Fokus 2026
Bildung
Das abgeschwächte Bevölkerungswachstum führt zu veränderten Bedarfen, insbesondere in der Kindertagesbetreuung. Die Versorgungsstrukturen der Regelsysteme müssen den individuellen Bedarfen der betreuten Kinder sowie Schülerinnen und Schüler gerecht werden. Nach bisherigen Erkenntnissen und Erfahrungen aus Poolmodellen werden dafür systemische Lösungen mit einem multiprofessionellen Ansatz benötigt. Gesamtgesellschaftliche Entwicklungen z.B. im Umgang mit Medien und Künstlicher Intelligenz (KI) oder fehlende Fachkräfteressourcen stellen zusätzliche Herausforderungen dar. Das Kompetenzteam Inklusion und die Verfahrenslotsen unterstützen eine inklusivere Haltung und Ausrichtung der Bildungslandschaft. Um einen Bildungserfolg für ein selbständiges Leben zu ermöglichen, ist Förderbedarfen früher zu begegnen. Hierfür sollte ein strukturiertes Übergangsmanagement für den Eintritt in die Schule aufgebaut werden. Auch kulturelle und politische Bildung bleiben ein wichtiger Standortfaktor.
Wechselwirkungen mit anderen Handlungsfeldern:
Infrastruktur sozialer Angebote Arbeit Gesundheitsversorgung und Pflege
9.870
Kita-Plätze
36.500
Schülerinnen und Schüler
38,1 %
Abiturquote
1.260
Ausbildungsplätze
Für den Kreis Pinneberg wird aufgrund der aktuellen kleinräumigen Prognose ein dynamisch abgeschwächter Bevölkerungszuwachs auf ca. 329.800 bis 2040 erwartet. Die Altersstruktur verschiebt sich zugunsten älterer Menschen und die Anzahl der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren wird bis 2040 um mehr als 10 % abnehmen.
Diese Entwicklung wirkt sich zuerst auf die Bedarfsplanung der Kindertagesbetreuung aus. In Teilen des Kreises bestehen kaum noch Versorgungslücken. Immer mehr Tagesmütter geben ihre Beschäftigung aus wirtschaftlichen Gründen auf und langfristig kann auch die Existenz von Kindertagesstätten gefährdet sein. Andererseits ergeben sich auch Spielräume, den demographischen Wandel für eine verbesserte Betreuungsqualität und faire Startchancen für alle Kinder zu nutzen.
Die 2025 veröffentlichte Bedarfsplanung der Kindertagesbetreuung wird 2027 fortgeschrieben. Bereits 2025 wies die Planung für 2029 einen sinkenden Bedarf im Elementarbereich und steigenden Bedarf bei Krippenplätzen aus. Anstelle eines weiteren flächendeckenden Ausbaus werden regionale Unterschiede relevanter. Tendenziell wird es steigende Bedarfe in den Städten und freie Plätze im ländlichen Raum geben. Mittel des zusätzlichen Investitionsprogramms aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ können gezielt für Bau-, Sanierungs- und Ausstattungsmaßnahmen einschließlich digitaler Infrastruktur und energetischer Maßnahmen in Kitas und damit für bessere Startchancen verwendet werden.
Die Angebote der Fachkräfte des Kompetenzteams Inklusion werden von Kitas und Tagespflegepersonen zunehmend gut genutzt, um sich inhaltlich-fachlich, aber auch praktisch-strukturell prozesshaft inklusiver auszurichten. Im Jahr 2025 gab es ca. 100 Beratungsanfragen zu fachlich sehr herausfordernden Einzelfällen. Diese betrafen z.B. Verhaltensweisen aus dem Autismus-Spektrum, Schwierigkeiten oder Defizite bei der Wahrnehmung und/oder dem Muskeltonus, Sprache, gewaltbereites Verhalten oder Traumata durch Fluchterfahrungen. In einigen Fällen drohte oder erfolgte die Kündigung des Platzes und eine weitere Betreuungsperspektive konnte nicht gewährleistet werden. Auch eine teilweise noch nicht ausreichend vorhandene Fachlichkeit spielte eine Rolle. Weitere ca. 20 Anfragen betrafen Fortbildungswünsche und den Austausch im Netzwerk. Alle im Kompetenzteam Inklusion vertretenen Professionen geben dabei ihr Fachwissen stets weiter. In Kitas wurden Fachtage zu den oben genannten Themen durchgeführt und Input im Rahmen von Dienstbesprechungen gegeben. Für übergeordnete Inklusionsthemen wurden Fortbildungen mit externen Referentinnen und Referenten angeboten. Im Netzwerk gab es offene Austauschformate zu Themen aus dem Kita-Alltag, ein Austauschformat für Tagespflegepersonen sowie einen Arbeitskreis für heilpädagogisch Tätige. Zudem fanden regelmäßig Gespräche mit korrespondierenden Abteilungen innerhalb der Kreisverwaltung statt.
