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Fokus 2026

Mobilität

Steigende Mobilitätsbedarfe führen zu einer weiteren Verdichtung des Verkehrs. Mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept und einem Klimaanpassungskonzept leistet der Kreis einen Beitrag zur Klimafreundlichkeit. Erstmals wird für alle Schülerinnen und Schüler im Kreis ab dem Schuljahr 2026/27 ein vergünstigtes Deutschland-Ticket mit einheitlicher Eigenbeteiligung angeboten. Die Schieneninfrastruktur soll in den kommenden Jahren verbessert werden. Beim Radverkehr werden auch 2026 kommunale Maßnahmen gefördert, für die Umsetzung fehlen den Kommunen Ressourcen. Um öffentlichen Raum effizient zu nutzen, muss Mobilität künftig gesteuert und intelligent vernetzt werden.

fahrender Zug

Wechselwirkungen mit anderen Handlungsfeldern:

Wohnen Arbeit Soziales Leben und Freizeit

+1.150

Einpendelnde

+350

Auspendelnde

2,9 %

E-Fahrzeuge

562 PKWs

je 1.000 Menschen

Kreis und Kommunen stehen vor der Herausforderung steigende Mobilitätsbedarfe auf knappen Flächen in der verdichteten Metropolregion zu organisieren. Erreichbarkeit bleibt ein zentraler Standortfaktor. Dabei soll der Verkehr effizienter, leiser und emissionsärmer sein. Auch Parken bleibt relevant, sollte aber in ein ganzheitliches Mobilitäts­system eingebunden werden. Parkhäuser entwickeln sich zu sog. Mobility Hubs, welche Parkraum, Ladeinfrastruktur, Sharing Angebote, Fahrrad und Mikro­mobilität, wie z.B. E-Scooter, an einem Ort bündeln und den Wechsel zwischen Fortbewegungs­mitteln ermöglichen. 

Mit seinem Integrierten Klimaschutzkonzept (IKK) hat der Kreis 26 Maßnahmen in 5 Handlungsfeldern entwickelt, um das übergeordnete Ziel der Treibhausgas­neutralität bis zum Jahr 2040 zu erreichen. Angestrebt wird insgesamt mehr Fuß-, Rad- und ÖPNV-Verkehr; beim ÖPNV ist das IKK mit dem Regionalen Nahver­kehrsplan (RNVP) als verantwortlicher Fachplanung synchronisiert. Fast die Hälfte der im Rahmen der Umsetzung festgelegten Meilensteine sind bereits erreicht. 

Die E-Flotte von Kreis, Kommunen und ÖPNV sowie die Ladeinfrastruktur für Elektro­fahrzeuge werden weiter ausgebaut. Die Einführung von Carsharing im Kreisgebiet ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht rentabel genug. Alternativ wird deshalb auf ehrenamtlich organisierte Angebote wie Nachbarschaftsautos, Dörpsmobile, Bürgerbusse oder freie Lastenräder zurückgegriffen. Die Fokusgruppe Teilhabe prüft zurzeit, inwieweit durch eine Verbund­lösung aus Spezial­fahrzeugen von Anbietern die Mobilität für Menschen mit Behinderung verbessert werden kann. Für Wasserstoff als ein Energie­träger der Zukunft soll bis 2032 in Deutschland ein Transport­netz gebaut werden, das auch durch den Kreis Pinneberg führt. 

Bis Ende des ersten Quartals 2027 erarbeitet der Kreis mit Fördermitteln ein Klima­anpassungs­konzept als integrierende übergeordnete Strategie und politisch legitimierte Handlungs­grundlage. Damit soll die Resilienz, Sicherheit und Lebens­qualität der Einwohnenden erhöht werden. Potenziale, die zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und zum natürlichen Klimaschutz genutzt werden können, sollen aufgezeigt werden. Eine Anschlussförderung zur Umsetzung von Maßnahmen wird angestrebt.

