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Fokus 2026

Gesundheits­versorgung und Pflege

Gesunde Lebensverhältnisse, der Aufbau von Gesundheitskompetenz, präventive Maßnahmen, Eigenverantwortung (Self Care) und ein Schwerpunkt auf mentaler Gesundheit sind besonders relevant, um Erkrankungen und dadurch bedingte Kosten nachhaltig soweit möglich zu vermeiden. Aufgrund des demographischen Wandels und der damit verbundenen Fachkräfteengpässe werden digitale Lösungen (E-Health) stark vorangetrieben. Die psychiatrische Versorgung soll durch eine Erweiterung wohnortnaher tagesklinischer und ambulanter Angebote verbessert werden. Menschen sollen möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld verbleiben und Pflegebedürftigkeit verzögert werden. In der Pflege erlangen die Fachkräfte höhere Qualifikationen und erweiterte Kompetenzen. Die Versorgung verlagert sich bei generell hoher Arbeitsbelastung zunehmend in das häusliche Umfeld.

Pflegerin legt ihre Hand auf die einer alten Person

Wechselwirkungen mit anderen Handlungsfeldern:

Infrastruktur sozialer Angebote Arbeit Gesundheits­versorgung und Pflege

3.726

Pflegeplätze

62.100

vollstationäre Behandlungen

9,4 %

Übergewichtigkeit

96,7 %

Masernimpfquote

Die Gesundheitsplanung arbeitet im Sinne des Leitbilds eines modernen Öffentlichen Gesundheits­dienstes weiter schwer­punktmäßig an den Kernaufgaben. Dazu zählen Gesundheits­berichterstattung, Gesundheits­förderung zum Aufbau von Gesundheits­kompetenzen und Prävention zur Vermeidung von Folgekosten durch Krankheits­lasten. Die HPV-Impfkampagne mit Impftagen an mehreren Grundschulen verlief sehr erfolgreich, insbesondere was die Anmeldung von Jungen angeht. 

Das präventive Mental Health First Aid (MHFA) Programm der Landes­vereinigung für Gesundheitsförderung kann auch im Kreis Pinneberg durchgeführt werden. In Kursen wird Laien analog zu Erste-Hilfe-Kursen Wissen vermittelt, um psychische Krisen zu erkennen, Betroffene anzusprechen und an profes­sionelle Hilfs­angebote zu vermitteln. Das Programm zielt darauf ab, dass Erste Hilfe für die Psyche genauso selbst­verständlich wird wie für den Körper. Als Formate werden Kurse für Erwachsene sowie spezialisierte Kurse für Jugendliche angeboten.

Für eine gute Datenbasis wird auch der digitale Reifegrad des ÖGD laufend verbessert, z.B. durch Einführung neuer Fach­anwendungen und die Programmierung von Schnittstellen zur Business Intelligence Software board, wie z.B. von Mikropro für Schuleingangs­untersuchungen und den Jugend­zahnärztlichen Dienst. So sind die Anteile der Kinder mit behandlungs­bedürftigen Zähnen in Kitas und Schulen als weitere Indikatoren im digitalen Sozialbericht abrufbar. Parallel stellt das Land über ein neues Web-Portal detaillierte statistische Daten zu aktuellen sozialen und gesundheitlichen Trends nach Alters­verteilung und Geschlecht, nach Regionen sowie im Zeitverlauf der letzten zehn Jahre zur Verfügung. Es ermöglicht Entwicklungen mit anderen Kreisen und dem Land insgesamt zu vergleichen. Die Gesundheits- und Sozialplanung des Kreises Pinneberg haben die Entwicklung des Portals fachlich begleitet und ihre Praxiserfahrung eingebracht. Das neue Sozial- und Gesundheitsmonitoring ergänzt die bewährte Berichterstattung des Landes wie etwa den Kinderarmuts­bericht.

Nach einer Klimarisiko­analyse für den Kreis Pinneberg werden die möglichen Maßnahmen, zu denen auch ein Hitzeschutz­konzept zählt, in einem Klimaanpassungs­konzept zusammengefasst und anschließend politisch beraten. Abhängig vom Ergebnis wird die Gesundheitsplanung mit dem Bereich Klimaschutz ein Hitzeschutzkonzept ausarbeiten.

Um die Zusammenarbeit aller Kreise und kreisfreien Städte weiter zu forcieren, wird zurzeit ein Organisations­gutachten erstellt, um mögliche Handlungs­felder für interkommunale Kooperation im ÖGD auszuloten und Empfehlungen zum weiteren Vorgehen auszusprechen. Durch Effizienz­steigerungen können Aufgaben weiterhin vollumfänglich und qualitäts­gesichert wahrgenommen, Verwaltungs­abläufe harmonisiert und Kosten gesenkt werden.

Die Ergebnisse der zweiten Kommunalen Gesundheits­konferenz wurden 2025 im Themenbericht „Gesund älter werden“ veröffentlicht. Als einander bedingende Schlüssel­faktoren gelten Ernährung, Bewegung und soziale Einbindung durch „sorgende Nachbarschaften“. Angebote müssen wohnortnah, niedrig­schwellig und gut erreichbar sein, damit auch hochaltrige Menschen ihre Selbstständigkeit und Teilhabe länger erhalten. Für die gewünschte Stärkung der Zusammen­arbeit zwischen professionellen und ehren­amtlichen Akteuren sind finanzielle Ressourcen erforderlich. Vor diesem Hintergrund wird zunehmend deutlich, dass quartiersbezogene Lösungen eine zentrale Rolle spielen können, um bedarfsgerechte und erreichbare Strukturen nachhaltig zu sichern.

In diesem Jahr beabsichtigt ein Schulzentrum im Kreis eine Schul­gesundheits­­fachkraft einzusetzen und aus Landesmitteln für Perspektiv­­schulen zu finanzieren. Neben Präventions­angeboten soll sie an einer gesundheitsförderlichen (Lern-)Umgebung mitwirken, um die gesundheitlich bedingte Ungleichheit von Bildungs­chancen zu reduzieren. Eltern und Lehrkräfte können zusätzliche Gesundheits­kompetenzen aufbauen und Fehlzeiten gesenkt werden.

Über eine mögliche Weiterentwicklung der Schuleingangs­untersuchungen (SEU) als zentrales Instrument zur Früh­erkennung von Förder­bedarfen wird weiterhin diskutiert. Grundlage bildet als Qualitäts­standard das sog. „Plöner Modell“, ein stufenweise-selektives vorgezogenes Verfahren, bei dem nicht zwingend jedes Kind ärztlich untersucht wird. Im Kreis erfolgen die Untersuchungen teilweise zu spät vor der Einschulung, um bei festgestellten Förder­bedarfen noch wirksame Unterstützungs­maßnahmen durchführen zu können. Bei den laufenden Untersuchungen wurden deshalb zuerst Kinder aus Schul­bezirken eingeladen, in denen im Vorjahr bereits überdurchschnittlich viele Auffälligkeiten festgestellt wurden. Insgesamt steigen Förderbedarfe kontinuierlich an, immer mehr Kinder weisen Defizite in der Sprach- und Sprech­entwicklung auf. Außerdem sind Kinder aus Familien mit niedrigem Bildungs­stand häufiger von gesund­heitlichen Einschränkungen betroffen.

