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Tageseinrichtungen für Kinder

Aktuelle Kommentierung

Das Produkt beinhaltet in erster Linie die Fördermittel des Landes zur Umsetzung der Finanzierungsstruktur nach Inkrafttreten der Kita-Reform einschließlich der Kindertagespflege.

Aktuelle Kommentierung

Das Produkt beinhaltet in erster Linie die Fördermittel des Landes zur Umsetzung der Finanzierungsstruktur nach Inkrafttreten der Kita-Reform einschließlich der Kindertagespflege. Seit 2025 gilt das angepasste Kita-Gesetz, das mehr Vertrauen in die gute Arbeit der Fachkräfte vor Ort setzt und auf bürokratische Kontrollen weitgehend verzichtet. Grundsätzlich wird nach der Ende 2024 abgelaufenen Übergangsfrist an dem bisherigen Finanzierungssystem und den Geldflüssen festgehalten. Land und Wohngemeinden zahlen eine Pro-Kind-Pauschale an den örtlichen Träger und dieser leitet entsprechende finanzielle Mittel als Gruppenfördersatz an die Standortgemeinden weiter. Diese schließen Finanzierungsvereinbarungen mit den Kita-Trägern ab. Die Elternbeiträge werden nicht erhöht, die Kommunen kostenmäßig entlastet und die Kindertagespflege finanziell gestärkt.

Seit der Neuorganisation 2021 sind die Ausgaben für das Produkt stetig angestiegen. Im Jahr 2024 betrugen die Aufwendungen mehr als 132 Mio. Euro, dies entspricht einem prozentualen Anstieg von ca. 4 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei handelt es sich zu ca. 94 % um Mittel des Landes zur Deckung der Standardqualität.

Als Einflussfaktor auf die Kostenentwicklung kann die demographische Entwicklung der Zielgruppe Kinder vor der Schule bis 6 Jahre herangezogen werden. Ihre Anzahl ist im Kreis erstmals seit 2023 rückläufig, bis Ende 2024 um mehr als 1.316 Kinder. Aufgrund der hohen Wohnkosten in Hamburg werden bis 2030 nur noch ein leichter Anstieg durch Zuzug junger Familien und danach stabile Werte prognostiziert. Dadurch ist weiterhin ein bedarfsgerechter aber kein massiver Ausbau von Plätzen erforderlich. Die aktuell bereits geschaffenen und die neu in Aussicht gestellten Plätze sollten dazu beitragen, den Bedarf mittelfristig decken zu können. Die Verfügbarkeit von Betreuungsplätzen gilt auch als wesentlicher Standortfaktor im Wettbewerb um Fachkräfte für die Region Kreis Pinneberg.

Für den Doppelhaushalt 2025/26 wurde unter Berücksichtigung der bisherigen Entwicklung und der neuen gesetzlichen Grundlagen mit jährlichen Kostensteigerungen von ca. 4,7 % geplant.

Hinweis: Die aktuelle Kommentierung erfolgt auf Basis der im Dezember 2024 beschlossenen und vom Land genehmigten Planwerte für den Doppelhaushalt 2025/26. Im Falle von Nachträgen können sich die Ansätze (hellgrüne Säulen) noch verändern.