Nach acht Jahren kontinuierlich engagiert-offensiven ÖPNV-Ausbaus auf der Grundlage des 4. sowie des aktuell gültigen 5. Regionalen Nahverkehrsplans (RNVP) wurde für den weiteren ÖPNV-Ausbau ein Moratorium beschlossen, um angesichts der Haushaltslage den Zuwachs des strukturellen öffentlichen Finanzierungsbedarfs zu dämpfen. Kostentreiber im ÖPNV sind u.a. Tarifabschlüsse und gesetzliche Vorgaben zur Emissions­reduzierung. Eine Entlastung durch Energie­preis­senkungen ist kaum spürbar und das Sondervermögen des Bundes für investive Maßnahmen öffentlicher Hände entfaltet keine Wirkung. Im ÖPNV erfolgen investive Maßnahmen nicht durch den Kreis, sondern die Verkehrsunternehmen. Strukturelle Einsparungen wie Taktaus­dünnungen in Randlagen oder kürzere Betriebs­zeiten sind nur mit Nachteilen für die Nutzenden möglich. On Demand Lösungen im ÖPNV sind ebenso öffentlich finanzierungs­bedürftig wie klassischer ÖPNV und mithin Bestandteil des Moratoriums. Fachkräfte wie Busfahrpersonal sind derzeit wieder ausreichend vorhanden. Allerdings wird bis 2036 ein erneuter Mangel erwartet. Grund dafür ist der demographische Wandel: Der Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung wird dann seinen Höhepunkt erreichen. Bei der Gewinnung von zugewanderten Beschäftigten steht Deutschland in Konkurrenz mit anderen Staaten. Sparpotenzial könnte in Zukunft das autonome Fahren bieten. Die Erfahrungen diverser autonomer Projekte in Deutschland bleiben abzuwarten. 

Der Kreistag hat zum Schuljahr 2026/2027 eine einheitliche Eigenbeteiligung in Höhe von 21 Euro am Deutschlandticket für alle Schülerinnen und Schüler beschlossen, von der bisherige Selbstzahler profitieren. Die Kostenfreiheit für Schülerinnen und Schüler mit größerer Entfernung vom Wohnort zur Schule entfällt. Neben Gleichbehandlung und Entbüro­kratisierung führt die Neuregelung auch zu Mehreinnahmen. 

Der Entwurf des neuen Landesweiten Nahverkehrsplans (LNVP) sieht bis 2031 deutliche Verbesserungen im Schienen­personen­nahverkehr (SPNV) des Kreises Pinneberg vor. Neben dem Ausbau des Bahnknotens Elmshorn sollen mehr Kapazitäten durch längere Züge in Richtung Kiel, dichtere Takte für die A3 und die Inbetriebnahme der neuen S-Bahn-Linie S5 zwischen Hamburg, Quickborn und Kaltenkirchen realisiert werden. Zudem beauftragt der Kreis eine Machbar­keits­studie zu einem möglichen U5-Anschluss für die Stadt Schenefeld.

Für 2026 stellt der Kreis insgesamt 800.000 Euro für Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfra­struktur in den Kommunen bei einem Eigenanteil von 25 % bereit. Neben dem Ausbau von Radwegen zählen dazu z.B. auch Fahrrad­abstellanlagen an Schulen. Die diesjährige Fördersumme beträgt allerdings nur ca. ein Viertel des Budgets. Den Kommunen fehlen sowohl personelle als auch finanzielle Kapazitäten zum Ausbau des Radverkehrs und Prioritäten werden anders gesetzt. Trotz der allgemein angespannteren Haushalts­lagen halten Land und Bund mit den Programmen „Ab aufs Rad“ sowie „Stadt und Land“ ihre Förderungen aufrecht. 