Der Fokus der Anfragen verschiebt sich derzeit landesweit von Einzelfällen hin zu strukturellen Fragen im Kontext Inklusion. Anfangs wurde das Kompetenzteam stark als Ausfallbürge für Defizite im System genutzt. Durch eine klare Haltung zum originären Auftrag erkennen die Fachkräfte mittlerweile den Mehrwert der Beratung, der Qualifizierung und schätzen den Blick auf ihre eigene Fachlichkeit. Das Feedback zur Arbeit des Kompetenzteams ist stets positiv. Die Landesrichtlinie zur Förderung wurde bis 2030 verlängert. Das Thema „Gestaltung von Übergängen (in Schule)“ wurde neu aufgenommen und wird 2026 konzeptionell angegangen.
Die Verfahrenslotsen beraten und begleiten junge Menschen mit Beeinträchtigungen und ihre Familien rund um Leistungen der Eingliederungshilfe. Beratungsanfragen von Familien sind deutlich angestiegen, die Hälfte betrafen schulische Themen und heilpädagogische Förderung. Damit Teilhabe gelingt, ist oft ein Zusammenwirken verschiedener Systeme notwendig, die im Falle von Kita und Schule organisatorisch und personell nicht umfänglich inklusiv ausgestattet sind. Außerdem fehlen Fachkräfte, wodurch Angebote nicht umgesetzt werden können. Qualifizierte und spezialisierte Beratungsangebote und deren Vernetzung sind relevant. Verbesserungen könnten auch durch ein einheitliches Antragsverfahren für die verschiedenen Rechtskreise und ein Falleingangsmanagement erzielt werden.
Informationen zum U3-Bereich sind im Handlungsfeld Infrastruktur sozialer Angebote zu finden.
Ein gelingender Einstieg in die Systeme der frühkindlichen und schulischen Bildung ist bedeutsam. Regelmäßig weisen viele Kinder bei der Schuleingangsuntersuchung noch einen heilpädagogischen Förderbedarf auf. Diesem kann u.a. aufgrund fehlender Angebote und Wartelisten oft erst zu spät begegnet werden, um mit den in Schule geforderten Voraussetzungen zu starten. Dies führt dazu, dass immer mehr Unterstützungsleistungen in Schule oder durch die Eingliederungshilfe erforderlich werden. Der Fachdienst Jugend und Bildung und die Sozialplanung entwickeln daher zurzeit eine datenbasierte vorausschauende Bedarfsplanung zur regionalen Angebotsplanung, z.B. von heilpädagogischen Kleingruppen. Die Bedarfsplanung kann zukünftig mit der vom Land geplanten verbindlichen Erhebung des Sprachstands von Viereinhalbjährigen „Entwicklungsfokus Viereinhalbjährige“ (EVi) verzahnt werden. Das Verfahren zur Erkennung von sprachlichem Unterstützungsbedarf wird aktuell in ausgewählten Modell-Kitas durchgeführt und soll bis zum Schuljahr 2028/29 auf alle Kitas im Land ausgeweitet werden. Das Projekt Kita-Rucksack für einen guten Schulstart wurde im Sozialraum Elmshorn erfolgreich auf weitere Kinder und ihre Familien ausgeweitet und wird inzwischen an einem zusätzlichen Standort in Pinneberg umgesetzt. Das ehrenamtliche Konzept erfordert eine Begleitung durch pädagogische Fachkräfte.
2026 wird auch die Schulentwicklungsplanung nach § 51 SchulG fortgeschrieben, in der sich die sinkenden Geburtenraten prognostisch auch widerspiegeln. Relevant wird dabei die Entwicklung von Angeboten im Ganztag und der erweiterten Ferienbetreuung für den ab August bestehenden Rechtsanspruch, der auch an den kreiseigenen Förderzentren umgesetzt wird. Der Chancenmonitor des ifo Instituts zeigt, dass Bildungschancen in Deutschland weiter stark von der sozialen Herkunft bestimmt werden. Die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, liegt bei Kindern mit Eltern mit Abitur mehr als viermal so hoch wie bei Kindern mit Eltern ohne Abitur. Auch das Einkommen der Eltern fällt stark ins Gewicht. Bei Jungen liegt die Wahrscheinlichkeit des Gymnasialbesuchs niedriger als bei Mädchen. Für bessere Chancen werden u.a. mehr frühkindliche Bildungsangebote, kostenfreie Nachhilfe- und Mentoringprogramme, eine spätere schulische Aufteilung, eine frühe Förderung von Lesekompetenzen und mehr Elternarbeit empfohlen.