 

Thema der dritten Kommunalen Gesundheitskonferenz im November 2025 war „Essstörungen“. Nach einer thematischen Einführung wurde das Fachzentrum für Essstörungen in Hamburg „Waage e.V.“ vorgestellt. Da es sich um ein von der Hamburger Sozialbehörde finanziertes Angebot handelt, können dort aktuell auch nur Hamburger Klientinnen und Klienten beraten werden. Ab 2026 steht Ratsuchenden auch über die Stadt­grenzen von Hamburg hinaus wieder eine Online­beratung zur Verfügung. Weiter wurde das Thema der Konferenz unter den Gesichts­punkten Reflektion zu bestehenden Angeboten, Risikofaktoren, Soziale Medien und Handlungs­empfehlungen näher diskutiert. Die Empfehlungen beziehen sich auf ein Mehr an Prävention, Aufklärung und Unterstützung und betreffen die Bereiche Bildung & Aufklärung, Teilhabe & Kooperationen. Im Nachgang wurden Interessierte zu Präventions­programmen und weiter­führenden Angeboten beraten.

Die Fokusgruppen Arbeitskreis Gemeindenahe Psychiatrie und Fachbeirat Sucht haben im Rahmen der bundes­weiten Aktion erneut erfolgreich eine Woche der Seelischen Gesundheit mit dem Schwerpunkt auf präventiven und psycho­sozialen Hilfs­angeboten organisiert. 2026 findet die Woche unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt” statt.

Weitere Themen im Fachbeirat Sucht waren u.a. über Beratung hinaus­gehende ambulante Angebote, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Apps, die Situation der Selbsthilfe und Prävention an Schulen sowie die Diskussion über die Umsetzung von Klimaschutz­konzepten. Die immer schnellere Entwicklung neuer Drogen stellt auch die Suchthilfe vor große Heraus­forderungen. Das Thema Medien­abhängigkeit wird zunehmend mehr nachgefragt.

Multifaktorielle Problemlagen und Klientinnen und Klienten mit Mehrfach­erkrankungen nehmen deutlich zu. Vor allem Kinder und Jugendliche mit Sucht­problematiken wenden sich selbst ohne Unterstützung wenig an die Beratungsstellen. Die Auswirkungen der Teil­legalisierung von Cannabis zeigen sich allgemein in einem Anstieg der Beratungs­anfragen, insbesondere von Angehörigen. Prävention und Aufklärung sind weiterhin sehr bedeutsam, da die Konsumrisiken bestehen bleiben. Bei problematischem Konsum sind klar abge­stimmte Verfahrenswege von Behörden und Organisationen erforderlich, wie Früh­intervention und Wege in die weitere Unterstützung des Hilfesystems angeboten werden können. Für Sucht im Alter sind kaum adäquate Angebote vorhanden, was aufgrund des demographischen Wandels und in Kombination mit Pflegebe­dürftigkeit zu bedenken ist.

Der Bericht der Inter­disziplinären Trauma-Ambulanz im Kreis Pinneberg belegt einen erheblichen regionalen Bedarf für niedrig­­schwellige Beratung, der bereits zu Kapazitäts­engpässen führt. Die Versorgung der Betroffenen stellt ein präventives Schlüsselangebot mit hoher gesell­schaftlicher Rendite dar. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Trauma­pädagogik werden häufig unterversorgte Zielgruppen erreicht, darunter sehr junge Kinder und hoch belastete Familien­systeme. Für eine nachhaltige Versorgung benötigt das Angebot eine strukturelle Verstetigung und verlässliche Finanzierung.

Die Beratungs- und Begegnungsstätten im Kreis sind ein zentraler Baustein der niedrig­schwelligen psycho­sozialen Versorgung für Menschen. Mit vier Standorten in Elmshorn, Uetersen, Pinneberg und Wedel leisten sie bei steigenden Nutzer­zahlen einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung von Menschen mit psychischen Belastungen sowie zur gesell­schaftlichen Teilhabe. Das Aufgabenspektrum reicht von offenen Treffpunkten, psychosozialer Beratung über Gruppenangebote bis zu präventiven Maßnahmen. Durch frühzeitige Unterstützung, Krisen­intervention und kontinuierliche Begleitung werden Klinikaufenthalte reduziert, Rückfälle vermieden und kosten­intensive Hilfen verringert. Gleichzeitig werden psychische Erkrankungen im Gemeinwesen enttabuisiert. Wichtig ist auch hier eine verlässliche Finanzierung.

Zur Verbesserung der Versorgungs­qualität haben die Regio Kliniken ein Konzept für ein regionales Psychiatrie-Budget im Kreis Pinneberg bis 2031 im Rahmen eines Modell­projekts nach § 64b SGB V vorgelegt. Damit soll die Versorgung künftig real sozialraumbezogen, flexibel, innovativ und sektoren­übergreifend sowie trialogischer ausgestaltet werden. Ein wichtiger Baustein der aufsuchenden Hilfen ist dabei die multiprofessionelle psychiatrische Akut­versorgung zu Hause (Home Treatment). Als Alternative zur stationären Klinik­aufnahme bei schweren psychischen Krisen werden Menschen von einem Team aus Ärzten, Pflegenden und Therapeuten intensiv in ihrer gewohnten Umgebung behandelt. Die strukturellen Veränderungen erfordern auch bauliche Anpassungen, die auch in der parallel laufenden Planung für das neue Zentral­klinikum in Pinneberg (Regio 2030) berücksichtigt werden müssten. Auswertungen bundesweiter Modell­projekte zeigen z.B. eine deutliche Reduktion der vollstationären Behandlungs­tage, eine verbesserte soziale Integration und eine unveränderte Kostensituation über fast zwei Jahrzehnte hinweg bei steigenden Kosten ohne Modellprojekte. Bisher ist keine Zustimmung der Kostenträger für die Umsetzung erfolgt.

Die Fokusgruppe Altenhilfe und Pflege und der Kreis­senioren­beirat haben sich mit der Versorgungslücke beim plötzlichen Ausfall pflegender Angehöriger befasst, um unnötige Krankenhaus­aufenthalte Pflege­bedürftiger zu vermeiden und gleichzeitig größtmögliche Selbstständigkeit zu erhalten. Lösungs­optionen wie z.B. ein Telefonpool mit Pflege­einrichtungen für den Rettungs­dienst wurden diskutiert. Auch die Leitstelle ist an einer Klärung der Situation für eine bestmögliche Versorgung interessiert. In einem Kreis werden gerade Akut-Einsatz­fahrzeuge getestet. Allgemein gilt es, die Entlastung und den Austausch von pflegenden Angehörigen zu fördern, einige Pflegeheime ermöglichen selbst organisierte Treffen für pflegende Angehörige. Ein weiterer Arbeits­schwerpunkt war der senioren­gerechte Bedarf an alternativen, flexiblen Wohnformen, die mehr Selbst­bestimmung und individuelle Lebens­führung im Alter ermöglichen (z.B. haushaltsnahe Dienstleistung und Grundpflege). Die Auflagen zur Überprüfung von haushaltsnahen Dienst­leistungen, Pflege und Notruf­lösungen nehmen immer stärker zu und binden Ressourcen. Es sollte geprüft werden, ob die Gebäude der bisherigen Regio-Kliniken künftig zu Wohnzwecken genutzt werden können.