Die Radstrategie Schleswig-Holstein als konzeptionelle und strategische Grundlage für die Radverkehrs­förderung im Land bis zum Jahr 2030 wurde nach der Hälfte der Laufzeit 2025 zum zweiten Mal evaluiert. Alle Maßnahmen wurden im Hinblick auf die Zielerreichung, den Umsetzungs­stand und Anpassungen überprüft. Ein ausführlicher Bericht folgt nach der Befassung im Landtag. Auch in diesem Jahr fand im Mai wieder die dreiwöchige Aktion STADTRADELN statt, an der sich zahlreiche Kommunen des Kreises beteiligten. Neu war eine Stempelrallye an 31 Stationen im gesamten Kreisgebiet.

  • In 2025 haben sich die Pendlerverflechtungen weiter erhöht und erreichen neue Höchststände, hierbei gilt es zu beachten, dass mit der entsprechenden Statistik nur Unterschiede zwischen dem Wohn- und Arbeitsort erfasst werden und nicht, ob, wie oft oder mit welchem Verkehrsmittel der Arbeitsweg tatsächlich getätigt wird 
  • Etwa 76.950 Menschen pendeln zu ihrem Arbeitsplatz außerhalb des Kreisgebietes (+350 ggü. Vj.) 
  • Das Hauptziel bleibt mit deutlichem Abstand die Hansestadt Hamburg mit etwa 54.800 Personen (+200 ggü. Vj.), der Anteil beträgt weiter 71 % (unverändert ggü. Vj.) 
  • Die Pendlerbewegungen in die anderen Kreise und Städte in Schleswig-Holstein bleiben bei 13.250 Personen (unverändert ggü. Vj.) 
  • Die beiden Hauptziele in Schleswig-Holstein sind die Nachbarkreise Segeberg mit 6.550 (-50 ggü. Vj.) und Steinburg mit 2.750 (-50 ggü. Vj.)

  • Etwa 38.600 Personen wohnen in anderen Kreisen und Städten und haben 2025 ihren Arbeitsplatz im Kreis Pinneberg, damit steigt die Anzahl der Einpendelnden weiter an (+1.150 ggü. Vj.) 
  • Etwa 16.600 pendeln hierbei aus anderen Städten und Kreisen in Schleswig-Holstein ein (+450 ggü. Vj.) 
  • Der Kreis Segeberg mit 5.250 Personen (+250 ggü. Vj.) sowie der Kreis Steinburg mit 7.250 Personen (+50 ggü. Vj.) sind die beiden Hauptregionen aus Schleswig-Holstein 
  • Aus der Hansestadt Hamburg pendeln in 2025 etwa 15.400 Menschen in das Kreisgebiet ein (+600 ggü. Vj.)

  • Die Motorisierungsgrade sind auf Kreisebene sowie bei Bund und Land ansteigend 
  • Ende 2024 sind im Kreis Pinneberg 562 Fahrzeuge je 1.000 Menschen (+2 ggü. Vj.) zu verzeichnen 
  • Der Kreis liegt damit weiterhin unter dem Schnitt von Schleswig-Holstein mit 593 (+2 ggü. Vj.) und dem Wert für Deutschland mit 590 (+2 ggü. Vj.) 
  • Tendenziell zeigt sich in der Grafik, dass die Werte in den großen Städten im Kreis unter dem Kreisdurchschnitt liegen  PKW-Dichte
  • Der Fahrzeugbesitz korrespondiert demnach mit der eher städtischen oder ländlichen Prägung des Wohnsitzes 
  • Der Anteil der reinen Elektro-PKW hat sich Ende 2024 erhöht auf 2,9 % (+0,5 % ggü. Vj.), zusammen mit Plug-In-Hybriden sind es 4,6 % (+0,1 % ggü. Vj.)