Um jungen Menschen mit Förderbedarf im Bereich geistige Entwicklung bessere Übergänge in Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen, soll ein inklusiver Bildungscampus realisiert werden. Die Erfahrungen einer engeren Zusammenarbeit der Raboisenschule mit der Beruflichen Schule Elmshorn im Projekt „Bildungscampus Elmshorn“ sind in die Konzeptentwicklung eingeflossen. Es reagiert auf steigende Schülerzahlen, räumliche Engpässe und Sanierungsbedarf an beiden Schulen und schlägt ein gemeinsames Campus-Modell mit Sporthalle, Unterrichtsräumen, Mensa, Therapie- und Pflegeräumen vor. Kernidee ist, Inklusion regional als festen Bestandteil beruflicher Bildung zu organisieren und pädagogisch Selbstständigkeit zu fördern sowie Berührungsängste zwischen Jugendlichen mit und ohne Behinderung abzubauen. Das Investitions- und Strukturprojekt verbindet Bildung, Inklusion und Fachkräftesicherung mit regionaler Entwicklung. Daher setzt die Fokusgruppe Inklusion im Rahmen des Aktionsplans weiterhin den Schwerpunkt auf Bildung in Schulen sowie den „Bildungscampus“.
Die duale Berufsausbildung wird mit dem Masterplan der landesweiten Schulentwicklungsplanung modernisiert, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Der Bund legt zusätzlich eine neue „Qualifizierungsoffensive Berufliche Bildung (QBB)“ auf, um die Rahmenbedingungen für Aus-, Fort- und Weiterbildung zu verbessern. Neben einer Stärkung der Berufsorientierung werden neue, attraktive Perspektiven für Aufstieg und Qualifizierung geschaffen und Menschen ohne berufliche Ausbildung einen Anschluss an Fort- und Weiterbildung geschaffen.
Auch die Umsetzung der Schulentwicklungsplanung der kreiseigenen Schulen wird fortgesetzt. In erster Linie werden die räumlichen Bedarfe weiter ausgestaltet. Daneben wird ein inneres und äußeres Barrierefreikonzept für alle vier Schulen erstellt und umgesetzt.
Der Kreis setzt sein vielfältiges Engagement in kultureller und politischer Bildung fort. Mit der neuen Kulturförderrichtlinie unterstützt er kulturell wertvolle Veranstaltungen und kulturelle Investivmaßnahmen. Dies trägt auch dazu bei, das Bewusstsein für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Gleichstellung der Menschen mit Behinderung im Kreis Pinneberg zu stärken. Ergänzend wird das Ziel verfolgt, auch Veranstaltungen der Erinnerungskultur zu fördern, um das Bewusstsein für historische Ereignisse und deren Bedeutung für die Gegenwart sowie den interkulturellen Dialog und das Demokratieverständnis zu stärken. Als Ort der historisch-politischen Bildung und Reflexion eröffnet der Kreis durch seine finanzielle Unterstützung der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch auch Schülerinnen und Schülern aus dem Kreis die Wahrnehmung der dortigen Angebote. Seit 1991 ist die Drostei als Kreiskulturzentrum ein lebendiges Ausstellungs- und Veranstaltungshaus für Musik und Literatur sowie Angebote für junge Menschen. Jährlich werden der Drosteipreis - Kulturpreis des Kreises Pinneberg – für künstlerisch Schaffende und ein Jugendförderpreis für den künstlerischen Nachwuchs verliehen. Durch Beratung und Vernetzung von Einrichtungen, Initiativen, Verbänden, Expertinnen und Experten und Einzelpersonen sowie dem Aufbau einer Koordinierungsstelle stärkt die Referentin für Erinnerungskultur eine nachhaltige und innovative Erinnerungskultur.
Informationen zu den Angeboten der außerschulischen, informellen, non-formalen und politischen Bildung der Kinder- und Jugendarbeit sind im Handlungsfeld Infrastruktur sozialer Angebote zu finden.
- Die Erkenntnisse über den U3-Bereich sind im Handlungsfeld Infrastruktur sozialer Angebote zu finden
- Für den Elementarbereich (Ü3) stehen Ende 2025 im Kreisgebiet etwa 9.870 Plätze in Kindertageseinrichtungen (+10 ggü. Vj.) sowie etwa 285 Plätze in der Tagespflege (+15 ggü. Vj.) zur Verfügung
- Die statistischen Ämter ermitteln im Vergleich die Betreuungsquote, also das Verhältnis von tatsächlich betreuten Kindern in Kindertageseinrichtungen oder Tagespflege zu allen Kindern zwischen 3 und unter 6 Jahren
- Die Betreuungsquote im Kreis Pinneberg steigt in 2025 deutlich auf 87,3 % (+5,7 % ggü. Vj.) Ü3-Betreuungsquote
- Auch der Wert für die Betreuungsquote im Land Schleswig-Holstein steigt auf 92,5 % (+2,5 % ggü. Vj.), ebenso gibt es im Bund eine deutliche Steigerung auf 95,0 % (+3,7 % ggü. Vj.)
- Die Tagespflege im Kreis Pinneberg hat mit einem Anteil von 3,6 % (unverändert ggü. Vj.) eine deutlich höhere Bedeutung als im Land mit 1,8 % (+0,1 % ggü. Vj.) und im Bund mit 0,9 % (unverändert ggü. Vj.)