Um die Personal­situation im Pflegebereich zu verbessern, hat der Kreis 2022 befristet eine Koordinierungs­stelle zur Fachkräfte­gewinnung eingerichtet. Als Fachkräfte­allianz aus kommunalen, arbeitsmarkt­politischen und pflegerischen Akteuren wird die aufgebaute Vernetzung nun vom Anbieter Match Pflege/Lingoda weitergeführt, um dem Mangel weiter strukturiert zu begegnen. Auch das Team Integration verstärkt die Allianz. Neben der reinen Anwerbung werden die Einrichtungen im gesamten Prozess der betrieblichen und sozialen Einbindung begleitet. Insgesamt haben sich die Rahmen­bedingungen zur Gewinnung neuer Fachkräfte für die Pflege sehr verbessert, zu nennen sind z.B. Anpassungs­lehrgänge für ausländische Pflegekräfte mit vorhandener Qualifikation aus ihren Heimatländern ohne erneute Prüfung oder die erfolgreiche Maßnahme „Future Nurses - Programm der Deutschen Hochschulstiftung“. Auch die ab 2027 neue bundesweit einheitliche Ausbildung zur Pflegefach­assistenz soll die Pflege modernisieren und Personal­bedarfe sichern.

Auch in diesen beiden Bereichen gewinnt die Digitalisierung an Bedeutung. Dafür benötigen Beschäftigte neue digitale Kompetenzen. Seit einiger Zeit ermöglicht der verpflichtende Dienst KIM (Kommunikation im Medizinwesen) einen sicheren Informations­austausch zwischen Akteuren des Gesundheits­wesens und der Pflege. Trotz noch bestehender Sicherheits­risiken ersetzt er zunehmend Fax und Schriftverkehr. Eine deutliche Entlastung ist besonders beim hohen Verwaltungs­aufwand für Abrechnung und Dokumentation zu erwarten. Zur Verbesserung der Arbeits­bedingungen wächst auch das Interesse an Künstlicher Intelligenz im Gesundheits­wesen und in der Pflege, die als zentrale Chance für Innovationen gesehen werden. Die Sicherheit und Skalierbarkeit von Lösungen sollte dabei beachtet werden.

Um vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung mit personellen sowie finanziellen Heraus­forderungen auch künftig eine tragfähige pflegerische Versorgung sicherzustellen, hat der Kreis die Uni Lübeck mit einer Pflegebedarfsplanung beauftragt. Auf einer ersten Pflegekonferenz im Mai 2026 wurden zentrale Zwischen­ergebnisse, wie z.B. herausfordernde Versorgungs­strukturen der ambulanten Pflege im ländlichen Bereich, vorgestellt und der Raum für einen gemeinsamen Austausch von Akteuren aus Pflegepraxis, Politik und Verwaltung eröffnet. Auf Basis der vorliegenden Datenanalysen sowie geführter Interviews wurden Ansätze zur Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung diskutiert, die in die Erarbeitung der Bedarfs­planung einfließen. Schwerpunkte waren dabei Ideen zur Bewältigung des Personal- und Fachkräfte­mangels sowie Möglichkeiten zur optimierten Zusammen­arbeit von Pflege- und Gesundheitswesen. Darüber hinaus wurden Ansätze zur Digitalisierung und Entbüro­kratisierung diskutiert, insbesondere mit Blick auf eine Entlastung von Dokumentations­pflichten. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf innovativen Versorgungs­modellen sowie der Frage, inwieweit Modell­projekte aus anderen Regionen auf den Kreis Pinneberg übertragbar sind. Die Bedarfsplanung wird nach dem Sommer veröffentlicht. Die Ergebnisse sollen im Oktober im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Senioren vorgestellt und beraten werden.

Die vierte Kommunale Gesundheits­konferenz im November 2026 befasst sich ergänzend mit dem Thema „Pflegende Angehörige im Fokus – zwischen Verantwortung, Belastung und Unterstützung“. Bei Interesse an einer Teilnahme ist eine Kontaktaufnahme hier möglich.

Der Kreissenioren­beirat unterstützt das Vorhaben „Präventive Hausbesuche“ des Kreises, um regionale Strukturen zu erfassen, Pflegebedürftigkeit zu verzögern und den längeren Verbleib im eigenen Wohnraum zu ermöglichen. Bisher konnten dafür noch keine Förder­mittel akquiriert werden. 

Weitere Themen waren eine auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ausgerichtete Wohnung in Norderstedt und die Erstellung einer kostenfreien Broschüre mit Kontaktdaten für den Kreis­seniorenbeirat. Mit den KI-Modellprojekten Pflegemonitor+ und Pflegeprognose+ des Landes in Zusammen­arbeit mit der Uni Kiel soll innerhalb der nächsten drei Jahre die Entwicklung der Pflege- und Gesundheits­infrastruktur beobachtet werden. Neben der Erkennung von Trends sollen auch entwickelte Szenarien dazu beitragen, die Qualität von Pflege­prozessen zu erhöhen. Dafür ist zunächst ein systematischer Zugang zu Daten, die bisher verteilt bei verschiedenen Institutionen liegen, herzustellen. Perspektivisch kann das KI-System auch in anderen Planungs­bereichen wie z.B. Kindertages­stätten unterstützen.

  • Es liegen die Daten der Schuleingangsuntersuchung 2024/2025 für das Einschulungsjahr 2025 vor, diese liefern zentrale Informationen über den Gesundheitszustand von Kindern im Kreisgebiet 
  • Im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung werden die Daten noch ausführlicher dargestellt 
  • Der durchschnittliche Anteil unzureichender Sprachkompetenz, also weniger als 3 auf der 5er-Skala, beträgt kreisweit 10,1 %; dieser Indikator wurde in Abstimmung mit der Gesundheitsplanung neu definiert, daher kein Vergleich ggü. Vorjahr 
  • Emotionale Probleme wurden bei 13,0 % (+2,5 % ggü. Vj.) der Kinder diagnostiziert, bei 12,8 % eine Hyperaktivität (+1,0 % ggü. Vj.) 
  • Die Übergewichtigkeit bei den Einschulungskindern liegt kreisweit bei 9,4 % (-0,7 % ggü. Vj.), die Stadt Uetersen hat mit 15,0 % den höchsten Wert (-2,2 % ggü. Vj.), gefolgt von Pinneberg mit 11,8 %  Übergewichtigkeit in %
  • Von den untersuchten Kindern haben 6,8 % ein eingeschränktes Hörvermögen (-0,4 % ggü. Vj.) 
  • Beim Sehvermögen weisen 16,7 % Einschränkungen auf (+2,2 % ggü. Vj.), die Kinder befinden sich entweder schon in Behandlung oder es wurde ein Besuch beim Augenarzt empfohlen
  • Bei Masern sind aufgrund der Impfpflicht für den Kita-Besuch mit 96,7­% hohe Impfquoten zu verzeichnen (+0,8 % ggü. Vj.) 
  • Auch bei Tetanus haben 95,4 % mindestens drei Impfungen (+0,9 % ggü. Vj.), da sich die Empfehlung für die 4. Impfung nun auf das 6. Lebensjahr erstreckt, wird dieser weitere Wert nicht mehr angegeben; teilweise konnte diese Impfung vor der Schuleingangsuntersuchung nicht mehr durchgeführt werden