  • Die Zufriedenheit mit dem ÖPNV, die sich auf das gesamte HVV-Gebiet in Schleswig-Holstein und nicht nur auf den Kreis Pinneberg bezieht, hat sich in 2025 leicht verbessert, liegt auf eher gutem Niveau und deutlich über dem ÖPNV-Branchen­durchschnitt 
  • Die Zufriedenheit mit Fahrrad und PKW liegt im HVV-Gebiet in Schleswig-Holstein auch in 2025 leicht höher als beim ÖPNV 
  • Von den ÖPNV-Nutzenden verwenden etwa 47 % ein Deutschland­ticket 
  • Im HVV-Gebiet von Schleswig-Holstein erhalten die Umsetzung des Deutschland­tickets, die digitalen Informationsangebote des HVV in der App und auf der Webseite und das Linien- und Streckennetz weiterhin gute Bewertungen 
  • Eher mäßig eingeschätzte Faktoren beziehen sich besonders auf Haltestellen, so werden die persönliche Sicherheit an Haltestellen während der Abendstunden, Informationen bei Verspätungen und Störungen, die Sauberkeit und Pflege sowie Komfort und Ausstattung von Haltestellen wie schon in den vergangenen Jahren mit niedrigen Werten eingeschätzt

Quellenangaben
Agentur für Arbeit 2025 // HVV-ÖPNV-Kundenbarometer 2025 // Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2024 // Kraftfahrtbundesamt 2024

Pendlerströme

Quelle: Agentur für Arbeit

Die Pendlerzahlen erreichen neue Höchstwerte, es pendeln sowohl mehr Personen aus dem und in das Kreisgebiet zu ihrem Arbeitsplatz. Die Herausforderungen für die Mobilitätsinfrastruktur nehmen zu. Es gilt Verkehrswege und Mobilitätsangebote für alle Verkehrsmittel zu optimieren und intelligent miteinander zu vernetzen.

PKW-Dichte

Quelle: Kraftfahrtbundesamt 2024

Die Anzahl der PKWs je tausend Personen im Kreisgebiet nimmt leicht zu. Die drei größten Städte haben die geringste Dichte, was sich mit dem höheren Ausbaugrad der Mobilitätsinfrastruktur erklären lässt. Demgegenüber weisen die ländlich geprägten Regionen eine deutlich höhere PKW-Dichte auf.

Im Jahr 2026 gibt es keine Handlungsempfehlung aus dem Netzwerk der Sozialplanung für das Handlungsfeld Mobilität. Handlungsempfehlungen der Vorjahre bzw. für andere Handlungsfelder finden Sie hier .

Kreis und Kommunen stehen vor der Herausforderung steigende Mobilitätsbedarfe auf knappen Flächen in der verdichteten Metropolregion zu organisieren. Erreichbarkeit bleibt ein zentraler Standortfaktor. Dabei soll der Verkehr effizienter, leiser und emissionsärmer sein. Auch Parken bleibt relevant, sollte aber in ein ganzheitliches Mobilitäts­system eingebunden werden. Parkhäuser entwickeln sich zu sog. Mobility Hubs, welche Parkraum, Ladeinfrastruktur, Sharing Angebote, Fahrrad und Mikro­mobilität, wie z.B. E-Scooter, an einem Ort bündeln und den Wechsel zwischen Fortbewegungs­mitteln ermöglichen. 

Mit seinem Integrierten Klimaschutzkonzept (IKK) hat der Kreis 26 Maßnahmen in 5 Handlungsfeldern entwickelt, um das übergeordnete Ziel der Treibhausgas­neutralität bis zum Jahr 2040 zu erreichen. Angestrebt wird insgesamt mehr Fuß-, Rad- und ÖPNV-Verkehr; beim ÖPNV ist das IKK mit dem Regionalen Nahver­kehrsplan (RNVP) als verantwortlicher Fachplanung synchronisiert. Fast die Hälfte der im Rahmen der Umsetzung festgelegten Meilensteine sind bereits erreicht. 