- Die Versorgungsquote im Kreisgebiet wurde im Rahmen der letzten Bedarfsplanung der Kindertagesbetreuung ermittelt und liegt 2024 kreiswert bei 80,0 %
- Die Versorgungsquote beschreibt das Verhältnis der Elementarplätze zu den 3 bis 6-jährigen Kindern, wobei die Bedarfsplanung auf eine gewisse statistische Unschärfe verweist, da ein Teil der 6-jährigen Kinder bereits die Schule besucht
- Zudem orientiert sich die Versorgungsquote in der Bedarfsplanung auch an den von den Kommunen festgelegten Quoten; in der Bedarfsplanung finden sich noch detaillierte Informationen
- Durch die kontinuierliche Stagnation der Geburten im Kreis und eine rückläufige Zuwanderung von Familien mit Kindern im Kindergartenalter in das Kreisgebiet werden sich die Betreuungskapazitäten in einzelnen Kommunen, auch im Kontext der kleinräumigen Bevölkerungsprognose, sehr unterschiedlich entwickeln
- Im Schuljahr 2024/2025 besuchten 36.500 Schülerinnen und Schüler eine allgemeinbildende Schule im Kreis (+600 ggü. Vj)
- Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler an allen öffentlichen und privaten beruflichen Schulen blieb bei etwa 6.700 (unverändert ggü. Vj.)
- Der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne allgemeinbildenden Schulabschluss ist im Abschlussjahr 2024 auf 9,3 % gestiegen (+0,6 % ggü. Vj.), bei dieser Quote ist auch der Förderschulabschluss mit eingerechnet
- Der Landeswert ohne allgemeinbildenden Schulabschluss liegt bei 10,1 % (+0,2 % ggü. Vj.)
- Ohne die Förderabschlüsse liegt die Quote ohne Schulabschluss im Kreisgebiet bei 4,6 % (-0,2 % ggü. Vj.), hier beträgt der Landeswert 5,3 % (+0,7 % ggü. Vj.)
- Die Quote der Abgehenden mit allgemeiner Hochschulreife steigt in 2024 auf 38,1 % (+2,9 % ggü. Vj.), der Kreis liegt nun wieder oberhalb des Landeswerts von 34,9 % (-1,5 % ggü. Vj.)
- Mit etwa 1.120 Menschen haben sich etwas mehr Personen bei der Agentur für Arbeit für einen Ausbildungsplatz mit Start 2026 gemeldet (+20 ggü. Vj.)
- Die Anzahl der Ausbildungsplätze sinkt auf 1.260 (-110 ggü. Vj.)
- Das Verhältnis zwischen Ausbildungsplätzen und Bewerbenden und sinkt auf 1,13 (-0,1 ggü. Vj.) wegen der rückläufigen Zahl an Ausbildungsplätzen Ausbildungsplätze ggü. Bewerbenden
- Bei den unbesetzten Ausbildungsplätzen und unversorgten Bewerbenden beträgt das Verhältnis nun 1,09 (-0,08 ggü. Vj.)
- Die Anzahl unversorgter Bewerbender steigt auf 700 Personen (+60 ggü. Vj.)
- Die Anzahl der unbesetzten Ausbildungsplätze steigt minimal auf 760 (+10 ggü. Vj.)
- In diesem Kontext nochmal der Hinweis, dass die Bewerberprofile und die Anforderungen der Ausbildungsstellen nicht immer übereinstimmen
- Bewerbende haben sich, in der genannten Reihenfolge, besonders für Ausbildungsplätze in den Bereichen Kfz-Mechatronik, Büromanagement und medizinische Fachangestellte interessiert
- Die meisten Ausbildungsplätze gibt es, in entsprechender Reihenfolge, im Einzelhandel, Verkauf und der Feinwerkmechanik
- Bei den unbesetzten Ausbildungsplätzen stehen die Bereiche mit den meisten Ausbildungsplätzen, Einzelhandel, Verkauf und Feinwerkmechanik, in der gleichen Reihenfolge, auf den vorderen Plätzen
Quellenangaben
Agentur für Arbeit 2025 // Kreis Pinneberg Schulamt 2024 // Kreis Pinneberg 2024,2025 // Sozial- und Gesundheitsmonitoring Schleswig-Holstein 2024 // Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2024
Die Betreuungsquote der Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in Kindertagesstätten und Kindertagespflege steigt in 2025 deutlich an, liegt aber immer noch knapp 5 % unter dem Landeswert. Mit zunehmendem Alter steigt die Betreuungsquote, im letzten Jahr vor dem Schulbesuch liegt sie am höchsten. Die Quote steigt aus zwei Gründen, die Anzahl der betreuten Kinder nimmt um etwa 50 zu und die Gesamtzahl der Kinder zwischen 3 und 6 Jahren ist um etwa 200 rückläufig. Bei stabilen Betreuungskapazitäten wird die Suche nach Betreuungsplätzen zunehmend einfacher.
