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Fokus 2026

Arbeit

Mit der Gesamtbevölkerung steigen die beschäftigten Einwohnenden, aber auch die Jugendarbeitslosen weiter an. Im Übergang Schule Beruf sind daher unterstützende Maßnahmen zum Start in das Erwerbsleben zu verstärken. Aktivitäten gegen den bereits in vielen Bereichen spürbaren Fachkräftemangel sind weiterhin erforderlich. Die technologische und strukturelle Veränderung der Arbeitswelt bedingt Qualifizierungs-, Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen.

5,3 %

Arbeitslosenquote

136.600

beschäftigte Einwohnende

71,8 %

Beschäftigte im Dienstleistungsbereich

+ 1.500

Beschäftigte im Kreisgebiet

Die weiter ansteigende Jugendarbeits­losigkeit im Kreis erfordert Maßnahmen für einen gelingenden Start in den Beruf und das Arbeitsleben, da viele junge Menschen Orientierung und Unterstützung dabei benötigen Jugend- und Langzeitarbeitslose. Grundsätzlich können sie sich im Berufsinformations­zentrum (BiZ) umfassend informieren, Tests absolvieren, an Informations­veranstaltungen teilnehmen oder sich individuell und spezifisch beraten lassen. Auch die Jugend­berufsagentur (JBA) bietet an zwei Orten im Kreis Beratung durch ein multi­professionelles Team an, insbesondere für Schülerinnen und Schüler mit perspektivisch schwieriger Bildungs­biographie. Das Konzept multi­professioneller JBA-BO-Teams mit der Agentur für Arbeit und Schulen wurde 2025 für alle schulamtsgebundenen Schulen eingeführt. Erste Erfahrungswerte werden aktuell erhoben und ausgewertet. Zur Verbesserung der Beratungs­qualität sollen außerdem im November 2026 Schülerinnen und Schüler zu den Angeboten befragt werden.

Zum Ausbau der Netzwerk­strukturen und um Jugendlichen, aber auch Eltern, niedrigschwellig wichtige Informationen zum Berufswahl­prozess zu vermitteln, fand zum zweiten Mal eine Informations­veranstaltung statt. Mitveranstaltet wurde diese von der Türkischen Gemeinde, der Beruflichen Schule Elmshorn, dem BiZ, der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, der Regionalen Ausbildungs­betreuung sowie dem Migrations-Elternnetzwerk. Die JBA Kreis Pinneberg feiert in diesem Jahr 10-jähriges Jubiläum, im Dezember 2016 wurde in Elmshorn der Grundstein für die Kooperations­arbeit gelegt. Auch nach zehn Jahren gemeinsamer Arbeit und Weiter­entwicklung am Übergang Schule Beruf sind künftig noch viele Themen zu bearbeiten, 2027 z.B. die Ergebnisse der o.g. Befragung mit den Angeboten der JBA abzugleichen und diese ggf. an die Wünsche der Jugendlichen anzupassen.

Das Jobcenter intensiviert ebenfalls seine Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit und den Jugendämtern und folgt so dem Kerngedanken der Jugend­berufs­agentur, junge Menschen frühzeitig zu erreichen. Als ergänzender Partner im Netzwerk unterstützt die Jugendsozialarbeit junge Menschen bei der Ideenfindung für ihre berufliche Zukunft, z.B. durch Anschauen von Berufs­informationsfilmen, Begleitung ins BiZ, Vorbereitung von Terminen oder Unterstützung bei Bewerbungs­schreiben. Ein neues trägerübergreifendes Gruppen-Informationsangebot wird zurzeit erprobt. Bei weitergehenden Hilfebedarfen wird immer eine eigenständige Problemlösung angestrebt bzw. ein Kontakt zu Hilfsangeboten vermittelt. Auch mit den Bildungs­beratungen der Berufsschulen existiert eine enge Zusammenarbeit, um schulische Bildungs­möglichkeiten zu besprechen. Die Jugend­sozialarbeit führt auch kollegiale Beratungen der Schulsozial­arbeit durch und vermittelt und begleitet Jugendliche zu Beratungen mit der Willkommens­lotsin der IHK, die Zugewanderte bei der Ausbildungssuche unterstützt. Wenn Jugendliche Drogen- oder Alkohol­abhängigkeit thematisieren, vermittelt die Jugend­sozialarbeit in die Suchtberatung und unterstützt die jungen Erwachsenen während einer Therapie bei der Suche nach Perspektiven zur beruflichen Wieder­eingliederung. Eine Kooperation mit dem Kinder- und Jugendbüro Elmshorn wird im Rahmen dessen konzeptioneller Neuausrichtung entwickelt.