Die E-Flotte von Kreis, Kommunen und ÖPNV sowie die Ladeinfrastruktur für Elektro­fahrzeuge werden weiter ausgebaut. Die Einführung von Carsharing im Kreisgebiet ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht rentabel genug. Alternativ wird deshalb auf ehrenamtlich organisierte Angebote wie Nachbarschaftsautos, Dörpsmobile, Bürgerbusse oder freie Lastenräder zurückgegriffen. Die Fokusgruppe Teilhabe prüft zurzeit, inwieweit durch eine Verbund­lösung aus Spezial­fahrzeugen von Anbietern die Mobilität für Menschen mit Behinderung verbessert werden kann. Für Wasserstoff als ein Energie­träger der Zukunft soll bis 2032 in Deutschland ein Transport­netz gebaut werden, das auch durch den Kreis Pinneberg führt. 

Bis Ende des ersten Quartals 2027 erarbeitet der Kreis mit Fördermitteln ein Klima­anpassungs­konzept als integrierende übergeordnete Strategie und politisch legitimierte Handlungs­grundlage. Damit soll die Resilienz, Sicherheit und Lebens­qualität der Einwohnenden erhöht werden. Potenziale, die zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und zum natürlichen Klimaschutz genutzt werden können, sollen aufgezeigt werden. Eine Anschlussförderung zur Umsetzung von Maßnahmen wird angestrebt.

Nach acht Jahren kontinuierlich engagiert-offensiven ÖPNV-Ausbaus auf der Grundlage des 4. sowie des aktuell gültigen 5. Regionalen Nahverkehrsplans (RNVP) wurde für den weiteren ÖPNV-Ausbau ein Moratorium beschlossen, um angesichts der Haushaltslage den Zuwachs des strukturellen öffentlichen Finanzierungsbedarfs zu dämpfen. Kostentreiber im ÖPNV sind u.a. Tarifabschlüsse und gesetzliche Vorgaben zur Emissions­reduzierung. Eine Entlastung durch Energie­preis­senkungen ist kaum spürbar und das Sondervermögen des Bundes für investive Maßnahmen öffentlicher Hände entfaltet keine Wirkung. Im ÖPNV erfolgen investive Maßnahmen nicht durch den Kreis, sondern die Verkehrsunternehmen. Strukturelle Einsparungen wie Taktaus­dünnungen in Randlagen oder kürzere Betriebs­zeiten sind nur mit Nachteilen für die Nutzenden möglich. On Demand Lösungen im ÖPNV sind ebenso öffentlich finanzierungs­bedürftig wie klassischer ÖPNV und mithin Bestandteil des Moratoriums. Fachkräfte wie Busfahrpersonal sind derzeit wieder ausreichend vorhanden. Allerdings wird bis 2036 ein erneuter Mangel erwartet. Grund dafür ist der demographische Wandel: Der Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung wird dann seinen Höhepunkt erreichen. Bei der Gewinnung von zugewanderten Beschäftigten steht Deutschland in Konkurrenz mit anderen Staaten. Sparpotenzial könnte in Zukunft das autonome Fahren bieten. Die Erfahrungen diverser autonomer Projekte in Deutschland bleiben abzuwarten. 

Der Kreistag hat zum Schuljahr 2026/2027 eine einheitliche Eigenbeteiligung in Höhe von 21 Euro am Deutschlandticket für alle Schülerinnen und Schüler beschlossen, von der bisherige Selbstzahler profitieren. Die Kostenfreiheit für Schülerinnen und Schüler mit größerer Entfernung vom Wohnort zur Schule entfällt. Neben Gleichbehandlung und Entbüro­kratisierung führt die Neuregelung auch zu Mehreinnahmen. 