Es gibt weiter mehr Ausbildungsplätze als Bewerbende im Kreis, allerdings hat sich die Differenz im Vergleich zu den Vorjahren erheblich verringert. Ursächlich ist die deutliche Abnahme an Ausbildungsplätzen um 110, während die Anzahl der Bewerbenden minimal um 20 ansteigt. Es gilt hierbei zu beachten, dass die Fähigkeiten und Interessen der Bewerbenden nicht unbedingt mit den angebotenen Ausbildungsplätzen im Einklang stehen.
Im Jahr 2026 gibt es keine Handlungsempfehlung aus dem Netzwerk der Sozialplanung für das Handlungsfeld Bildung. Handlungsempfehlungen der Vorjahre bzw. für andere Handlungsfelder finden Sie hier .
Für den Kreis Pinneberg wird aufgrund der aktuellen kleinräumigen Prognose ein dynamisch abgeschwächter Bevölkerungszuwachs auf ca. 329.800 bis 2040 erwartet. Die Altersstruktur verschiebt sich zugunsten älterer Menschen und die Anzahl der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren wird bis 2040 um mehr als 10 % abnehmen.
Diese Entwicklung wirkt sich zuerst auf die Bedarfsplanung der Kindertagesbetreuung aus. In Teilen des Kreises bestehen kaum noch Versorgungslücken. Immer mehr Tagesmütter geben ihre Beschäftigung aus wirtschaftlichen Gründen auf und langfristig kann auch die Existenz von Kindertagesstätten gefährdet sein. Andererseits ergeben sich auch Spielräume, den demographischen Wandel für eine verbesserte Betreuungsqualität und faire Startchancen für alle Kinder zu nutzen.
Die 2025 veröffentlichte Bedarfsplanung der Kindertagesbetreuung wird 2027 fortgeschrieben. Bereits 2025 wies die Planung für 2029 einen sinkenden Bedarf im Elementarbereich und steigenden Bedarf bei Krippenplätzen aus. Anstelle eines weiteren flächendeckenden Ausbaus werden regionale Unterschiede relevanter. Tendenziell wird es steigende Bedarfe in den Städten und freie Plätze im ländlichen Raum geben. Mittel des zusätzlichen Investitionsprogramms aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ können gezielt für Bau-, Sanierungs- und Ausstattungsmaßnahmen einschließlich digitaler Infrastruktur und energetischer Maßnahmen in Kitas und damit für bessere Startchancen verwendet werden.
Die Angebote der Fachkräfte des Kompetenzteams Inklusion werden von Kitas und Tagespflegepersonen zunehmend gut genutzt, um sich inhaltlich-fachlich, aber auch praktisch-strukturell prozesshaft inklusiver auszurichten. Im Jahr 2025 gab es ca. 100 Beratungsanfragen zu fachlich sehr herausfordernden Einzelfällen. Diese betrafen z.B. Verhaltensweisen aus dem Autismus-Spektrum, Schwierigkeiten oder Defizite bei der Wahrnehmung und/oder dem Muskeltonus, Sprache, gewaltbereites Verhalten oder Traumata durch Fluchterfahrungen. In einigen Fällen drohte oder erfolgte die Kündigung des Platzes und eine weitere Betreuungsperspektive konnte nicht gewährleistet werden. Auch eine teilweise noch nicht ausreichend vorhandene Fachlichkeit spielte eine Rolle. Weitere ca. 20 Anfragen betrafen Fortbildungswünsche und den Austausch im Netzwerk. Alle im Kompetenzteam Inklusion vertretenen Professionen geben dabei ihr Fachwissen stets weiter. In Kitas wurden Fachtage zu den oben genannten Themen durchgeführt und Input im Rahmen von Dienstbesprechungen gegeben. Für übergeordnete Inklusionsthemen wurden Fortbildungen mit externen Referentinnen und Referenten angeboten. Im Netzwerk gab es offene Austauschformate zu Themen aus dem Kita-Alltag, ein Austauschformat für Tagespflegepersonen sowie einen Arbeitskreis für heilpädagogisch Tätige. Zudem fanden regelmäßig Gespräche mit korrespondierenden Abteilungen innerhalb der Kreisverwaltung statt.
Der Fokus der Anfragen verschiebt sich derzeit landesweit von Einzelfällen hin zu strukturellen Fragen im Kontext Inklusion. Anfangs wurde das Kompetenzteam stark als Ausfallbürge für Defizite im System genutzt. Durch eine klare Haltung zum originären Auftrag erkennen die Fachkräfte mittlerweile den Mehrwert der Beratung, der Qualifizierung und schätzen den Blick auf ihre eigene Fachlichkeit. Das Feedback zur Arbeit des Kompetenzteams ist stets positiv. Die Landesrichtlinie zur Förderung wurde bis 2030 verlängert. Das Thema „Gestaltung von Übergängen (in Schule)“ wurde neu aufgenommen und wird 2026 konzeptionell angegangen.