Für eine wirtschaftliche Entwicklung soll der Kreis Pinneberg von Fachkräften als attraktiver Standort in der Metropolregion Hamburg wahrgenommen werden. Dies kann nur gelingen, wenn auch im Bereich der sozialen Daseins­vorsorge ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stehen, die diese wichtige gesellschaftliche Aufgabe erfüllen. Aktuell führt der Fachkräfte­mangel im sozialen Bereich bereits dazu, dass Aufgaben nicht mehr in der benötigten Quantität und Qualität wahrgenommen werden. Mit von allen Akteuren gemeinsam entwickelten bedarfsgerechten Maßnahmen zur Ausbildung und Qualifikation soll Personal gewonnen und gehalten werden. Die Standort­kampagne der Wirtschafts­­förderung, die Personal­strategie der Kreisverwaltung und das Fachkräfte­konzept des Fachbereichs Familie, Teilhabe und Soziales verfolgen diese Ziele. Die Wirksamkeit der Vorschläge unterscheidet sich im Zeithorizont in kurz- mittel- und langfristige Effekte. Bewährte bereits umgesetzte Aktivitäten wie die praxisintegrierte Ausbildung und Stipendien in der Ausbildung von Erziehungs­­fachkräften sowie die Förderung des Dualen Studiums Soziale Arbeit werden fortgeführt.

Die Arbeitswelt befindet sich durch technologische Sprünge und gesellschaftliche Veränderungen in einem beschleunigten Prozess des Wandels (Future of Work). Dabei spielen der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) und die Neudefinition menschlicher Funktionen eine zentrale Rolle. Analysen, Strategieentwicklung und kreative Zusammen­arbeit sind bedeutsam. Formale Abschlüsse verlieren und „Soft Skills“ gewinnen an Wert. Durch immer flexiblere und ortsunabhängigere Arbeit gehen Privates und Beruf mehr ineinander über. Da Wohn- und Arbeitsort im Kreis häufig getrennt sind, ergeben sich hier besondere Potenziale für mobiles Arbeiten. Die strukturellen Veränderungen lösen einen hohen Qualifizierungs-, Weiterbildungs- und Umschulungsbedarf aus, entsprechende Programme der Agentur für Arbeit und des Jobcenters berücksichtigen dies.  

  • Zahl der erwerbstätigen Personen im Kreisgebiet steigt weiter auf 98.300 (+1.500 ggü. Vj.) 
  • Anzahl der Vollzeitstellen steigt leicht auf 64.500 (+200 ggü. Vj.) und die Teilzeitstellen parallel ansteigend auf 33.800 (+1.300 ggü. Vj.)
  • Neue Teilzeitstellen werden eher von Frauen (+800 ggü. Vj.) als von Männern (+500 ggü. Vj.) besetzt 
  • Etwa 68 % der Vollzeitstellen bleiben von Männern (unverändert ggü. Vj.) und knapp 78 % der Teilzeitstellen von Frauen besetzt (unverändert ggü. Vj.)

  • Weitere Verschiebung innerhalb der Sektoren vom produzierenden Gewerbe zur Dienstleistungsbranche, wie schon in den vergangenen Jahren 
  • 26,1 % arbeiten im produzierenden Gewerbe (-0,8 % ggü. Vj.), 71,8 % im Dienstleistungssektor (+0,8 % ggü. Vj.) und 2,1 % in der Forst- und Landwirtschaft (unverändert ggü. Vj.) 
  • Anstieg der Beschäftigtenzahlen im Dienstleistungsbereich, besonders in Verkehr und Logistik und im Heim- und Sozialwesen 
  • Rückgang der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe, besonders in der Metall- und Elektroindustrie