Der Entwurf des neuen Landesweiten Nahverkehrsplans (LNVP) sieht bis 2031 deutliche Verbesserungen im Schienen­personen­nahverkehr (SPNV) des Kreises Pinneberg vor. Neben dem Ausbau des Bahnknotens Elmshorn sollen mehr Kapazitäten durch längere Züge in Richtung Kiel, dichtere Takte für die A3 und die Inbetriebnahme der neuen S-Bahn-Linie S5 zwischen Hamburg, Quickborn und Kaltenkirchen realisiert werden. Zudem beauftragt der Kreis eine Machbar­keits­studie zu einem möglichen U5-Anschluss für die Stadt Schenefeld.

Für 2026 stellt der Kreis insgesamt 800.000 Euro für Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfra­struktur in den Kommunen bei einem Eigenanteil von 25 % bereit. Neben dem Ausbau von Radwegen zählen dazu z.B. auch Fahrrad­abstellanlagen an Schulen. Die diesjährige Fördersumme beträgt allerdings nur ca. ein Viertel des Budgets. Den Kommunen fehlen sowohl personelle als auch finanzielle Kapazitäten zum Ausbau des Radverkehrs und Prioritäten werden anders gesetzt. Trotz der allgemein angespannteren Haushalts­lagen halten Land und Bund mit den Programmen „Ab aufs Rad“ sowie „Stadt und Land“ ihre Förderungen aufrecht. 

Die Radstrategie Schleswig-Holstein als konzeptionelle und strategische Grundlage für die Radverkehrs­förderung im Land bis zum Jahr 2030 wurde nach der Hälfte der Laufzeit 2025 zum zweiten Mal evaluiert. Alle Maßnahmen wurden im Hinblick auf die Zielerreichung, den Umsetzungs­stand und Anpassungen überprüft. Ein ausführlicher Bericht folgt nach der Befassung im Landtag. Auch in diesem Jahr fand im Mai wieder die dreiwöchige Aktion STADTRADELN statt, an der sich zahlreiche Kommunen des Kreises beteiligten. Neu war eine Stempelrallye an 31 Stationen im gesamten Kreisgebiet.

  • In 2025 haben sich die Pendlerverflechtungen weiter erhöht und erreichen neue Höchststände, hierbei gilt es zu beachten, dass mit der entsprechenden Statistik nur Unterschiede zwischen dem Wohn- und Arbeitsort erfasst werden und nicht, ob, wie oft oder mit welchem Verkehrsmittel der Arbeitsweg tatsächlich getätigt wird 
  • Etwa 76.950 Menschen pendeln zu ihrem Arbeitsplatz außerhalb des Kreisgebietes (+350 ggü. Vj.) 
  • Das Hauptziel bleibt mit deutlichem Abstand die Hansestadt Hamburg mit etwa 54.800 Personen (+200 ggü. Vj.), der Anteil beträgt weiter 71 % (unverändert ggü. Vj.) 
  • Die Pendlerbewegungen in die anderen Kreise und Städte in Schleswig-Holstein bleiben bei 13.250 Personen (unverändert ggü. Vj.) 
  • Die beiden Hauptziele in Schleswig-Holstein sind die Nachbarkreise Segeberg mit 6.550 (-50 ggü. Vj.) und Steinburg mit 2.750 (-50 ggü. Vj.)

  • Etwa 38.600 Personen wohnen in anderen Kreisen und Städten und haben 2025 ihren Arbeitsplatz im Kreis Pinneberg, damit steigt die Anzahl der Einpendelnden weiter an (+1.150 ggü. Vj.) 
  • Etwa 16.600 pendeln hierbei aus anderen Städten und Kreisen in Schleswig-Holstein ein (+450 ggü. Vj.) 
  • Der Kreis Segeberg mit 5.250 Personen (+250 ggü. Vj.) sowie der Kreis Steinburg mit 7.250 Personen (+50 ggü. Vj.) sind die beiden Hauptregionen aus Schleswig-Holstein 
  • Aus der Hansestadt Hamburg pendeln in 2025 etwa 15.400 Menschen in das Kreisgebiet ein (+600 ggü. Vj.)