  • Hinweise über die Gesundheit von Erwachsenen liefern die Diagnosen der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der gesetzlich Versicherten, allerdings liegen diese von den gesetzlichen Krankenkassen jeweils nur separat für ihre Mitglieder vor, die bisher veröffentlichten Gesundheitsreporte beziehen sich auf Daten von 2025 
  • Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) ermittelt für Schleswig-Holstein einen Krankenstand von 5,5 % (unverändert ggü. Vj.), der Bundeswert beträgt hier 5,4 % (unverändert ggü. Vj.)
  • Die Techniker meldet einen ähnlichen Bundeswert von 5,1 % (-0,2 % ggü. Vj.) 
  • Die Barmer ermittelt einen Landeswert von 23,4 Fehlzeittagen je Erwerbsperson (-0,3 ggü. Vj.), deutlich über dem Bundesschnitt von 22,5 (-0,1 ggü. Vj.) 
  • Die Techniker gibt für Schleswig-Holstein einen Wert von 20,6 (-0,8 ggü. Vj.) an, ebenso über dem Bundesschnitt von 18,5 Tagen (-0,5 ggü. Vj.) 
  • Die DAK ermittelt für das Land 20,0 Fehltage (unverändert ggü. Vj.) bei einem Bundesschnitt von 19,5 Tagen (-0,2 ggü. Vj.) 
  • Die meisten Krankschreibungen gibt es bei allen drei Krankenkassen weiterhin aufgrund von Atemwegserkrankungen, danach folgen Infektionserkrankungen, Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und psychische Erkrankungen; je nach Krankenkasse teilweise in unterschiedlicher Reihenfolge 
  • Die längsten Fehlzeiten basieren bei allen drei genannten Krankenkassen weiterhin auf psychischen Erkrankungen, die Werte sind hier weiter ansteigend

  • Die Pflegestatistik wird nur alle zwei Jahre aktualisiert, dementsprechend liegen hier nur die Daten für 2023 vor 
  • Weitere ausführliche Informationen werden in der neuen Pflegebedarfsplanung zu finden sein, die im zweiten Halbjahr 2026 vorliegen wird 
  • Etwa 17.100 Menschen erhalten Ende 2023 Pflegeleistungen (+1.550 ggü. 2021) 
  • Bei den Pflegebedürftigen sind auch Personen mit Pflegegrad 1 mitberücksichtigt, die einen Entlastungsbetrag von 125 Euro für Hilfe im Alltag und sonst keine weiteren Leistungen enthalten, dementsprechend kann in vier Kategorien unterschieden werden: familiär, ambulant, stationär und Entlastungsbeitrag 
  • Im Kreis werden in 2023 48,7 % familiär, 19,1 % ambulant und 19,1 % stationär versorgt, weitere 13,0 % erhalten den Entlastungsbetrag 
  • Ende 2025 stehen im Kreisgebiet insgesamt 3.726 stationäre Pflegeplätze (+66 ggü. Vj.) mit 162, teilweise eingestreuten, Kurzzeitpflegeplätzen (+11 ggü. Vj.) bereit 
  • Etwa 1.130 Menschen erhalten Ende 2025 Hilfe zur Pflege (+10 ggü. Vj.)

  • Die Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) wurde im April 2026 aktualisiert, die Regionen der KV stimmen nicht mit den statistischen Räumen im Kreis überein 
  • Für die allgemeine fachärztliche Versorgung legt die KV das Kreisgebiet zugrunde, die Bedarfsplanung für Hausärzte sieht kleinere Gebiete und für spezielle Facharztgruppen (spezialisierte fachärztliche Versorgung) größere Gebiete vor, außerdem gibt es noch die auf Landesebene angesiedelte „gesonderte fachärztliche Versorgung“, z.B. Laborärzte 
  • Bei den Hausärzten sind im Gebiet Elmshorn noch 9,5 mögliche Stellen, im Gebiet Pinneberg 2,0 sowie im Gebiet Wedel 0,5 Stellen zu vergeben; im Gebiet Wedel beruhen die Stellen auf dem sog. Morbiditätsfaktor, d.h. dort gibt es aufgrund der älteren Bevölkerungsstruktur mehr Krankheitsfälle, auch im Gebiet Norderstedt, zu dem die Stadt Quickborn gehört, sind noch 6,5 Stellen zu vergeben 
  • Im Bereich der psychotherapeutischen Versorgung sind im Kreis 2,0 Stellen in der Psychosomatik zu besetzen 
  • Aus den Fokusgruppen wird weiter noch auf lange Wartezeiten und eine erforderliche Ausweitung des Versorgungssystems innerhalb des Kreisgebietes hingewiesen 
  • Insgesamt wurden im Kalenderjahr 2024 etwa 62.100 vollstationäre Behandlungen in den Krankenhäusern innerhalb des Kreisgebietes durchgeführt (+1.200 ggü. Vj.) 
  • 47,4 % der vollstationär behandelten Personen waren über 65 Jahre (-0,3 % ggü. Vj.)

Quellenangaben
Statistikamt Nord 2024 // Statistisches Bundesamt 2023 // Kreis Pinneberg 2025 // Kassenärztliche Vereinigung S.-H. // Bedarfsplanung 2026 // Barmer Gesundheitsreport 2025 // Techniker Krankenkasse Gesundheitsreport 2025 // Deutsche Angestellten Krankenkasse Gesundheitsreport 2025

Krankenhausbehandlungen nach Altersgruppen in %

Quelle: Statistikamt Nord 2024

Mehr als 45 % der stationären Krankenhausbehandlungen findet bei Personen über 65 Jahren statt. Der zunehmende demographische Wandel und die Alterung der Gesellschaft lässt erwarten, dass dieser Anteil in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird, wenn es nicht gelingt, entsprechende präventive und ambulante Behandlungsformen zu entwickeln.

Übergewichtigkeit in %

Quelle: Kreis Pinneberg 2025

Die Stadt Uetersen weist bei Übergewichtigkeit von Kindern in der Schuleingangsuntersuchung 2024/25 den höchsten Wert auf, gefolgt von den Städten Elmshorn und Pinneberg. Kinder aus städtischen Regionen und mit höheren sozialen Herausforderungen sind eher übergewichtig. Langfristig kann Übergewichtigkeit in frühen Lebensjahren zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von chronischen Erkrankungen führen. Auch im Kreis Pinneberg bestätigt sich der wissenschaftlich nachgewiesene Zusammenhang zwischen Gesundheit und Armut, denn auch bei der Kinderarmut haben die drei genannten Städte den höchsten Anteil.