  • Weiterer Anstieg bei den beschäftigten Einwohnenden des Kreises auf 136.600 Menschen Mitte 2025 (+700 ggü. Vj.) 
  • Etwa 26 % davon sind über 55 Jahre und werden in den nächsten zehn Jahren aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden (unverändert ggü. Vj.)
  • Von den beschäftigten Einwohnenden arbeiten 56 % außerhalb des Kreisgebietes (unverändert ggü. Vj.), hauptsächlich in Hamburg 
  • Die räumliche Trennung zwischen Wohn- und Arbeitsort für das Kreisgebiet verstärkt sich weiter, daraus ergeben sich immer noch Potentiale für Homeoffice 
  • Im Kontext der zunehmenden Gesamtbevölkerung ist auch die Anzahl der beschäftigten Einwohnenden ansteigend, dies wirkt der Überalterung der Bevölkerung und dem demographischen Wandel tendenziell etwas entgegen

  • Statistiken zu schwerbehinderten Menschen in regulären Arbeitsverhältnissen werden erst mit zweijähriger Verzögerung veröffentlicht
  • In 2024 waren etwa 2.200 schwerbehinderte Menschen und gleichgestellte Personen in Betrieben im Kreisgebiet tätig (unverändert ggü. Vj.) 
  • 53 % sind davon über 55 Jahre alt (+1 % ggü. Vj.), weitere 25 % zwischen 45 und 55 Jahre alt (-1 % ggü. Vj.) 
  • Im privatwirtschaftlichen Sektor betrug in 2024 die Beschäftigungsquote 3,4 % (+0,2 % ggü. Vj.), im öffentlichen Sektor liegt die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen bei 5,8 % (-0,6 % ggü. Vj.) 
  • 710 Menschen mit Behinderung im Kreis arbeiten Mitte 2025 in entsprechenden Werkstätten oder vergleichbaren Einrichtungen (-20 Personen ggü. Vj.)

  • Die Arbeitslosenquote beträgt Ende 2025 im Kreisgebiet 5,3 % und ist leicht gesunken (-0,2 % ggü. Vj.) 
  • Der Kreis bleibt damit unterhalb der Werte des Bundes mit 6,2 % (+0,5% ggü. Vj.) und des Landes 5,8 % (+0,3 % ggü. Vj.), die hingegen steigende Werte zu verzeichnen haben 
  • Die Arbeitslosenquote von ausländischen Personen im Kreisgebiet sinkt deutlich auf 15,6 % (-2,4 % ggü. Vj.) 
  • Sie liegt dabei unterhalb des Landesschnitts mit 16,8 % (-2,1 % ggü. Vj.) und über dem Bundesschnitt von 14,2 % (-0,6 % ggü. Vj.) 
  • Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist Ende 2025 leicht auf etwa 2.700 Personen gesunken (-100 ggü. Vj.), es befinden sich damit 27,9 % der Arbeitslosen in Langzeitarbeitslosigkeit (-0,4 % ggü. Vj.) 
  • Die Jugendarbeitslosigkeit steigt weiter auf 6,0 % an (+0,2 % ggü. Vj.) 
  • Die Jugendarbeitslosigkeit bleibt damit über den Werten von Land mit 5,6 % (+0,1 % ggü. Vj.) und dem Bund mit 5,5 % (+0,3 % ggü. Vj.)

Quellenangaben
Agentur für Arbeit 2024, 2025

Beschäftigte aus dem Kreis

Quelle: Agentur für Arbeit

Die Anzahl der beschäftigten Einwohnenden erreicht einen neuen Höchststand und wächst prozentual noch stärker als die Gesamtbevölkerung. Ursächlich ist hier hauptsächlich die deutliche Zunahme an Teilzeitstellen, durch weitere Stundenaufstockungen der Teilzeitkräfte können sich noch Beschäftigungspotentiale ergeben.

Jugend- und Langzeitarbeitslose

Quelle: Agentur für Arbeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, d.h. Menschen, die schon mehr als 12 Monate ohne Beschäftigung sind, hat sich leicht verringert. Hingegen steigt die Anzahl der Jugendarbeitslosen wie schon in den vergangenen Jahren weiter an. Dies korrespondiert auch mit dem Anteil an Jugendlichen ohne regulären Schulabschluss, der in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Passgenaue Maßnahmen im Übergang Schule Beruf sowie in der (Nach-)Qualifizierung sind zu verstärken.