[{"Jahr":"2014","GesamtausgabenKreis":15133836,"ProzEntwicklungKreis":0,"ProzEntwicklungLand":5.77,"ProzEntwicklungBund":6.6,"Prognose":null},{"Jahr":"2015","GesamtausgabenKreis":19916217,"ProzEntwicklungKreis":31.6,"ProzEntwicklungLand":9.26,"ProzEntwicklungBund":6.95,"Prognose":null},{"Jahr":"2016","GesamtausgabenKreis":20461601,"ProzEntwicklungKreis":2.74,"ProzEntwicklungLand":12.17,"ProzEntwicklungBund":7.8,"Prognose":null},{"Jahr":"2017","GesamtausgabenKreis":27117295,"ProzEntwicklungKreis":32.53,"ProzEntwicklungLand":9.39,"ProzEntwicklungBund":10.12,"Prognose":null},{"Jahr":"2018","GesamtausgabenKreis":29918325,"ProzEntwicklungKreis":10.33,"ProzEntwicklungLand":9.37,"ProzEntwicklungBund":7.33,"Prognose":null},{"Jahr":"2019","GesamtausgabenKreis":33906060,"ProzEntwicklungKreis":13.33,"ProzEntwicklungLand":7.5,"ProzEntwicklungBund":9.47,"Prognose":null},{"Jahr":"2020","GesamtausgabenKreis":39939107,"ProzEntwicklungKreis":17.79,"ProzEntwicklungLand":6.02,"ProzEntwicklungBund":8.78,"Prognose":null},{"Jahr":"2021","GesamtausgabenKreis":111894952,"ProzEntwicklungKreis":180.16,"ProzEntwicklungLand":24.75,"ProzEntwicklungBund":6.12,"Prognose":null},{"Jahr":"2022","GesamtausgabenKreis":112793519,"ProzEntwicklungKreis":0.8,"ProzEntwicklungLand":15.23,"ProzEntwicklungBund":6.43,"Prognose":"0.00"},{"Jahr":"2023","GesamtausgabenKreis":126897762,"ProzEntwicklungKreis":12.5,"ProzEntwicklungLand":14.86,"ProzEntwicklungBund":7.79,"Prognose":"0.00"},{"Jahr":"2024","GesamtausgabenKreis":132063673,"ProzEntwicklungKreis":4.07,"ProzEntwicklungLand":null,"ProzEntwicklungBund":null,"Prognose":"0.00"},{"Jahr":"2025","GesamtausgabenKreis":131935160,"Soll":141341200,"ProzEntwicklungLand":null,"ProzEntwicklungBund":null,"Prognose":"0.00"},{"Jahr":"2026","GesamtausgabenKreis":null,"Soll":0,"ProzEntwicklungLand":null,"ProzEntwicklungBund":null,"Prognose":"0.00"}]
{"mode":"Normalhaushalt","lmin":0,"lmax":180000000,"rmin":-40,"rmax":250}
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Quelle: Kreis Pinneberg

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Das Produkt beinhaltet in erster Linie die Fördermittel des Landes zur Umsetzung der Finanzierungsstruktur nach Inkrafttreten der Kita-Reform, die auch die Kindertagespflege umfasst.

Die Neuorganisation in Schleswig-Holstein hat ab 2021 zu einem Ausgabenanstieg auf mehr als 127 Mio. Euro im Jahr 2023 geführt. Dabei handelt es sich zu ca. 96% um Mittel des Landes zur Deckung der Standardqualität, welche der Kreis über die jeweiligen Standortgemeinden entrichtet. Künftig sollen die Kindertagesstätten die bestehende Standardqualität ohne Eigenanteile der Träger abdecken können. Der aktuell vorliegende Entwurf zur Änderung des KitaG SH sieht vor, dass die Frist der Übergangsregelung bis Ende 2024 entfällt, so dass dieser Prozess auf Dauer angelegt werden soll. Es gilt noch diverse Finanzierungsfragen, z.B. zur Kompensation von Defiziten oder zusätzlichen Qualitäten, zu klären.

Die vorläufige Planung für den Doppelhaushalt 2025/26 geht gegenüber dem voraussichtlich auskömmlichen Ansatz für 2024 mit realistischen minimalen Kostensteigerungen von ca. 3,5 % jährlich aus. Diese berücksichtigen bereits mögliche Einsparpotenziale z.B. im Bereich der Stipendien für die Erzieher*innenausbildung. Diese ergeben sich v.a. durch eine geringe Inanspruchnahme durch die Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Heilerziehungspflege, da hier vornehmlich das Meister-BaföG genutzt wird.

Die Ausgabenentwicklung hängt auch mit der demographischen Entwicklung der Zielgruppe Kinder vor der Schule bis 6 Jahre zusammen. Ihre Anzahl im Kreis ist in zehn Jahren bis Ende 2022 um 3.050 bzw. fast 20 % gestiegen und es sind bereits zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen worden. Außerdem spiegeln sich hier über die Personalkosten auch die Steigerungen im TVÖD wider.

Grundsätzlich besteht durch den prognostizierten anhaltenden Zuzug, vor allem junger Familien auch weiterhin ein Bedarf an Betreuungsplätzen im Kreis Pinneberg. Die aktuell bereits geschaffenen Plätze und die in Aussicht gestellten Neuschaffungen sollten aber dazu beitragen, den Bedarf mittelfristig auch decken zu können.