Im Jahr 2026 gibt es keine Handlungsempfehlung aus dem Netzwerk der Sozialplanung für das Handlungsfeld Gesundheitsversorgung und Pflege. Handlungsempfehlungen der Vorjahre bzw. für andere Handlungsfelder finden Sie hier .

Die Gesundheitsplanung arbeitet im Sinne des Leitbilds eines modernen Öffentlichen Gesundheits­dienstes weiter schwer­punktmäßig an den Kernaufgaben. Dazu zählen Gesundheits­berichterstattung, Gesundheits­förderung zum Aufbau von Gesundheits­kompetenzen und Prävention zur Vermeidung von Folgekosten durch Krankheits­lasten. Die HPV-Impfkampagne mit Impftagen an mehreren Grundschulen verlief sehr erfolgreich, insbesondere was die Anmeldung von Jungen angeht. 

Das präventive Mental Health First Aid (MHFA) Programm der Landes­vereinigung für Gesundheitsförderung kann auch im Kreis Pinneberg durchgeführt werden. In Kursen wird Laien analog zu Erste-Hilfe-Kursen Wissen vermittelt, um psychische Krisen zu erkennen, Betroffene anzusprechen und an profes­sionelle Hilfs­angebote zu vermitteln. Das Programm zielt darauf ab, dass Erste Hilfe für die Psyche genauso selbst­verständlich wird wie für den Körper. Als Formate werden Kurse für Erwachsene sowie spezialisierte Kurse für Jugendliche angeboten.

Für eine gute Datenbasis wird auch der digitale Reifegrad des ÖGD laufend verbessert, z.B. durch Einführung neuer Fach­anwendungen und die Programmierung von Schnittstellen zur Business Intelligence Software board, wie z.B. von Mikropro für Schuleingangs­untersuchungen und den Jugend­zahnärztlichen Dienst. So sind die Anteile der Kinder mit behandlungs­bedürftigen Zähnen in Kitas und Schulen als weitere Indikatoren im digitalen Sozialbericht abrufbar. Parallel stellt das Land über ein neues Web-Portal detaillierte statistische Daten zu aktuellen sozialen und gesundheitlichen Trends nach Alters­verteilung und Geschlecht, nach Regionen sowie im Zeitverlauf der letzten zehn Jahre zur Verfügung. Es ermöglicht Entwicklungen mit anderen Kreisen und dem Land insgesamt zu vergleichen. Die Gesundheits- und Sozialplanung des Kreises Pinneberg haben die Entwicklung des Portals fachlich begleitet und ihre Praxiserfahrung eingebracht. Das neue Sozial- und Gesundheitsmonitoring ergänzt die bewährte Berichterstattung des Landes wie etwa den Kinderarmuts­bericht.

Nach einer Klimarisiko­analyse für den Kreis Pinneberg werden die möglichen Maßnahmen, zu denen auch ein Hitzeschutz­konzept zählt, in einem Klimaanpassungs­konzept zusammengefasst und anschließend politisch beraten. Abhängig vom Ergebnis wird die Gesundheitsplanung mit dem Bereich Klimaschutz ein Hitzeschutzkonzept ausarbeiten.

Um die Zusammenarbeit aller Kreise und kreisfreien Städte weiter zu forcieren, wird zurzeit ein Organisations­gutachten erstellt, um mögliche Handlungs­felder für interkommunale Kooperation im ÖGD auszuloten und Empfehlungen zum weiteren Vorgehen auszusprechen. Durch Effizienz­steigerungen können Aufgaben weiterhin vollumfänglich und qualitäts­gesichert wahrgenommen, Verwaltungs­abläufe harmonisiert und Kosten gesenkt werden.

Die Ergebnisse der zweiten Kommunalen Gesundheits­konferenz wurden 2025 im Themenbericht „Gesund älter werden“ veröffentlicht. Als einander bedingende Schlüssel­faktoren gelten Ernährung, Bewegung und soziale Einbindung durch „sorgende Nachbarschaften“. Angebote müssen wohnortnah, niedrig­schwellig und gut erreichbar sein, damit auch hochaltrige Menschen ihre Selbstständigkeit und Teilhabe länger erhalten. Für die gewünschte Stärkung der Zusammen­arbeit zwischen professionellen und ehren­amtlichen Akteuren sind finanzielle Ressourcen erforderlich. Vor diesem Hintergrund wird zunehmend deutlich, dass quartiersbezogene Lösungen eine zentrale Rolle spielen können, um bedarfsgerechte und erreichbare Strukturen nachhaltig zu sichern.

In diesem Jahr beabsichtigt ein Schulzentrum im Kreis eine Schul­gesundheits­­fachkraft einzusetzen und aus Landesmitteln für Perspektiv­­schulen zu finanzieren. Neben Präventions­angeboten soll sie an einer gesundheitsförderlichen (Lern-)Umgebung mitwirken, um die gesundheitlich bedingte Ungleichheit von Bildungs­chancen zu reduzieren. Eltern und Lehrkräfte können zusätzliche Gesundheits­kompetenzen aufbauen und Fehlzeiten gesenkt werden.

Über eine mögliche Weiterentwicklung der Schuleingangs­untersuchungen (SEU) als zentrales Instrument zur Früh­erkennung von Förder­bedarfen wird weiterhin diskutiert. Grundlage bildet als Qualitäts­standard das sog. „Plöner Modell“, ein stufenweise-selektives vorgezogenes Verfahren, bei dem nicht zwingend jedes Kind ärztlich untersucht wird. Im Kreis erfolgen die Untersuchungen teilweise zu spät vor der Einschulung, um bei festgestellten Förder­bedarfen noch wirksame Unterstützungs­maßnahmen durchführen zu können. Bei den laufenden Untersuchungen wurden deshalb zuerst Kinder aus Schul­bezirken eingeladen, in denen im Vorjahr bereits überdurchschnittlich viele Auffälligkeiten festgestellt wurden. Insgesamt steigen Förderbedarfe kontinuierlich an, immer mehr Kinder weisen Defizite in der Sprach- und Sprech­entwicklung auf. Außerdem sind Kinder aus Familien mit niedrigem Bildungs­stand häufiger von gesund­heitlichen Einschränkungen betroffen.

 

Thema der dritten Kommunalen Gesundheitskonferenz im November 2025 war „Essstörungen“. Nach einer thematischen Einführung wurde das Fachzentrum für Essstörungen in Hamburg „Waage e.V.“ vorgestellt. Da es sich um ein von der Hamburger Sozialbehörde finanziertes Angebot handelt, können dort aktuell auch nur Hamburger Klientinnen und Klienten beraten werden. Ab 2026 steht Ratsuchenden auch über die Stadt­grenzen von Hamburg hinaus wieder eine Online­beratung zur Verfügung. Weiter wurde das Thema der Konferenz unter den Gesichts­punkten Reflektion zu bestehenden Angeboten, Risikofaktoren, Soziale Medien und Handlungs­empfehlungen näher diskutiert. Die Empfehlungen beziehen sich auf ein Mehr an Prävention, Aufklärung und Unterstützung und betreffen die Bereiche Bildung & Aufklärung, Teilhabe & Kooperationen. Im Nachgang wurden Interessierte zu Präventions­programmen und weiter­führenden Angeboten beraten.