Im Jahr 2026 gibt es keine Handlungsempfehlung aus dem Netzwerk der Sozialplanung für das Handlungsfeld Arbeit. Handlungsempfehlungen der Vorjahre bzw. für andere Handlungsfelder finden Sie hier .

Die weiter ansteigende Jugendarbeits­losigkeit im Kreis erfordert Maßnahmen für einen gelingenden Start in den Beruf und das Arbeitsleben, da viele junge Menschen Orientierung und Unterstützung dabei benötigen Jugend- und Langzeitarbeitslose. Grundsätzlich können sie sich im Berufsinformations­zentrum (BiZ) umfassend informieren, Tests absolvieren, an Informations­veranstaltungen teilnehmen oder sich individuell und spezifisch beraten lassen. Auch die Jugend­berufsagentur (JBA) bietet an zwei Orten im Kreis Beratung durch ein multi­professionelles Team an, insbesondere für Schülerinnen und Schüler mit perspektivisch schwieriger Bildungs­biographie. Das Konzept multi­professioneller JBA-BO-Teams mit der Agentur für Arbeit und Schulen wurde 2025 für alle schulamtsgebundenen Schulen eingeführt. Erste Erfahrungswerte werden aktuell erhoben und ausgewertet. Zur Verbesserung der Beratungs­qualität sollen außerdem im November 2026 Schülerinnen und Schüler zu den Angeboten befragt werden.

Zum Ausbau der Netzwerk­strukturen und um Jugendlichen, aber auch Eltern, niedrigschwellig wichtige Informationen zum Berufswahl­prozess zu vermitteln, fand zum zweiten Mal eine Informations­veranstaltung statt. Mitveranstaltet wurde diese von der Türkischen Gemeinde, der Beruflichen Schule Elmshorn, dem BiZ, der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, der Regionalen Ausbildungs­betreuung sowie dem Migrations-Elternnetzwerk. Die JBA Kreis Pinneberg feiert in diesem Jahr 10-jähriges Jubiläum, im Dezember 2016 wurde in Elmshorn der Grundstein für die Kooperations­arbeit gelegt. Auch nach zehn Jahren gemeinsamer Arbeit und Weiter­entwicklung am Übergang Schule Beruf sind künftig noch viele Themen zu bearbeiten, 2027 z.B. die Ergebnisse der o.g. Befragung mit den Angeboten der JBA abzugleichen und diese ggf. an die Wünsche der Jugendlichen anzupassen.

Das Jobcenter intensiviert ebenfalls seine Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit und den Jugendämtern und folgt so dem Kerngedanken der Jugend­berufs­agentur, junge Menschen frühzeitig zu erreichen. Als ergänzender Partner im Netzwerk unterstützt die Jugendsozialarbeit junge Menschen bei der Ideenfindung für ihre berufliche Zukunft, z.B. durch Anschauen von Berufs­informationsfilmen, Begleitung ins BiZ, Vorbereitung von Terminen oder Unterstützung bei Bewerbungs­schreiben. Ein neues trägerübergreifendes Gruppen-Informationsangebot wird zurzeit erprobt. Bei weitergehenden Hilfebedarfen wird immer eine eigenständige Problemlösung angestrebt bzw. ein Kontakt zu Hilfsangeboten vermittelt. Auch mit den Bildungs­beratungen der Berufsschulen existiert eine enge Zusammenarbeit, um schulische Bildungs­möglichkeiten zu besprechen. Die Jugend­sozialarbeit führt auch kollegiale Beratungen der Schulsozial­arbeit durch und vermittelt und begleitet Jugendliche zu Beratungen mit der Willkommens­lotsin der IHK, die Zugewanderte bei der Ausbildungssuche unterstützt. Wenn Jugendliche Drogen- oder Alkohol­abhängigkeit thematisieren, vermittelt die Jugend­sozialarbeit in die Suchtberatung und unterstützt die jungen Erwachsenen während einer Therapie bei der Suche nach Perspektiven zur beruflichen Wieder­eingliederung. Eine Kooperation mit dem Kinder- und Jugendbüro Elmshorn wird im Rahmen dessen konzeptioneller Neuausrichtung entwickelt.