  • Die Motorisierungsgrade sind auf Kreisebene sowie bei Bund und Land ansteigend 
  • Ende 2024 sind im Kreis Pinneberg 562 Fahrzeuge je 1.000 Menschen (+2 ggü. Vj.) zu verzeichnen 
  • Der Kreis liegt damit weiterhin unter dem Schnitt von Schleswig-Holstein mit 593 (+2 ggü. Vj.) und dem Wert für Deutschland mit 590 (+2 ggü. Vj.) 
  • Tendenziell zeigt sich in der Grafik, dass die Werte in den großen Städten im Kreis unter dem Kreisdurchschnitt liegen  PKW-Dichte
  • Der Fahrzeugbesitz korrespondiert demnach mit der eher städtischen oder ländlichen Prägung des Wohnsitzes 
  • Der Anteil der reinen Elektro-PKW hat sich Ende 2024 erhöht auf 2,9 % (+0,5 % ggü. Vj.), zusammen mit Plug-In-Hybriden sind es 4,6 % (+0,1 % ggü. Vj.)

  • Die Zufriedenheit mit dem ÖPNV, die sich auf das gesamte HVV-Gebiet in Schleswig-Holstein und nicht nur auf den Kreis Pinneberg bezieht, hat sich in 2025 leicht verbessert, liegt auf eher gutem Niveau und deutlich über dem ÖPNV-Branchen­durchschnitt 
  • Die Zufriedenheit mit Fahrrad und PKW liegt im HVV-Gebiet in Schleswig-Holstein auch in 2025 leicht höher als beim ÖPNV 
  • Von den ÖPNV-Nutzenden verwenden etwa 47 % ein Deutschland­ticket 
  • Im HVV-Gebiet von Schleswig-Holstein erhalten die Umsetzung des Deutschland­tickets, die digitalen Informationsangebote des HVV in der App und auf der Webseite und das Linien- und Streckennetz weiterhin gute Bewertungen 
  • Eher mäßig eingeschätzte Faktoren beziehen sich besonders auf Haltestellen, so werden die persönliche Sicherheit an Haltestellen während der Abendstunden, Informationen bei Verspätungen und Störungen, die Sauberkeit und Pflege sowie Komfort und Ausstattung von Haltestellen wie schon in den vergangenen Jahren mit niedrigen Werten eingeschätzt

Quellenangaben
Agentur für Arbeit 2025 // HVV-ÖPNV-Kundenbarometer 2025 // Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2024 // Kraftfahrtbundesamt 2024

Pendlerströme

Quelle: Agentur für Arbeit

Die Pendlerzahlen erreichen neue Höchstwerte, es pendeln sowohl mehr Personen aus dem und in das Kreisgebiet zu ihrem Arbeitsplatz. Die Herausforderungen für die Mobilitätsinfrastruktur nehmen zu. Es gilt Verkehrswege und Mobilitätsangebote für alle Verkehrsmittel zu optimieren und intelligent miteinander zu vernetzen.

PKW-Dichte

Quelle: Kraftfahrtbundesamt 2024

Die Anzahl der PKWs je tausend Personen im Kreisgebiet nimmt leicht zu. Die drei größten Städte haben die geringste Dichte, was sich mit dem höheren Ausbaugrad der Mobilitätsinfrastruktur erklären lässt. Demgegenüber weisen die ländlich geprägten Regionen eine deutlich höhere PKW-Dichte auf.

Im Jahr 2026 gibt es keine Handlungsempfehlung aus dem Netzwerk der Sozialplanung für das Handlungsfeld Mobilität. Handlungsempfehlungen der Vorjahre bzw. für andere Handlungsfelder finden Sie hier .

fahrende Autos auf einer Autobahn
Personen auf Fahrrädern

Archiv

Hier finden Sie die Berichte dieses Handlungsfeldes der vergangenen Jahre.

Mobilität Fokus 2025

Mobilität Fokus 2024

Mobilität Fokus 2023

Mobilität Fokus 2022