Die Fokusgruppen Arbeitskreis Gemeindenahe Psychiatrie und Fachbeirat Sucht haben im Rahmen der bundes­weiten Aktion erneut erfolgreich eine Woche der Seelischen Gesundheit mit dem Schwerpunkt auf präventiven und psycho­sozialen Hilfs­angeboten organisiert. 2026 findet die Woche unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt” statt.

Weitere Themen im Fachbeirat Sucht waren u.a. über Beratung hinaus­gehende ambulante Angebote, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Apps, die Situation der Selbsthilfe und Prävention an Schulen sowie die Diskussion über die Umsetzung von Klimaschutz­konzepten. Die immer schnellere Entwicklung neuer Drogen stellt auch die Suchthilfe vor große Heraus­forderungen. Das Thema Medien­abhängigkeit wird zunehmend mehr nachgefragt.

Multifaktorielle Problemlagen und Klientinnen und Klienten mit Mehrfach­erkrankungen nehmen deutlich zu. Vor allem Kinder und Jugendliche mit Sucht­problematiken wenden sich selbst ohne Unterstützung wenig an die Beratungsstellen. Die Auswirkungen der Teil­legalisierung von Cannabis zeigen sich allgemein in einem Anstieg der Beratungs­anfragen, insbesondere von Angehörigen. Prävention und Aufklärung sind weiterhin sehr bedeutsam, da die Konsumrisiken bestehen bleiben. Bei problematischem Konsum sind klar abge­stimmte Verfahrenswege von Behörden und Organisationen erforderlich, wie Früh­intervention und Wege in die weitere Unterstützung des Hilfesystems angeboten werden können. Für Sucht im Alter sind kaum adäquate Angebote vorhanden, was aufgrund des demographischen Wandels und in Kombination mit Pflegebe­dürftigkeit zu bedenken ist.

Der Bericht der Inter­disziplinären Trauma-Ambulanz im Kreis Pinneberg belegt einen erheblichen regionalen Bedarf für niedrig­­schwellige Beratung, der bereits zu Kapazitäts­engpässen führt. Die Versorgung der Betroffenen stellt ein präventives Schlüsselangebot mit hoher gesell­schaftlicher Rendite dar. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Trauma­pädagogik werden häufig unterversorgte Zielgruppen erreicht, darunter sehr junge Kinder und hoch belastete Familien­systeme. Für eine nachhaltige Versorgung benötigt das Angebot eine strukturelle Verstetigung und verlässliche Finanzierung.

Die Beratungs- und Begegnungsstätten im Kreis sind ein zentraler Baustein der niedrig­schwelligen psycho­sozialen Versorgung für Menschen. Mit vier Standorten in Elmshorn, Uetersen, Pinneberg und Wedel leisten sie bei steigenden Nutzer­zahlen einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung von Menschen mit psychischen Belastungen sowie zur gesell­schaftlichen Teilhabe. Das Aufgabenspektrum reicht von offenen Treffpunkten, psychosozialer Beratung über Gruppenangebote bis zu präventiven Maßnahmen. Durch frühzeitige Unterstützung, Krisen­intervention und kontinuierliche Begleitung werden Klinikaufenthalte reduziert, Rückfälle vermieden und kosten­intensive Hilfen verringert. Gleichzeitig werden psychische Erkrankungen im Gemeinwesen enttabuisiert. Wichtig ist auch hier eine verlässliche Finanzierung.

Zur Verbesserung der Versorgungs­qualität haben die Regio Kliniken ein Konzept für ein regionales Psychiatrie-Budget im Kreis Pinneberg bis 2031 im Rahmen eines Modell­projekts nach § 64b SGB V vorgelegt. Damit soll die Versorgung künftig real sozialraumbezogen, flexibel, innovativ und sektoren­übergreifend sowie trialogischer ausgestaltet werden. Ein wichtiger Baustein der aufsuchenden Hilfen ist dabei die multiprofessionelle psychiatrische Akut­versorgung zu Hause (Home Treatment). Als Alternative zur stationären Klinik­aufnahme bei schweren psychischen Krisen werden Menschen von einem Team aus Ärzten, Pflegenden und Therapeuten intensiv in ihrer gewohnten Umgebung behandelt. Die strukturellen Veränderungen erfordern auch bauliche Anpassungen, die auch in der parallel laufenden Planung für das neue Zentral­klinikum in Pinneberg (Regio 2030) berücksichtigt werden müssten. Auswertungen bundesweiter Modell­projekte zeigen z.B. eine deutliche Reduktion der vollstationären Behandlungs­tage, eine verbesserte soziale Integration und eine unveränderte Kostensituation über fast zwei Jahrzehnte hinweg bei steigenden Kosten ohne Modellprojekte. Bisher ist keine Zustimmung der Kostenträger für die Umsetzung erfolgt.

Die Fokusgruppe Altenhilfe und Pflege und der Kreis­senioren­beirat haben sich mit der Versorgungslücke beim plötzlichen Ausfall pflegender Angehöriger befasst, um unnötige Krankenhaus­aufenthalte Pflege­bedürftiger zu vermeiden und gleichzeitig größtmögliche Selbstständigkeit zu erhalten. Lösungs­optionen wie z.B. ein Telefonpool mit Pflege­einrichtungen für den Rettungs­dienst wurden diskutiert. Auch die Leitstelle ist an einer Klärung der Situation für eine bestmögliche Versorgung interessiert. In einem Kreis werden gerade Akut-Einsatz­fahrzeuge getestet. Allgemein gilt es, die Entlastung und den Austausch von pflegenden Angehörigen zu fördern, einige Pflegeheime ermöglichen selbst organisierte Treffen für pflegende Angehörige. Ein weiterer Arbeits­schwerpunkt war der senioren­gerechte Bedarf an alternativen, flexiblen Wohnformen, die mehr Selbst­bestimmung und individuelle Lebens­führung im Alter ermöglichen (z.B. haushaltsnahe Dienstleistung und Grundpflege). Die Auflagen zur Überprüfung von haushaltsnahen Dienst­leistungen, Pflege und Notruf­lösungen nehmen immer stärker zu und binden Ressourcen. Es sollte geprüft werden, ob die Gebäude der bisherigen Regio-Kliniken künftig zu Wohnzwecken genutzt werden können.