Für eine wirtschaftliche Entwicklung soll der Kreis Pinneberg von Fachkräften als attraktiver Standort in der Metropolregion Hamburg wahrgenommen werden. Dies kann nur gelingen, wenn auch im Bereich der sozialen Daseins­vorsorge ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stehen, die diese wichtige gesellschaftliche Aufgabe erfüllen. Aktuell führt der Fachkräfte­mangel im sozialen Bereich bereits dazu, dass Aufgaben nicht mehr in der benötigten Quantität und Qualität wahrgenommen werden. Mit von allen Akteuren gemeinsam entwickelten bedarfsgerechten Maßnahmen zur Ausbildung und Qualifikation soll Personal gewonnen und gehalten werden. Die Standort­kampagne der Wirtschafts­­förderung, die Personal­strategie der Kreisverwaltung und das Fachkräfte­konzept des Fachbereichs Familie, Teilhabe und Soziales verfolgen diese Ziele. Die Wirksamkeit der Vorschläge unterscheidet sich im Zeithorizont in kurz- mittel- und langfristige Effekte. Bewährte bereits umgesetzte Aktivitäten wie die praxisintegrierte Ausbildung und Stipendien in der Ausbildung von Erziehungs­­fachkräften sowie die Förderung des Dualen Studiums Soziale Arbeit werden fortgeführt.

Die Arbeitswelt befindet sich durch technologische Sprünge und gesellschaftliche Veränderungen in einem beschleunigten Prozess des Wandels (Future of Work). Dabei spielen der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) und die Neudefinition menschlicher Funktionen eine zentrale Rolle. Analysen, Strategieentwicklung und kreative Zusammen­arbeit sind bedeutsam. Formale Abschlüsse verlieren und „Soft Skills“ gewinnen an Wert. Durch immer flexiblere und ortsunabhängigere Arbeit gehen Privates und Beruf mehr ineinander über. Da Wohn- und Arbeitsort im Kreis häufig getrennt sind, ergeben sich hier besondere Potenziale für mobiles Arbeiten. Die strukturellen Veränderungen lösen einen hohen Qualifizierungs-, Weiterbildungs- und Umschulungsbedarf aus, entsprechende Programme der Agentur für Arbeit und des Jobcenters berücksichtigen dies.  

  • Zahl der erwerbstätigen Personen im Kreisgebiet steigt weiter auf 98.300 (+1.500 ggü. Vj.) 
  • Anzahl der Vollzeitstellen steigt leicht auf 64.500 (+200 ggü. Vj.) und die Teilzeitstellen parallel ansteigend auf 33.800 (+1.300 ggü. Vj.)
  • Neue Teilzeitstellen werden eher von Frauen (+800 ggü. Vj.) als von Männern (+500 ggü. Vj.) besetzt 
  • Etwa 68 % der Vollzeitstellen bleiben von Männern (unverändert ggü. Vj.) und knapp 78 % der Teilzeitstellen von Frauen besetzt (unverändert ggü. Vj.)

  • Weitere Verschiebung innerhalb der Sektoren vom produzierenden Gewerbe zur Dienstleistungsbranche, wie schon in den vergangenen Jahren 
  • 26,1 % arbeiten im produzierenden Gewerbe (-0,8 % ggü. Vj.), 71,8 % im Dienstleistungssektor (+0,8 % ggü. Vj.) und 2,1 % in der Forst- und Landwirtschaft (unverändert ggü. Vj.) 
  • Anstieg der Beschäftigtenzahlen im Dienstleistungsbereich, besonders in Verkehr und Logistik und im Heim- und Sozialwesen 
  • Rückgang der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe, besonders in der Metall- und Elektroindustrie

  • Weiterer Anstieg bei den beschäftigten Einwohnenden des Kreises auf 136.600 Menschen Mitte 2025 (+700 ggü. Vj.) 
  • Etwa 26 % davon sind über 55 Jahre und werden in den nächsten zehn Jahren aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden (unverändert ggü. Vj.)
  • Von den beschäftigten Einwohnenden arbeiten 56 % außerhalb des Kreisgebietes (unverändert ggü. Vj.), hauptsächlich in Hamburg 
  • Die räumliche Trennung zwischen Wohn- und Arbeitsort für das Kreisgebiet verstärkt sich weiter, daraus ergeben sich immer noch Potentiale für Homeoffice 
  • Im Kontext der zunehmenden Gesamtbevölkerung ist auch die Anzahl der beschäftigten Einwohnenden ansteigend, dies wirkt der Überalterung der Bevölkerung und dem demographischen Wandel tendenziell etwas entgegen