Die Verfahrenslotsen beraten und begleiten junge Menschen mit Beeinträchtigungen und ihre Familien rund um Leistungen der Eingliederungshilfe. Beratungsanfragen von Familien sind deutlich angestiegen, die Hälfte betrafen schulische Themen und heilpädagogische Förderung. Damit Teilhabe gelingt, ist oft ein Zusammenwirken verschiedener Systeme notwendig, die im Falle von Kita und Schule organisatorisch und personell nicht umfänglich inklusiv ausgestattet sind. Außerdem fehlen Fachkräfte, wodurch Angebote nicht umgesetzt werden können. Qualifizierte und spezialisierte Beratungsangebote und deren Vernetzung sind relevant. Verbesserungen könnten auch durch ein einheitliches Antragsverfahren für die verschiedenen Rechtskreise und ein Falleingangsmanagement erzielt werden.
Informationen zum U3-Bereich sind im Handlungsfeld Infrastruktur sozialer Angebote zu finden.
Ein gelingender Einstieg in die Systeme der frühkindlichen und schulischen Bildung ist bedeutsam. Regelmäßig weisen viele Kinder bei der Schuleingangsuntersuchung noch einen heilpädagogischen Förderbedarf auf. Diesem kann u.a. aufgrund fehlender Angebote und Wartelisten oft erst zu spät begegnet werden, um mit den in Schule geforderten Voraussetzungen zu starten. Dies führt dazu, dass immer mehr Unterstützungsleistungen in Schule oder durch die Eingliederungshilfe erforderlich werden. Der Fachdienst Jugend und Bildung und die Sozialplanung entwickeln daher zurzeit eine datenbasierte vorausschauende Bedarfsplanung zur regionalen Angebotsplanung, z.B. von heilpädagogischen Kleingruppen. Die Bedarfsplanung kann zukünftig mit der vom Land geplanten verbindlichen Erhebung des Sprachstands von Viereinhalbjährigen „Entwicklungsfokus Viereinhalbjährige“ (EVi) verzahnt werden. Das Verfahren zur Erkennung von sprachlichem Unterstützungsbedarf wird aktuell in ausgewählten Modell-Kitas durchgeführt und soll bis zum Schuljahr 2028/29 auf alle Kitas im Land ausgeweitet werden. Das Projekt Kita-Rucksack für einen guten Schulstart wurde im Sozialraum Elmshorn erfolgreich auf weitere Kinder und ihre Familien ausgeweitet und wird inzwischen an einem zusätzlichen Standort in Pinneberg umgesetzt. Das ehrenamtliche Konzept erfordert eine Begleitung durch pädagogische Fachkräfte.
2026 wird auch die Schulentwicklungsplanung nach § 51 SchulG fortgeschrieben, in der sich die sinkenden Geburtenraten prognostisch auch widerspiegeln. Relevant wird dabei die Entwicklung von Angeboten im Ganztag und der erweiterten Ferienbetreuung für den ab August bestehenden Rechtsanspruch, der auch an den kreiseigenen Förderzentren umgesetzt wird. Der Chancenmonitor des ifo Instituts zeigt, dass Bildungschancen in Deutschland weiter stark von der sozialen Herkunft bestimmt werden. Die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, liegt bei Kindern mit Eltern mit Abitur mehr als viermal so hoch wie bei Kindern mit Eltern ohne Abitur. Auch das Einkommen der Eltern fällt stark ins Gewicht. Bei Jungen liegt die Wahrscheinlichkeit des Gymnasialbesuchs niedriger als bei Mädchen. Für bessere Chancen werden u.a. mehr frühkindliche Bildungsangebote, kostenfreie Nachhilfe- und Mentoringprogramme, eine spätere schulische Aufteilung, eine frühe Förderung von Lesekompetenzen und mehr Elternarbeit empfohlen.
Um jungen Menschen mit Förderbedarf im Bereich geistige Entwicklung bessere Übergänge in Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen, soll ein inklusiver Bildungscampus realisiert werden. Die Erfahrungen einer engeren Zusammenarbeit der Raboisenschule mit der Beruflichen Schule Elmshorn im Projekt „Bildungscampus Elmshorn“ sind in die Konzeptentwicklung eingeflossen. Es reagiert auf steigende Schülerzahlen, räumliche Engpässe und Sanierungsbedarf an beiden Schulen und schlägt ein gemeinsames Campus-Modell mit Sporthalle, Unterrichtsräumen, Mensa, Therapie- und Pflegeräumen vor. Kernidee ist, Inklusion regional als festen Bestandteil beruflicher Bildung zu organisieren und pädagogisch Selbstständigkeit zu fördern sowie Berührungsängste zwischen Jugendlichen mit und ohne Behinderung abzubauen. Das Investitions- und Strukturprojekt verbindet Bildung, Inklusion und Fachkräftesicherung mit regionaler Entwicklung. Daher setzt die Fokusgruppe Inklusion im Rahmen des Aktionsplans weiterhin den Schwerpunkt auf Bildung in Schulen sowie den „Bildungscampus“.