Um die Personal­situation im Pflegebereich zu verbessern, hat der Kreis 2022 befristet eine Koordinierungs­stelle zur Fachkräfte­gewinnung eingerichtet. Als Fachkräfte­allianz aus kommunalen, arbeitsmarkt­politischen und pflegerischen Akteuren wird die aufgebaute Vernetzung nun vom Anbieter Match Pflege/Lingoda weitergeführt, um dem Mangel weiter strukturiert zu begegnen. Auch das Team Integration verstärkt die Allianz. Neben der reinen Anwerbung werden die Einrichtungen im gesamten Prozess der betrieblichen und sozialen Einbindung begleitet. Insgesamt haben sich die Rahmen­bedingungen zur Gewinnung neuer Fachkräfte für die Pflege sehr verbessert, zu nennen sind z.B. Anpassungs­lehrgänge für ausländische Pflegekräfte mit vorhandener Qualifikation aus ihren Heimatländern ohne erneute Prüfung oder die erfolgreiche Maßnahme „Future Nurses - Programm der Deutschen Hochschulstiftung“. Auch die ab 2027 neue bundesweit einheitliche Ausbildung zur Pflegefach­assistenz soll die Pflege modernisieren und Personal­bedarfe sichern.

Auch in diesen beiden Bereichen gewinnt die Digitalisierung an Bedeutung. Dafür benötigen Beschäftigte neue digitale Kompetenzen. Seit einiger Zeit ermöglicht der verpflichtende Dienst KIM (Kommunikation im Medizinwesen) einen sicheren Informations­austausch zwischen Akteuren des Gesundheits­wesens und der Pflege. Trotz noch bestehender Sicherheits­risiken ersetzt er zunehmend Fax und Schriftverkehr. Eine deutliche Entlastung ist besonders beim hohen Verwaltungs­aufwand für Abrechnung und Dokumentation zu erwarten. Zur Verbesserung der Arbeits­bedingungen wächst auch das Interesse an Künstlicher Intelligenz im Gesundheits­wesen und in der Pflege, die als zentrale Chance für Innovationen gesehen werden. Die Sicherheit und Skalierbarkeit von Lösungen sollte dabei beachtet werden.

Um vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung mit personellen sowie finanziellen Heraus­forderungen auch künftig eine tragfähige pflegerische Versorgung sicherzustellen, hat der Kreis die Uni Lübeck mit einer Pflegebedarfsplanung beauftragt. Auf einer ersten Pflegekonferenz im Mai 2026 wurden zentrale Zwischen­ergebnisse, wie z.B. herausfordernde Versorgungs­strukturen der ambulanten Pflege im ländlichen Bereich, vorgestellt und der Raum für einen gemeinsamen Austausch von Akteuren aus Pflegepraxis, Politik und Verwaltung eröffnet. Auf Basis der vorliegenden Datenanalysen sowie geführter Interviews wurden Ansätze zur Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung diskutiert, die in die Erarbeitung der Bedarfs­planung einfließen. Schwerpunkte waren dabei Ideen zur Bewältigung des Personal- und Fachkräfte­mangels sowie Möglichkeiten zur optimierten Zusammen­arbeit von Pflege- und Gesundheitswesen. Darüber hinaus wurden Ansätze zur Digitalisierung und Entbüro­kratisierung diskutiert, insbesondere mit Blick auf eine Entlastung von Dokumentations­pflichten. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf innovativen Versorgungs­modellen sowie der Frage, inwieweit Modell­projekte aus anderen Regionen auf den Kreis Pinneberg übertragbar sind. Die Bedarfsplanung wird nach dem Sommer veröffentlicht. Die Ergebnisse sollen im Oktober im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Senioren vorgestellt und beraten werden.

Die vierte Kommunale Gesundheits­konferenz im November 2026 befasst sich ergänzend mit dem Thema „Pflegende Angehörige im Fokus – zwischen Verantwortung, Belastung und Unterstützung“. Bei Interesse an einer Teilnahme ist eine Kontaktaufnahme hier möglich.

Der Kreissenioren­beirat unterstützt das Vorhaben „Präventive Hausbesuche“ des Kreises, um regionale Strukturen zu erfassen, Pflegebedürftigkeit zu verzögern und den längeren Verbleib im eigenen Wohnraum zu ermöglichen. Bisher konnten dafür noch keine Förder­mittel akquiriert werden. 

Weitere Themen waren eine auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ausgerichtete Wohnung in Norderstedt und die Erstellung einer kostenfreien Broschüre mit Kontaktdaten für den Kreis­seniorenbeirat. Mit den KI-Modellprojekten Pflegemonitor+ und Pflegeprognose+ des Landes in Zusammen­arbeit mit der Uni Kiel soll innerhalb der nächsten drei Jahre die Entwicklung der Pflege- und Gesundheits­infrastruktur beobachtet werden. Neben der Erkennung von Trends sollen auch entwickelte Szenarien dazu beitragen, die Qualität von Pflege­prozessen zu erhöhen. Dafür ist zunächst ein systematischer Zugang zu Daten, die bisher verteilt bei verschiedenen Institutionen liegen, herzustellen. Perspektivisch kann das KI-System auch in anderen Planungs­bereichen wie z.B. Kindertages­stätten unterstützen.

  • Es liegen die Daten der Schuleingangsuntersuchung 2024/2025 für das Einschulungsjahr 2025 vor, diese liefern zentrale Informationen über den Gesundheitszustand von Kindern im Kreisgebiet 
  • Im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung werden die Daten noch ausführlicher dargestellt 
  • Der durchschnittliche Anteil unzureichender Sprachkompetenz, also weniger als 3 auf der 5er-Skala, beträgt kreisweit 10,1 %; dieser Indikator wurde in Abstimmung mit der Gesundheitsplanung neu definiert, daher kein Vergleich ggü. Vorjahr 
  • Emotionale Probleme wurden bei 13,0 % (+2,5 % ggü. Vj.) der Kinder diagnostiziert, bei 12,8 % eine Hyperaktivität (+1,0 % ggü. Vj.) 
  • Die Übergewichtigkeit bei den Einschulungskindern liegt kreisweit bei 9,4 % (-0,7 % ggü. Vj.), die Stadt Uetersen hat mit 15,0 % den höchsten Wert (-2,2 % ggü. Vj.), gefolgt von Pinneberg mit 11,8 %  Übergewichtigkeit in %
  • Von den untersuchten Kindern haben 6,8 % ein eingeschränktes Hörvermögen (-0,4 % ggü. Vj.) 
  • Beim Sehvermögen weisen 16,7 % Einschränkungen auf (+2,2 % ggü. Vj.), die Kinder befinden sich entweder schon in Behandlung oder es wurde ein Besuch beim Augenarzt empfohlen
  • Bei Masern sind aufgrund der Impfpflicht für den Kita-Besuch mit 96,7­% hohe Impfquoten zu verzeichnen (+0,8 % ggü. Vj.) 
  • Auch bei Tetanus haben 95,4 % mindestens drei Impfungen (+0,9 % ggü. Vj.), da sich die Empfehlung für die 4. Impfung nun auf das 6. Lebensjahr erstreckt, wird dieser weitere Wert nicht mehr angegeben; teilweise konnte diese Impfung vor der Schuleingangsuntersuchung nicht mehr durchgeführt werden