  • Statistiken zu schwerbehinderten Menschen in regulären Arbeitsverhältnissen werden erst mit zweijähriger Verzögerung veröffentlicht
  • In 2024 waren etwa 2.200 schwerbehinderte Menschen und gleichgestellte Personen in Betrieben im Kreisgebiet tätig (unverändert ggü. Vj.) 
  • 53 % sind davon über 55 Jahre alt (+1 % ggü. Vj.), weitere 25 % zwischen 45 und 55 Jahre alt (-1 % ggü. Vj.) 
  • Im privatwirtschaftlichen Sektor betrug in 2024 die Beschäftigungsquote 3,4 % (+0,2 % ggü. Vj.), im öffentlichen Sektor liegt die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen bei 5,8 % (-0,6 % ggü. Vj.) 
  • 710 Menschen mit Behinderung im Kreis arbeiten Mitte 2025 in entsprechenden Werkstätten oder vergleichbaren Einrichtungen (-20 Personen ggü. Vj.)

  • Die Arbeitslosenquote beträgt Ende 2025 im Kreisgebiet 5,3 % und ist leicht gesunken (-0,2 % ggü. Vj.) 
  • Der Kreis bleibt damit unterhalb der Werte des Bundes mit 6,2 % (+0,5% ggü. Vj.) und des Landes 5,8 % (+0,3 % ggü. Vj.), die hingegen steigende Werte zu verzeichnen haben 
  • Die Arbeitslosenquote von ausländischen Personen im Kreisgebiet sinkt deutlich auf 15,6 % (-2,4 % ggü. Vj.) 
  • Sie liegt dabei unterhalb des Landesschnitts mit 16,8 % (-2,1 % ggü. Vj.) und über dem Bundesschnitt von 14,2 % (-0,6 % ggü. Vj.) 
  • Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist Ende 2025 leicht auf etwa 2.700 Personen gesunken (-100 ggü. Vj.), es befinden sich damit 27,9 % der Arbeitslosen in Langzeitarbeitslosigkeit (-0,4 % ggü. Vj.) 
  • Die Jugendarbeitslosigkeit steigt weiter auf 6,0 % an (+0,2 % ggü. Vj.) 
  • Die Jugendarbeitslosigkeit bleibt damit über den Werten von Land mit 5,6 % (+0,1 % ggü. Vj.) und dem Bund mit 5,5 % (+0,3 % ggü. Vj.)

Quellenangaben
Agentur für Arbeit 2024, 2025

Beschäftigte aus dem Kreis

Quelle: Agentur für Arbeit

Die Anzahl der beschäftigten Einwohnenden erreicht einen neuen Höchststand und wächst prozentual noch stärker als die Gesamtbevölkerung. Ursächlich ist hier hauptsächlich die deutliche Zunahme an Teilzeitstellen, durch weitere Stundenaufstockungen der Teilzeitkräfte können sich noch Beschäftigungspotentiale ergeben.

Jugend- und Langzeitarbeitslose

Quelle: Agentur für Arbeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, d.h. Menschen, die schon mehr als 12 Monate ohne Beschäftigung sind, hat sich leicht verringert. Hingegen steigt die Anzahl der Jugendarbeitslosen wie schon in den vergangenen Jahren weiter an. Dies korrespondiert auch mit dem Anteil an Jugendlichen ohne regulären Schulabschluss, der in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Passgenaue Maßnahmen im Übergang Schule Beruf sowie in der (Nach-)Qualifizierung sind zu verstärken.

Im Jahr 2026 gibt es keine Handlungsempfehlung aus dem Netzwerk der Sozialplanung für das Handlungsfeld Arbeit. Handlungsempfehlungen der Vorjahre bzw. für andere Handlungsfelder finden Sie hier .

Mann arbeitet an einer Maschine
Frau arbeitet an einem Laptop

Archiv

Hier finden Sie die Berichte dieses Handlungsfeldes der vergangenen Jahre.

Arbeit Fokus 2025

Arbeit Fokus 2024

Arbeit Fokus 2023

Arbeit Fokus 2022