Die duale Berufsausbildung wird mit dem Masterplan der landesweiten Schulentwicklungsplanung modernisiert, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Der Bund legt zusätzlich eine neue „Qualifizierungsoffensive Berufliche Bildung (QBB)“ auf, um die Rahmenbedingungen für Aus-, Fort- und Weiterbildung zu verbessern. Neben einer Stärkung der Berufsorientierung werden neue, attraktive Perspektiven für Aufstieg und Qualifizierung geschaffen und Menschen ohne berufliche Ausbildung einen Anschluss an Fort- und Weiterbildung geschaffen.
Auch die Umsetzung der Schulentwicklungsplanung der kreiseigenen Schulen wird fortgesetzt. In erster Linie werden die räumlichen Bedarfe weiter ausgestaltet. Daneben wird ein inneres und äußeres Barrierefreikonzept für alle vier Schulen erstellt und umgesetzt.
Der Kreis setzt sein vielfältiges Engagement in kultureller und politischer Bildung fort. Mit der neuen Kulturförderrichtlinie unterstützt er kulturell wertvolle Veranstaltungen und kulturelle Investivmaßnahmen. Dies trägt auch dazu bei, das Bewusstsein für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Gleichstellung der Menschen mit Behinderung im Kreis Pinneberg zu stärken. Ergänzend wird das Ziel verfolgt, auch Veranstaltungen der Erinnerungskultur zu fördern, um das Bewusstsein für historische Ereignisse und deren Bedeutung für die Gegenwart sowie den interkulturellen Dialog und das Demokratieverständnis zu stärken. Als Ort der historisch-politischen Bildung und Reflexion eröffnet der Kreis durch seine finanzielle Unterstützung der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch auch Schülerinnen und Schülern aus dem Kreis die Wahrnehmung der dortigen Angebote. Seit 1991 ist die Drostei als Kreiskulturzentrum ein lebendiges Ausstellungs- und Veranstaltungshaus für Musik und Literatur sowie Angebote für junge Menschen. Jährlich werden der Drosteipreis - Kulturpreis des Kreises Pinneberg – für künstlerisch Schaffende und ein Jugendförderpreis für den künstlerischen Nachwuchs verliehen. Durch Beratung und Vernetzung von Einrichtungen, Initiativen, Verbänden, Expertinnen und Experten und Einzelpersonen sowie dem Aufbau einer Koordinierungsstelle stärkt die Referentin für Erinnerungskultur eine nachhaltige und innovative Erinnerungskultur.
Informationen zu den Angeboten der außerschulischen, informellen, non-formalen und politischen Bildung der Kinder- und Jugendarbeit sind im Handlungsfeld Infrastruktur sozialer Angebote zu finden.
- Die Erkenntnisse über den U3-Bereich sind im Handlungsfeld Infrastruktur sozialer Angebote zu finden
- Für den Elementarbereich (Ü3) stehen Ende 2025 im Kreisgebiet etwa 9.870 Plätze in Kindertageseinrichtungen (+10 ggü. Vj.) sowie etwa 285 Plätze in der Tagespflege (+15 ggü. Vj.) zur Verfügung
- Die statistischen Ämter ermitteln im Vergleich die Betreuungsquote, also das Verhältnis von tatsächlich betreuten Kindern in Kindertageseinrichtungen oder Tagespflege zu allen Kindern zwischen 3 und unter 6 Jahren
- Die Betreuungsquote im Kreis Pinneberg steigt in 2025 deutlich auf 87,3 % (+5,7 % ggü. Vj.) Ü3-Betreuungsquote
- Auch der Wert für die Betreuungsquote im Land Schleswig-Holstein steigt auf 92,5 % (+2,5 % ggü. Vj.), ebenso gibt es im Bund eine deutliche Steigerung auf 95,0 % (+3,7 % ggü. Vj.)
- Die Tagespflege im Kreis Pinneberg hat mit einem Anteil von 3,6 % (unverändert ggü. Vj.) eine deutlich höhere Bedeutung als im Land mit 1,8 % (+0,1 % ggü. Vj.) und im Bund mit 0,9 % (unverändert ggü. Vj.)
- Die Versorgungsquote im Kreisgebiet wurde im Rahmen der letzten Bedarfsplanung der Kindertagesbetreuung ermittelt und liegt 2024 kreiswert bei 80,0 %
- Die Versorgungsquote beschreibt das Verhältnis der Elementarplätze zu den 3 bis 6-jährigen Kindern, wobei die Bedarfsplanung auf eine gewisse statistische Unschärfe verweist, da ein Teil der 6-jährigen Kinder bereits die Schule besucht
- Zudem orientiert sich die Versorgungsquote in der Bedarfsplanung auch an den von den Kommunen festgelegten Quoten; in der Bedarfsplanung finden sich noch detaillierte Informationen
- Durch die kontinuierliche Stagnation der Geburten im Kreis und eine rückläufige Zuwanderung von Familien mit Kindern im Kindergartenalter in das Kreisgebiet werden sich die Betreuungskapazitäten in einzelnen Kommunen, auch im Kontext der kleinräumigen Bevölkerungsprognose, sehr unterschiedlich entwickeln
- Im Schuljahr 2024/2025 besuchten 36.500 Schülerinnen und Schüler eine allgemeinbildende Schule im Kreis (+600 ggü. Vj)
- Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler an allen öffentlichen und privaten beruflichen Schulen blieb bei etwa 6.700 (unverändert ggü. Vj.)