  • Hinweise über die Gesundheit von Erwachsenen liefern die Diagnosen der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der gesetzlich Versicherten, allerdings liegen diese von den gesetzlichen Krankenkassen jeweils nur separat für ihre Mitglieder vor, die bisher veröffentlichten Gesundheitsreporte beziehen sich auf Daten von 2025 
  • Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) ermittelt für Schleswig-Holstein einen Krankenstand von 5,5 % (unverändert ggü. Vj.), der Bundeswert beträgt hier 5,4 % (unverändert ggü. Vj.)
  • Die Techniker meldet einen ähnlichen Bundeswert von 5,1 % (-0,2 % ggü. Vj.) 
  • Die Barmer ermittelt einen Landeswert von 23,4 Fehlzeittagen je Erwerbsperson (-0,3 ggü. Vj.), deutlich über dem Bundesschnitt von 22,5 (-0,1 ggü. Vj.) 
  • Die Techniker gibt für Schleswig-Holstein einen Wert von 20,6 (-0,8 ggü. Vj.) an, ebenso über dem Bundesschnitt von 18,5 Tagen (-0,5 ggü. Vj.) 
  • Die DAK ermittelt für das Land 20,0 Fehltage (unverändert ggü. Vj.) bei einem Bundesschnitt von 19,5 Tagen (-0,2 ggü. Vj.) 
  • Die meisten Krankschreibungen gibt es bei allen drei Krankenkassen weiterhin aufgrund von Atemwegserkrankungen, danach folgen Infektionserkrankungen, Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und psychische Erkrankungen; je nach Krankenkasse teilweise in unterschiedlicher Reihenfolge 
  • Die längsten Fehlzeiten basieren bei allen drei genannten Krankenkassen weiterhin auf psychischen Erkrankungen, die Werte sind hier weiter ansteigend

  • Die Pflegestatistik wird nur alle zwei Jahre aktualisiert, dementsprechend liegen hier nur die Daten für 2023 vor 
  • Weitere ausführliche Informationen werden in der neuen Pflegebedarfsplanung zu finden sein, die im zweiten Halbjahr 2026 vorliegen wird 
  • Etwa 17.100 Menschen erhalten Ende 2023 Pflegeleistungen (+1.550 ggü. 2021) 
  • Bei den Pflegebedürftigen sind auch Personen mit Pflegegrad 1 mitberücksichtigt, die einen Entlastungsbetrag von 125 Euro für Hilfe im Alltag und sonst keine weiteren Leistungen enthalten, dementsprechend kann in vier Kategorien unterschieden werden: familiär, ambulant, stationär und Entlastungsbeitrag 
  • Im Kreis werden in 2023 48,7 % familiär, 19,1 % ambulant und 19,1 % stationär versorgt, weitere 13,0 % erhalten den Entlastungsbetrag 
  • Ende 2025 stehen im Kreisgebiet insgesamt 3.726 stationäre Pflegeplätze (+66 ggü. Vj.) mit 162, teilweise eingestreuten, Kurzzeitpflegeplätzen (+11 ggü. Vj.) bereit 
  • Etwa 1.130 Menschen erhalten Ende 2025 Hilfe zur Pflege (+10 ggü. Vj.)

  • Die Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) wurde im April 2026 aktualisiert, die Regionen der KV stimmen nicht mit den statistischen Räumen im Kreis überein 
  • Für die allgemeine fachärztliche Versorgung legt die KV das Kreisgebiet zugrunde, die Bedarfsplanung für Hausärzte sieht kleinere Gebiete und für spezielle Facharztgruppen (spezialisierte fachärztliche Versorgung) größere Gebiete vor, außerdem gibt es noch die auf Landesebene angesiedelte „gesonderte fachärztliche Versorgung“, z.B. Laborärzte 
  • Bei den Hausärzten sind im Gebiet Elmshorn noch 9,5 mögliche Stellen, im Gebiet Pinneberg 2,0 sowie im Gebiet Wedel 0,5 Stellen zu vergeben; im Gebiet Wedel beruhen die Stellen auf dem sog. Morbiditätsfaktor, d.h. dort gibt es aufgrund der älteren Bevölkerungsstruktur mehr Krankheitsfälle, auch im Gebiet Norderstedt, zu dem die Stadt Quickborn gehört, sind noch 6,5 Stellen zu vergeben 
  • Im Bereich der psychotherapeutischen Versorgung sind im Kreis 2,0 Stellen in der Psychosomatik zu besetzen 
  • Aus den Fokusgruppen wird weiter noch auf lange Wartezeiten und eine erforderliche Ausweitung des Versorgungssystems innerhalb des Kreisgebietes hingewiesen 
  • Insgesamt wurden im Kalenderjahr 2024 etwa 62.100 vollstationäre Behandlungen in den Krankenhäusern innerhalb des Kreisgebietes durchgeführt (+1.200 ggü. Vj.) 
  • 47,4 % der vollstationär behandelten Personen waren über 65 Jahre (-0,3 % ggü. Vj.)

Quellenangaben
Statistikamt Nord 2024 // Statistisches Bundesamt 2023 // Kreis Pinneberg 2025 // Kassenärztliche Vereinigung S.-H. // Bedarfsplanung 2026 // Barmer Gesundheitsreport 2025 // Techniker Krankenkasse Gesundheitsreport 2025 // Deutsche Angestellten Krankenkasse Gesundheitsreport 2025

Krankenhausbehandlungen nach Altersgruppen in %

Quelle: Statistikamt Nord 2024

Mehr als 45 % der stationären Krankenhausbehandlungen findet bei Personen über 65 Jahren statt. Der zunehmende demographische Wandel und die Alterung der Gesellschaft lässt erwarten, dass dieser Anteil in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird, wenn es nicht gelingt, entsprechende präventive und ambulante Behandlungsformen zu entwickeln.

Übergewichtigkeit in %

Quelle: Kreis Pinneberg 2025

Die Stadt Uetersen weist bei Übergewichtigkeit von Kindern in der Schuleingangsuntersuchung 2024/25 den höchsten Wert auf, gefolgt von den Städten Elmshorn und Pinneberg. Kinder aus städtischen Regionen und mit höheren sozialen Herausforderungen sind eher übergewichtig. Langfristig kann Übergewichtigkeit in frühen Lebensjahren zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von chronischen Erkrankungen führen. Auch im Kreis Pinneberg bestätigt sich der wissenschaftlich nachgewiesene Zusammenhang zwischen Gesundheit und Armut, denn auch bei der Kinderarmut haben die drei genannten Städte den höchsten Anteil.

Im Jahr 2026 gibt es keine Handlungsempfehlung aus dem Netzwerk der Sozialplanung für das Handlungsfeld Gesundheitsversorgung und Pflege. Handlungsempfehlungen der Vorjahre bzw. für andere Handlungsfelder finden Sie hier .

Zettel schaut aus Hosentasche
Apothekerin schaut auf Computer

Archiv

Hier finden Sie die Berichte dieses Handlungsfeldes der vergangenen Jahre.

Gesundheitsversorgung und Pflege Fokus 2025

Gesundheitsversorgung und Pflege Fokus 2024

Ärztliche Versorgung und Pflege Fokus 2023

Gesundheit Fokus 2023

Ärztliche Versorgung und Pflege Fokus 2022

Gesundheit Fokus 2022