierung einer Kommunalen Wohnungsagentur im Kreis Pinneberg vorgelegt. Auch die in Zahlen, Daten und Fakten erstmals veröffentlichte Statistik für untergebrachte Wohnungslose zeigt die Bedarfe im Kreis für diese Zielgruppe auf. Weitere Aspekte zum Wohnen für Menschen mit besonderen Bedarfen sind auch im Handlungsfeld Inklusion beschrieben. Zentrale Akteure bei der Schaffung von Wohnraum sind die Kommunen. In der Stadt Schenefeld ist auch preisgedämpfter Wohnungsbau möglich, wenn z.B. aufgrund begrenzter Landesmittel die soziale Wohnraumförderung nicht genutzt werden kann.
Eine besondere Rolle hat die Unterbringung geflüchteter Menschen im vergangenen Jahr eingenommen. Der bisher verfolgte Ansatz einer dezentralen Unterbringung stellt, aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes, immer mehr Kommunen vor Herausforderungen. Die Einrichtung einer temporären zentralen Gemeinschaftsunterkunft wurde diskutiert. Auch einige Kommunen wie die Stadt Elmshorn planen inzwischen mit zentralen Unterkünften für geflüchtete Menschen. Im Bereich Bauordnung der Kreisverwaltung wurde eine personelle Ressource zur Verfügung gestellt, um die Kommunen bei der Schaffung von eigenem Wohnraum zu unterstützen.
- Weiteres Bevölkerungswachstum und damit eine Erhöhung der Anzahl der Haushalte im Kreisgebiet führt zu weiterem Bedarf an Wohnraum
- Der Bestand an Wohnungen im Kreisgebiet beträgt Ende 2022 etwa 159.400 (+1.300 ggü. Vj.)
- Weiterhin haben davon knapp 66 % eine Größe von drei bis fünf Zimmern
- Etwa 1.650 neuen Wohnungen wurden 2022 fertiggestellt (+400 ggü. Vj.), durch den Rückgang der Baugenehmigungen sind hier in den nächsten Jahren geringere Zahlen zu erwarten
- Etwa 53 % der neuen Wohnungen hatten eine Größe von ein bis drei Zimmern (+2 % ggü. Vj.)
- Die erteilten Baugenehmigungen für Wohnungen sinken 2022 deutlich auf etwa 1.530 (-430 ggü. Vj.)
- Die Eigentümerquote im Kreis wurde letztmals im Rahmen des Zensus 2011 ermittelt und wird mit 53 % angegeben
- In den ersten Datenveröffentlichungen des Zensus 2022 wird für den Kreis eine Leerstandsquote von Wohnungen mit 2,23 % angegeben, deutlich unter dem Landesschnitt von 2,73 %
- Die durchschnittliche Wohnfläche je Einwohnende nimmt 2022 erstmals seit mehreren Jahren leicht ab auf 45,3 qm (-0,1 qm ggü. Vj.)
- Bei der durchschnittlichen Wohnfläche hat der Kreis im Landesvergleich noch den geringsten Wert
- Andere Kreise in Schleswig-Holstein kommen auf Werte bis zu 57,8 qm, tendenziell sind in den nördlichen Kreisen die Werte deutlich höher als in den Kreisen, die an die Metropole Hamburg grenzen
- Nach Prognosen der Bertelsmann Stiftung (Wegweiser Kommune) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ist auch in den nächsten Jahren von weiterem Bevölkerungswachstum im Kreis Pinneberg auszugehen, was zu weiterem Wohnungsbedarf führt, gerade im Mietmarkt wird es voraussichtlich steigende Preise geben
- Erstmals wurde die Statistik der untergebrachten Wohnungslosen für den Kreis veröffentlicht, für Ende 2022 wird durch die Fluchtbewegungen aus der Ukraine und die Herausforderungen in der Unterbringung ein deutlicher Anstieg auf 3.025 Menschen angegeben (+1.780 ggü. Vj.)
- Etwa 31 % der wohnungslosen Menschen sind unter 18 Jahren und etwa 8 % über 60 Jahre alt
- Etwa 4.620 Wohnungen im Kreis waren Ende 2022 durch den sozialen Wohnungsbau gefördert (-80 ggü. Vj.), nach ersten Erkenntnissen wird die Anzahl der sozial geförderten Wohnungen 2023 etwas geringer sein Geförderter Wohnraum
- Nach dem aktuellen Stand wird bis 2027 für etwa 22 % dieser Wohnungen die Bindungspflicht entfallen
- Das Verhältnis der sozial geförderten Wohnungen zu allen Wohnungen hat sich in den vergangenen Jahren wenig geändert, die Quote verbleibt für 2022 bei etwa 2,90 % (-0,05 ggü. Vj.)
- Alle Preise für die größeren Kommunen im Kreis sind in der Tabelle angegeben: Kauf- und Mietpreise 2023
- Bei bestehenden Einfamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen sinken 2023 in fast allen großen Kommunen die Preise erneut, teilweise um über 10%
- Bei den Neubauten von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen gibt es keinen einheitlichen Trend, in einigen Kommunen sinken seit vielen Jahren erstmals die Preise im Neubausegment
- Die Randgebiete um Hamburg wie Schenefeld, Wedel, Rellingen oder Halstenbek bleiben die Spitzenreiter bei den Preisen
- Die Preise für Neuvermietungen stiegen schon 2022 in allen größeren Kommunen weiter deutlich an, eine Fortsetzung wird für 2023 erwartet
- Die Quadratmeterpreise im Kreisgebiet liegen bei Neuvermietung mit 10,04 Euro pro qm erstmals über 10 Euro (+0,53 Euro ggü. Vj.)
- In den Kommunen im Hamburger Randgebiet liegen die Preise für Neuvermietungen 2022 am höchsten, nur in Elmshorn, Barmstedt und Uetersen sind die Preise noch unter 10 Euro pro qm
- Der durchschnittliche Anspruch auf Wohngeld steigt im Kreisgebiet in 2022 auf 217 Euro (+5 Euro ggü. Vj.)
- Der Kreis Pinneberg liegt weiterhin deutlich über dem Durchschnitt des Landes von 196 Euro (+5 Euro ggü. Vj.) und des Bundes mit 191 Euro (-1 Euro ggü. Vj.)
- Die Zahl der Haushalte im Wohngeldbezug steigt Ende 2022 auf 2.090 (+25 ggü. Vj.)
Quellenangaben
Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2022, 2021 // IB.SH Mietmonitoring 2022 // Zensus 2011 // Zensus 2022 // Bertelsmann Stiftung Wegweiser Kommune 2024 // Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) 2024 // Landesbausparkasse Immobilienmarktatlas 2023 // Interkommunale Vergleichs-Systeme 2022
Im Jahr 2024 gibt es keine Handlungsempfehlung aus dem Netzwerk der Sozialplanung für das Handlungsfeld Wohnen. Handlungsempfehlungen der Vorjahre bzw. für andere Handlungsfelder finden Sie hier .