- Der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne allgemeinbildenden Schulabschluss ist im Abschlussjahr 2024 auf 9,3 % gestiegen (+0,6 % ggü. Vj.), bei dieser Quote ist auch der Förderschulabschluss mit eingerechnet
- Der Landeswert ohne allgemeinbildenden Schulabschluss liegt bei 10,1 % (+0,2 % ggü. Vj.)
- Ohne die Förderabschlüsse liegt die Quote ohne Schulabschluss im Kreisgebiet bei 4,6 % (-0,2 % ggü. Vj.), hier beträgt der Landeswert 5,3 % (+0,7 % ggü. Vj.)
- Die Quote der Abgehenden mit allgemeiner Hochschulreife steigt in 2024 auf 38,1 % (+2,9 % ggü. Vj.), der Kreis liegt nun wieder oberhalb des Landeswerts von 34,9 % (-1,5 % ggü. Vj.)
- Mit etwa 1.120 Menschen haben sich etwas mehr Personen bei der Agentur für Arbeit für einen Ausbildungsplatz mit Start 2026 gemeldet (+20 ggü. Vj.)
- Die Anzahl der Ausbildungsplätze sinkt auf 1.260 (-110 ggü. Vj.)
- Das Verhältnis zwischen Ausbildungsplätzen und Bewerbenden und sinkt auf 1,13 (-0,1 ggü. Vj.) wegen der rückläufigen Zahl an Ausbildungsplätzen Ausbildungsplätze ggü. Bewerbenden
- Bei den unbesetzten Ausbildungsplätzen und unversorgten Bewerbenden beträgt das Verhältnis nun 1,09 (-0,08 ggü. Vj.)
- Die Anzahl unversorgter Bewerbender steigt auf 700 Personen (+60 ggü. Vj.)
- Die Anzahl der unbesetzten Ausbildungsplätze steigt minimal auf 760 (+10 ggü. Vj.)
- In diesem Kontext nochmal der Hinweis, dass die Bewerberprofile und die Anforderungen der Ausbildungsstellen nicht immer übereinstimmen
- Bewerbende haben sich, in der genannten Reihenfolge, besonders für Ausbildungsplätze in den Bereichen Kfz-Mechatronik, Büromanagement und medizinische Fachangestellte interessiert
- Die meisten Ausbildungsplätze gibt es, in entsprechender Reihenfolge, im Einzelhandel, Verkauf und der Feinwerkmechanik
- Bei den unbesetzten Ausbildungsplätzen stehen die Bereiche mit den meisten Ausbildungsplätzen, Einzelhandel, Verkauf und Feinwerkmechanik, in der gleichen Reihenfolge, auf den vorderen Plätzen
Quellenangaben
Agentur für Arbeit 2025 // Kreis Pinneberg Schulamt 2024 // Kreis Pinneberg 2024,2025 // Sozial- und Gesundheitsmonitoring Schleswig-Holstein 2024 // Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2024
Die Betreuungsquote der Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in Kindertagesstätten und Kindertagespflege steigt in 2025 deutlich an, liegt aber immer noch knapp 5 % unter dem Landeswert. Mit zunehmendem Alter steigt die Betreuungsquote, im letzten Jahr vor dem Schulbesuch liegt sie am höchsten. Die Quote steigt aus zwei Gründen, die Anzahl der betreuten Kinder nimmt um etwa 50 zu und die Gesamtzahl der Kinder zwischen 3 und 6 Jahren ist um etwa 200 rückläufig. Bei stabilen Betreuungskapazitäten wird die Suche nach Betreuungsplätzen zunehmend einfacher.
Es gibt weiter mehr Ausbildungsplätze als Bewerbende im Kreis, allerdings hat sich die Differenz im Vergleich zu den Vorjahren erheblich verringert. Ursächlich ist die deutliche Abnahme an Ausbildungsplätzen um 110, während die Anzahl der Bewerbenden minimal um 20 ansteigt. Es gilt hierbei zu beachten, dass die Fähigkeiten und Interessen der Bewerbenden nicht unbedingt mit den angebotenen Ausbildungsplätzen im Einklang stehen.
Im Jahr 2026 gibt es keine Handlungsempfehlung aus dem Netzwerk der Sozialplanung für das Handlungsfeld Bildung. Handlungsempfehlungen der Vorjahre bzw. für andere Handlungsfelder finden Sie hier .
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