Auf Grundlage der qualifizierten Bedarfsplanung der Kindertagesbetreuung wird das Platzangebot unter erheblichen finanziellen Anstrengungen der Kommunen und des Kreises in Form der Kita-Bauförderrichtlinie kontinuierlich weiter ausgebaut. Um die Bedarfe möglichst zu decken, sind weiterhin kreative Lösungsansätze, wie z.B. Betreuungskonzepte in Kooperation zu entwickeln und bürokratische Prozesse, z.B. bei der praxisintegrierten Ausbildung, zu verschlanken. Nach der Sommerpause wird dem Jugendhilfeausschuss der zweite Abschnitt des Bedarfsplans mit den geförderten Einrichtungsträgern vorgelegt. Die Verfügbarkeit von Betreuungsplätzen gilt als wesentlicher Standortfaktor für die Region Kreis Pinneberg.

Das Produkt beinhaltet in erster Linie die Fördermittel des Landes auf Basis der neuen Fi­nan­zie­rungs­struktur nach der Kita-Reform. In das Modell ist auch die Kindertagespflege integriert.

Die Umsetzung der Reform in Schleswig-Holstein hat seit 2021 zu einem Ausgabenanstieg auf mehr als 113 Mio. Euro im Jahr 2022 geführt. Dabei handelt es sich zu 95% um Mittel des Landes und der Wohn­ort­ge­meinden, die an die Standortkommunen durchgeleitet werden. Nach der Übergangsphase geht der Förderanspruch der Träger ab 2025 auf den Kreis über. Im Hinblick darauf bezeichnen einige Ein­rich­tungen ihre finanzielle Lage als schwierig, da die öffent­liche Förderung die bestehenden Kosten nicht decken würde. Auf Landesebene sind die Ausgaben korrelierend um ca. 25% gestiegen, auf Bun­des­ebe­ne bleibt die jährliche Steigerungsrate in etwa gleich. Die Planung bis 2024 weist weitere Mehrkosten aus, die Steigerungsrate liegt bei ca. 5%.

Beeinflusst wird die Kostenentwicklung auch durch die demographische Entwicklung der Zielgruppe Kinder vor der Schule bis 6 Jahre. Ihre Anzahl ist im Kreis von 2016 bis 2021 um mehr als 1.500 gestiegen. Durch die Planung weiterer Baugebiete und den prognostizierten anhaltenden Zuzug wird diese Gruppe auch künftig zunehmen, wodurch sich der aktuell bestehende Fehlbedarf an Plätzen im Krippenbereich noch erhöhen wird. Mittelfristig wird vor allem der Bedarf an Fachkräften durch den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch im Bereich der Grundschulen noch weiter an Dynamik zunehmen.

Die 2023 vorgelegte qualifizierte Bedarfsplanung der Kindertagesbetreuung bildet die Grundlage für verbesserte Versorgungsstrukturen im Kreis. Benötigte Plätze können z.B. auch mit kom­mu­nen­über­grei­fenden Betreuungskonzepten effektiv und wirtschaftlich bereitgestellt werden. Für eine quantitativ und qualitativ gute Kinderbetreuung sind neben einer möglichen Umwandlung von Gruppen, der PIA-Ausbildung und Stipendien kontinuierlich intensive Bemühungen nötig, um zusätzliche Fachkräfte zu generieren und zu halten. Besondere Herausforderungen bringen auch die Betreuung von Kindern mit Behinderung und der Flüchtlingszustrom durch den Ukraine-Krieg mit sich. Wo und unter welchen Bedingungen Eltern einen Betreuungsplatz finden ist im regionalen Wettbewerb um Fachkräfte ein wichtiger Standortfaktor.

Das Produkt umfasst hauptsächlich die Kita-Fördermittel des Landes aufgrund der neuen Finanzierungsstruktur nach dem Standard­qualitäts­kostenmodell, in das auch die Kindertages­pflege einbezogen ist. Beeinflusst wird die Kostenentwicklung auch durch die demographische Entwicklung der Zielgruppe Kinder vor der Schule bis 6 Jahre, die 2021 gegenüber 2020 um ca. 300 Kinder gewachsen ist. Durch den prognostizierten anhaltenden Zuzug wird diese Gruppe auch in den nächsten Jahren zunehmen. Mit Umsetzung der Kita-Reform in Schleswig-Holstein sind die Ausgaben für das Produkt auf mehr als 110 Mio. Euro angewachsen, dabei handelt es sich zu über 90% um an die Kommunen durchgeleitete Landesmittel. Die Auskömm­lichkeit des neuen Finanzierungssystems wird zur Zeit auf Landesebene evaluiert.